Geschichte
Am Ende des 9. Jahrhunderts gibt es in Birnau bereits eine Wallfahrtskirche, und zwar eine Marienkapelle. Im Jahr 1227 sind Schwestern in Birnau tätig. Im Jahr 1241 übernimmt die Abtei Salem die Betreuung der Kapelle in Birnau, und 1307 die Wallfahrtsaktivitäten. Dadurch ist Birnau einer der ältesten Wallfahrtsorte Deutschlands. Im Jahr 1384 beschließt Urban VI., Papst in der Zeit von 1378 bis 1389, geboren als Bartolomeo Prignano (1318-1389), dass Birnau zur Abtei der Zisterzienser gehört. Danach wird eine neue Kapelle gebaut, die die bestehende, kleine Kapelle ersetzt. Im Jahr 1420 wird in der Kapelle ein Gnadenbild aufgestellt, dem später Wunder zugeschrieben werden.
Die heutige Kirche wurde als Ersatz für eine alte Wallfahrtskirche gebaut, die ein paar Kilometer entfernt stand. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) wurde das Gebäude zerstört und niedergebrannt, aber die Marienkapelle blieb unversehrt. Etwa ein Jahrhundert später wurde eine andere, heutige Kirche errichtet.

Die Wallfahrtskirche wurde in den Jahren 1746-1750 erbaut. Bauherr ist Abt Anselm II. (Franz Meinrad Schwab, 1713-1778) der Reichsabtei Salem. 1746 beginnen die Vorarbeiten. Architekt ist der Österreicher Peter Thumb (1681-1766). Die Grundsteinlegung ist am 11. Juni 1747. Die Fresken stammen vom deutschen Hof-Rokokomalers Gottfried Bernhard Göz, auch geschrieben als Goetz, Götz und Goez (1708-1774). Rokokoaltäre und -figuren stammen vom österreichischen Bildhauer Josef Anton Feuchtmayer (1696-1770).
Am 20. September 1750 kommt das Gnadenbild in die Kirche. Bis 1753 liefert Feuchtmayer Kreuzwegstationen an die Kirche.
Während des Zweiten Weltkriegs (1939-1945) wurden Kirche und Kloster von 1941 bis 1945 geschlossen.
Im Jahr 1971 wurde die Kirche zur Basilika erhoben. Dies geschah durch Paul VI., Papst in der Zeit 1963-1978, geboren als Giovanni Battista Enrico Antonio Maria Montini (1897-1978).
Wallfahrtsort
Die Basilika ist eine Barockkirche und ein 51 Meter hoher Glockenturm. Das Innere der Basilika ist 46 Meter lang, 14 Meter breit und 17 Meter hoch.
In der Basilika befindet sich das Gnadenbild von 80 Zentimetern Höhe über dem Hochaltar. Das Bild stammt aus der Zeit um 1420 und der Schöpfer ist unbekannt. Das Gnadenbild stellt eine spätgotische, sitzende, gekrönte Maria mit Kind dar. Am Fuße des Thrones ist eine Mondsichel sichtbar. Dies ist ein Symbol aus der Apokalypse des Evangelisten Johannes. Maria hat einen Apfel in der rechten Hand und dieser verweist auf die Sünde Evas im Garten Eden. Die Rückwand des Gnadenbildes zeigt Wolken und Putten; dies stellt die Vorstellung von der Himmelfahrt Mariens dar. Maria ist gekrönt und dieser Schmuck stammt aus dem Jahr 1733.
In der Kirche sind neben dem Hauptaltar noch 6 Nebenaltäre errichtet worden. Des Weiteren sind viele Fresken zu sehen. Ein Altar ist dem heiligen Bernhard geweiht und darauf ist auch Maria abgebildet, wobei Sie Milch aus ihrer Brust gibt. Andere Darstellungen in der Kirche sind unter anderem von Josef, den Eltern Johannes des Täufers, dem heiligen Basius, dem heiligen Erasmus und Johannes dem Evangelisten.
Der in der Basilika anwesende Mondglobus ist ein Uhrwerk aus dem 18. Jahrhundert.
