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Zimmer

Wallfahrtsorte in Deutschland – Altötting

ALTÖTTING

Geschichte
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Bereits im Jahr 831 ist von einer Kapelle in Ötting die Rede. Um 860 gründet Karlmann (±830-880), König von Bayern (864-876), ein Urenkel Karls des Großen (747-814), ein Kloster und eine Marienkirche in Altötting.

Im 11. Jahrhundert wurde eine weitere Kapelle gebaut, deren Überreste heute noch sichtbar sind. Zwei Jahrhunderte später entwickelte sich ein paar Kilometer nördlich ein Handelszentrum. Seitdem heißt dieser Ort Neuötting und das religiöse Zentrum Altötting.

Im Jahr 1330 kommt das Gnadenbild in die Gnadenkapelle.

Die ersten Wunder von Altötting geschehen im Jahr 1489. Ein 3-jähriger Junge ertrinkt in einem Bach und bleibt etwa 30 Minuten unter Wasser. Die verzweifelte Mutter trägt ihren Bauernjungen zur Gnadenkapelle. Sie legt den leblosen kleinen Körper auf den Altar, unter das Marienbild, und beginnt, zu Maria zu beten. Die Frau bittet Maria um Hilfe, und wenig später erwacht ihr Kind wieder zum Leben. Das zweite Wunder handelt von einem 6-jährigen Jungen, der von einem Pferd fällt und von einem Erntewagen überfahren wird. Dadurch erleidet das Kind lebensbedrohliche Verletzungen und Prellungen. Seine Mutter fleht Maria an, ihrem Jungen zu helfen. Auf Fürsprache Marias darf er weiterleben, und am nächsten Tag ist der Knabe kerngesund.

Door deze twee wonderen raakt de Genadeplaats pijlsnel bekend. Uit Zuid-Duitsland, Oostenrijk, Bohemen, Hongarije en Zwitserland blijven de pelgrims toestromen om bij de Zwarte Madonna te bidden. Ook keizers en hertogen bezoeken de bedevaartsplaats. In 1494 wordt de kapel vergroot. Het aantal wonderen neemt toe. De open rondgang van de Genadekapel komt er in 1517. De sacristie wordt er in 1686 aangebouwd. Votief-afbeeldingen worden meer en meer bevestigd in en rond de Genadekapel.
Reformation und Pest bremsen die Entwicklung des Wallfahrtsortes. Kurfürst Maximilian I. stellt jedoch 1623 Bayern unter den Schutz Mariens und erhebt Altötting zum Nationalheiligtum. Infolge all dieser Entwicklungen schenkt der reiche Feldherr des Kurfürsten, Graf von Tilly, Altötting viel Geld. Später ruhen unter anderem Herzen des Feldherrn und der Fürsten in der Gnadenkapelle.

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Im 17., 18., 19. und 20. Jahrhundert dehnt sich die Heiligtum weiter aus und einige Kirchen werden gebaut. Dies ist auf die vielen Pilgerfahrten von Gruppen und Einzelpersonen zurückzuführen. Die St.-Anna-Kirche wird im Jahr 1913 zur Basilika erhoben.


Altötting durfte Pilgerbesuche von drei Päpsten empfangen. 1782 kommt Pius VI., Papst von 1775 bis 1799 und geboren als Giovanni Angelo Braschi (1717–1799), als Pilger zum Gnadenort. Johannes Paul II., Papst in der Zeit von 1978–2005 und geboren als Karol Józef Wojtyła (1920–2005), ist 1980 in Altötting. Am 11. September 2006 erhält Altötting Besuch von Benedikt XVI., Papst in den Jahren 2005–2013, geboren als Joseph Aloysius Ratzinger (1927–2022). Während des Besuchs sagt er: “Altötting ist der Salon der Mutter Gottes.” Bevor er Papst Benedikt XVI. wird, kommt Joseph Ratzinger schon als kleines Kind dorthin. Er ist ja im sehr nahe gelegenen Marktl am Inn geboren und aufgewachsen. Als Papst schenkt er seinen Bischofsring, und dieser ist in das Zepter des Gnadenbildes eingearbeitet.
Am 15. August 2018, dem Fest Mariä Himmelfahrt, verleiht Papst Benedikt XVI. den Gnadenort die Goldene Rose; eine hohe päpstliche Auszeichnung. Er tut dies, weil Altötting besondere Bedeutung für Millionen von Menschen hat.
Im Jahr 2013, am Tag seiner Erklärung, als Papst zurückzutreten, lässt Papst Benedikt XVI. eine Reliquie von Papst Johannes Paul II. nach Altötting überführen.

