Bouillon liegt in der Provinz Luxemburg, nahe der belgisch-französischen Grenze an der Straße nach Sedan. Der Name Bouillon könnte vom Keltischen abstammen. “Bru” bedeutet Wölbung und “l’hou” steht für Fluss. Bouillon ist einer der schönsten Orte Walloniens mit einer imposanten, hoch gelegenen Burg. Die Gründung der beeindruckenden Burg reicht bis ins 8. Jahrhundert zurück. Die Herzöge von d’Ardenne, von denen Gottfried von Bouillon (1060-1100) der 5. und letzte Namensgeber ist, sind bis 1096 im Besitz der Burg. In diesem Jahr tritt Gottfried seinen Herzogtum an Otbert, Fürstbischof von Lüttich in den Jahren 1091-1119, ab. Mit den Einnahmen aus der Burg deckt Gottfried die Kosten des Ersten Kreuzzugs. Er wird Anführer dieses Kreuzzugs und zieht mit einer beeindruckenden Armee nach Rom und anschließend nach Palästina. Es ist dann der 15. August 1096.
Besonders ist die Legende vom blühenden Busch, und diese liegt der Teilnahme von Gottfried von Bouillon an den Kreuzzügen zugrunde. Gräfin Ida d'Ardenne (1040-1113), Gemahlin von Eustachi II., Graf von Boulogne (1020-1088), sieht ihren Sohn Gottfried stark abbauen und das Kind wird immer kränker. Ein Einsiedler rät ihr, das Kind in die Ardennen zu bringen. Das tut sie, und seitdem lebt Ida auf dem großen Schloss Bouillon. Eines Tages kommt Ida auf einen Hügel mit silbernen Weißdornen. Sie sieht Schafe zu einem Busch fliehen. Dieser Busch ist wie ein Juwel geschmückt. Es ist das Werk einer Fee. Ida geht zu dem Busch, dieser öffnet sich und daraus kommt eine junge, schöne Hirtin heraus. Diese Frau fragt, was Ida sich wünscht. Die Gräfin sagt, dass sie ihren sterbenden Sohn gerne gesund sehen möchte. Daraufhin erscheint aus dem Busch eine Marienstatue aus Elfenbein. Ida bittet um Gesundheit für ihren Sohn, auch Mut und Kraft für ihn und dass er berühmt wird in den Kämpfen zur Bekämpfung von Ungläubigen. Ihr Flehen wird erhört. Ida d'Ardenne ist von der katholischen Kirche seliggesprochen worden.
In Bouillon steht an der Rue de l’Hôtel de Ville die Sint-Petrus und Paulus Kirche, die ockerfarben ist. Die “Église des Saints Pierre et Paul” stammt aus dem Jahr 1848 und wurde von Joseph Jonas Dumont (1811-1859) entworfen.
In der Kirche gibt es viele Abbildungen von unserer lieben Frau zu sehen, darunter Gemälde, Bleiglasfenster, Kanzel und Statuen. Es gibt auch Darstellungen des Heiligen Nikolaus.