Die Basilika ist ein beliebter Ort, um eine Hochzeit zu arrangieren oder ein freudiges Ereignis zu gedenken.
Es gibt einen Plan, den Raum unter der Basilika zu nutzen, und die dafür benötigten Mittel werden gesucht. Dies gilt auch für neue Pflastersteine auf dem Platz vor der Basilika.
Die Maria geweihte Basilika ist täglich geöffnet und ist eines der meistbesuchten Gebäude am Bodensee.
Neben der Basilika ist ein Klosterladen, wo Devotionalien zu kaufen sind.
ERHÄLTLICHKEIT
Birnau liegt an der Barockstraße und zwar grenzend an das Nordufer des Bodensees, direkt an der Bundesstraße B31, zwischen Nussdorf und Uhldingen-Mühlhofen im Bundesland Baden-Württemberg.
Adresse: Birnau-Maurach 5, 88690 Uhldingen-Mühlhofen.
Aktuelle Informationen sind auf www.birnau.de zu finden.
ERLEBNIS
Bei der Annäherung an den Bodensee, mit den schneebedeckten Schweizer Berggipfeln in der Ferne, wird ein lange aufgeschobener Besuch Realität. Noch eine Weile und es ist Maria zu begrüßen im Wallfahrtsort Birnau.
Aus großer Entfernung begrüßt der Turm der Basilika Gäste. Der einladende Turm wächst, während die zu fahrenden Meter an Zahl abnehmen.
Der Platz vor der Basilika ist so groß wie ein Fußballfeld und bietet eine unvergessliche Aussicht auf die einnehmende Kirche und den romantischen See namens Bodensee. Was für ein Geschenk, dies erleben zu dürfen!
Die Tür der Barockkirche steht offen und ich gehe hinein. Das Innere ist eine besondere Überraschung. Es ist nur noch Schönheit durch Baustil, Malereien und Statuen. Wenn ich hochschaue, wähne ich mich im Himmel. Die Deckenmalereien geben mir das Gefühl, aufsteigen zu können und Maria aus der Nähe, in großer Höhe, in die Augen zu schauen.
Nachdem ich das gesehen habe, gehe ich weiter in die Basilika und komme zum Hochaltar. Was für eine Pracht ist hier zu sehen! Die gekrönte Statue der Muttergottes steht zentral in der Basilika. Maria sitzt und hält in der rechten Hand einen Apfel, von dem bereits abgebissen wurde. Auf dem linken Knie sitzt ihr Söhnchen, das seine Mutter ansieht und in der linken Hand ein kleines Kreuz hält. Das ist Schönheit!
Mit dem Blick auf Maria ist es das Beten und ihr Danken, dass ich hier angekommen bin, ohne Hindernisse überwinden zu müssen. Es ist das Einprägen von Eindrücken, um sie lange im Gedächtnis zu behalten.
Hierna ga ik de basiliek verder verkennen en mijn ogen ontmoeten opvallende staties tegen de muren. Elke fase van de kruisweg is geschilderd en gebeeldhouwd. Hoog in de basiliek hangen twee uurwerken tegen het plafond en geven op verschillende wijzen de tijd aan. Onze-Lieve-Vrouw is meermaals afgebeeld tegen de wanden. Een apart schilderij toont dat Jozef de kleine Jezus vasthoudt.
Zum Abschluss zünde ich Kerzen für Freunde an und als Dank für diesen denkwürdigen Besuch.
UMGEBUNG
Die Einkaufs- und Universitätsstadt Konstanz liegt am anderen Ufer des Bodensees und um diese Stadt zu besuchen, ist es eine Landstrecke von 54 km. Mit dem Boot ist es eine wesentlich kürzere Route.
39 km nordöstlich liegt Ravensburg und um die Stadt Ulm zu besuchen, sind es 122 km nordwärts. Zum Ort Freiburg im Breisgau zu fahren bedeutet, 126 km in nordwestlicher Richtung zurückzulegen.
Veröffentlicht: 15. Mai 2024
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