Im Wallfahrtsort ist ein Verein für Feierlichkeiten und andere Aktivitäten tätig, nämlich das “Altötting Marienwerk”, das 1955 gegründet wurde. Von 1946 bis 1955 war eine andere Organisation tätig. Das “Altötting Marienwerk” bemüht sich, die Marienverehrung zu fördern, zu vertiefen und zu verbreiten. Interessierte können diesem Verein beitreten.

Wallfahrtsort

Altötting ist der Marienwallfahrtsort in Bayern.

Seit vielen Jahrhunderten haben sich Menschen der Anziehungskraft von Altötting hingegeben. So hat die Marienwallfahrtsstätte für viele einen wichtigen Platz in ihrem Leben eingenommen. Denn Altötting wird als “das Herz Bayerns” bezeichnet. Darüber hinaus ließen Kurfürsten und Könige nach ihrem Tod ihre Herzen in silbernen Urnen in der Gnadenkapelle beisetzen.

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Im Mittelpunkt steht die Gnadenkapelle mit der Schwarzen Madonna von Altötting. Diese Statue steht über dem Altar, in einer Nische.

Die Gnadenkapelle ist reich an “Votivtafeln” als Zeichen der Dankbarkeit und als Bitte um Hilfe. Ungefähr 2000 Votivbilder sind an der Gnadenkapelle angebracht. Immer noch kommen jedes Jahr einige Dutzend hinzu als Ausdruck des Vertrauens in Maria. In und um die Gnadenkapelle hängen viele silberne Herzen. Herzurnen werden unter anderem von Kurfürst Maximilian I. (1573-1651) und seinen Gemahlinnen Elisabeth Renata (1574-1635) und Maria Anna (1610-1665), Kaiser Karl VII. (1697-1745) und Maria Amalia (1701-1756), König Otto I. von Griechenland (1815-1867), König Ludwig I. (1786-1868) und König Ludwig III. (1845-1921) und Marie Therese (1849-1919) aufbewahrt.

In der Kapelle stehen Wachsabdrücke von Beinen und Füßen ebenfalls große Opferkerzen. Es gibt auch ein Bronzebild der Gottesmutter. Die Figur von Maria und Jesus steht im Zentrum der Kapelle. In ihrer linken Hand hält Maria ein Zepter mit Lilie, als Zeichen ihrer Jungfräulichkeit. In ihrer rechten Hand trägt sie Jesus, der eine Reichsapfel hält. Dies symbolisiert seine Allmacht.
Im Wallfahrtsort liegt auch der Heilige Bruder Konrad von Parzham (1818-1894). Er ist der selbstlose Stadtpatron von Altötting. Konrad war 41 Jahre lang Pförtner im ehemaligen St. Annakloster, das inzwischen seinen Namen tragen darf. Es gibt auch eine Konradkirche mit der Silberfigur des Bruder Konrad in einem Glasschrein. In der Silbernachbildung des Bruder Konrad werden seine Reliquien aufbewahrt. Im Jahr 1934 wurde Bruder Konrad von Parzham heiliggesprochen. Dadurch nimmt der Besuch von Pilgern in Altötting weiter zu.
Das Haus Papst Benedikt XVI., an der Kapellplatz 4a, beherbergt die Schatzkammer und das Pilger-Museum. Das erste Wunder von Altötting ist hier dargestellt. Das Besonderste der Sammlung ist das “Goldene Rössl”. Dieses Goldschmiedewerk stammt aus dem Jahr 1404. In Altötting gibt es noch weitere Museen und auch das Jerusalem-Panorama aus dem Jahr 1902. Dies ist ein großes, zylindrisches Gemälde und es zeigt die Stadt Jerusalem am Tag der Kreuzigung Jesu im Jahr 33. Das Gemälde ist 12 Meter hoch und hat einen breiten Umfang von sage und schreibe 95 Metern.
In Altötting gibt es auch eine Anbetungskapelle. Diese wurde 2006 als bleibende Erinnerung an den Pastoralbesuch von Papst Benedikt XVI. wiedereröffnet.
In der Zeit von Ende November bis Mitte Dezember gibt es den Christkindlmarkt, um in Weihnachtsstimmung zu kommen. Dann finden viele Aktivitäten statt.
Het hele jaar door zijn er feestelijkheden en herdenkingen in Altötting, hiervan staan er ook in het teken van het jaarlijkse bedevaartthema. De drukke cultuurkalender is elk jaar goed geprogrammeerd. Altötting is het grootste en drukst bezochte Mariaheiligdom in Duitsland. Jaarlijks ontvangt Altötting één miljoen pelgrims.

ERHÄLTLICHKEIT

Der Wallfahrtsort Altötting liegt im Südosten Deutschlands und zwar im großen Bundesland Bayern. Dieser Ort befindet sich mitten im Dreieck München – Passau – Salzburg.

Von München aus folgen Sie der A94 in Richtung Passau. Nach etwa 90 Kilometern nehmen Sie die Ausfahrt 22. Wenige Kilometer weiter erreichen Sie Altötting.

Adresse: Kapellplatz, 84503 Altötting, Bayern.

Für weitere Informationen ist die Webseite “www.bischoefliche-administration.de”zu besuchen.

Der Verein “Altötting Marienwerk” hat seinen Sitz am Kapellplatz 18, 84503 Altötting und Informationen sind erhältlich unter: www.altoettinger-marienwerk.de.

ERLEBNIS
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Als Pilger reise ich nach Altötting, um den Wallfahrtsort zu besuchen. In meinem Rucksack trage ich einige Sorgen mit mir und wende mich damit an Maria, die Mutter des Herrn. Ich habe auch einige Wunden und diese benötigen eine Marien-Therapie. Denn mein Glaube an Maria ist stark. Während meine Reise nach Bayern fortschreitet, habe ich Maria immer mehr im Sinn.
Nach meiner Ankunft in Altötting gehe ich sofort zur Gnadenkapelle. Die achteckige Kapelle, die auch Heilige Kapelle genannt wird, liegt in einem süddeutsch-sonnigen Licht. Als ich bei der Kapelle ankomme, bin ich sofort von den über 2000 “Votivtafeln” beeindruckt. Diese persönlichen Ausdrucksformen von Menschen sind sowohl an der Außenseite als auch an der Innenseite der Kapelle angebracht. Sie sind kostbare Beweise für das Vertrauen in die Fürsprache Marias und in die Heilkraft Jesu. Diese Darstellungen sind unter anderem Gemälde und beschriftete Steine, aus denen hervorgeht, dass Maria gedankt wird oder sie um etwas gebeten wird. Als ich, wegen des Gedränges, etwas weiter in die Kapelle gelange, sehe ich Maria stehen, zentral auf dem Altar von 1670. Hier ist Maria eine Schwarze Madonna. Der Grund für die schwarze Farbe ist der Ruß von Kerzen, der das Bild im Laufe der Jahrhunderte dunkel gemacht hat. Zwei große, silberne Figuren stehen links und rechts unter ihr. Links vom Altar befindet sich die Statue des 1934 heiliggesprochenen Bruders Konrad von Parzam. Gegenüber von Konrad ist, lebensgroß, ein 10-jähriger, kniender Prinz dargestellt. Er ist auf wundersame Weise von einer lebensbedrohlichen Krankheit geheilt worden. Dieser Prinz heißt Max Emanuel. Er ist der spätere Fürst Max III. Joseph. Als ich nun etwas länger schaue, entdecke ich auch den silbernen Stammbaum Jesse. Den Ring, den Papst Benedikt XVI. bei seinem Besuch in Altötting geschenkt hat, sehe ich nicht am Zepter des Marienbildes. Diesen Ring trug er zu seiner Zeit als Kardinal. Der Ring ist für mich unsichtbar, da wegen der vielen Menschen, die lange vor dem Bild stehen, ich auch nach über einer halben Stunde nicht näher herankomme.


Anschließend besuche ich die St.-Anna-Basilika. Ich erfahre, dass dies das größte Kirchengebäude Deutschlands aus dem 20. Jahrhundert ist. Wie schön kommt der neobarocke Stil des Gebäudes zur Geltung.

In dieser Basilika höre ich ein Gebet mit den Worten:
“Heilige Maria,
Gnadenmutter von Altötting,
Du Brunnen des Heils,
Du Heil der Kranken.
Zu Zuflucht der Sünder,
Du bist die Hilfe der Christen:
Bitte für mich bei deinem Sohne
und führe mich hin zu ihm!”

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Dann gehe ich zurück zum Kapellplatz. Dieser Ort bietet eine gute Aussicht auf die Schönheit der Gebäude an diesem Platz. Wie schön mir dieses Erlebnis wieder zuteilwird. Ich nehme auf einer Bank unter einem Baum Platz und komme mit einer Mitarbeiterin des Marienheiligtums ins Gespräch. Sie erzählt mir von ihrer Beteiligung an der Begleitung von Pilgern.
Was später bin ich in der Pfarrkirche, welche ist gebaut in der Periode 1499-1511 und ist gewidmet den Heiligen Philippus und Jakobus. Was sind da viele Pilger in diesen spätgotischen Hallenkirchen. Ich lasse mir erzählen, dass dieses Gebäude möglich die vierte Kirche an diesem Ort ist.

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Bevor ich gehe, werde ich noch einige Devotionalienläden besuchen. Andenken für Freunde mitzubringen ist eine Gewohnheit von mir und für mich selbst kaufe ich eine Statue der Schwarzen Madonna von Altötting.
Ich bin glücklich, dass ich im religiösen Marienzentrum von Bayern verweilen durfte. Was ist das eine großartige Marienwallfahrtsort. Was ist hier eine große Erfahrung voll von Marienverehrung.

UMGEBUNG

Von Altötting nach Rosenheim sind es 86 Kilometer nach Südwesten.

ROSENHEIM – DEUTSCHLAND – LORETOKAPELLE

Im Süden von Bayern, zwischen München und Salzburg, liegt Rosenheim. Die alte Stadt besuche ich wegen der Heiligen Maria und des Heiligen Nikolaus. Im jahrhundertealten Zentrum (Altstadt) ist viel von Maria zu sehen. Maria ist unter anderem in der Sankt-Nikolauskirche und der Loretokapelle abgebildet. Auch sehe ich ihr Bildnis auf dem Max-Josefs-Platz über einer Apotheke.

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Rosenheim.

In der Sankt-Nikolaus-Kirche, die 1514 geweiht wurde, wird Maria auf Gemälden und in Glasfenstern dargestellt. Ein Fenster finde ich besonders; Maria wird von ihren Eltern, Anna und Joachim, im Tempel Gott geweiht und der Heilige Nikolaus empfängt sie in neu-gotischer Kleidung. Auch das um 1750 entstandene Maria-Trost-Bild ist sehenswert. Was strahlt dieses Gemälde Trost, Ruhe und Frieden aus. An der Südseite der Kirche ist an der Außenfassade ein großes Kunstwerk aus dem Jahr 1896 angebracht. Es handelt sich um ein Mosaik mit der weinenden Maria. Das barocke Gemälde des Hochaltars (1667-1669) zeigt den Heiligen Nikolaus und den Heiligen Laurentius. Sie schenken Rosenheim den Schutz von Maria und Kind.

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Rosenheim.

Die Loretokapelle an der Ebersberger Straße ist ein wunderschönes Gebäude und wurde 1636 geweiht. Sie ist ein besonders schönes Gebäude, sowohl von außen als auch von innen. Das Vorbild dieser Kapelle ist die Loretokapelle vom Heiligen Haus im italienischen Loreto. Die Deckenmalereien stammen vom örtlichen Kunstmaler Joseph Anton Höttinger.

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Rosenheim, Loretokapelle.

Die Geschichte der Entstehung der Kapelle beginnt im Jahr 1600. In diesem Heiligen Jahr unternimmt Georg Schaur (1579-1652) aus Rosenheim eine Wallfahrt nach Rom und Loretto. Als dieser Mann, der spätere Gastwirt und Bürgermeister, im Wallfahrtsort Loretto schwer erkrankt, nimmt er sich vor, bei glücklicher Heimkehr nach Rosenheim eine Kapelle nach dem Vorbild von Loretto zu errichten. Nach 30 Jahren konnten Georg und seine Frau Margaretha Kall die notwendigen finanziellen Mittel zusammenbringen. Jedoch verhindern 1632 der Einfall feindlicher Truppen während des Dreißigjährigen Krieges den Baubeginn. 1634 ist es die Pestepidemie, die noch kein Bauen zulässt. Endlich beginnt 1635 der Bau der Kapelle und ein Jahr später wird sie eingeweiht. Im Laufe der Zeit wurde die Kapelle etwas vergrößert, weiter verschönert, renoviert und auch restauriert.

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Rosenheim, Loretokapelle.

Darüber hinaus gibt es weitere schöne Kirchen in Rosenheim zu besichtigen, in denen Maria dargestellt ist. Dazu gehören die Kirche Sankt-Joseph (1619), die Heilig-Geist-Kirche (1449), die Kirche Heilig Blut (1508) und die Rossackerkapelle (1737). Die Spitalkirche Sankt-Joseph aus dem Jahr 1691 zeigt alte Skulpturen, die sich hinter einem schweren Gitter befinden.

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Rosenheim, Loretokapelle.

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Veröffentlichungsdatum: 8. Dezember 2019
Datum letzte Änderung: 9. März 2026
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