Eine Ikonostase ist eine Wand aus Holz oder Stein, die den Altarraum, das Allerheiligste, zu dem nur der Priester Zutritt hat, vom Kirchenschiff trennt; dem Ort in der Kirche, wo Gläubige Zutritt haben. Die Ikonostase gibt es in orthodoxen Kirchen. Auf der Trennwand sind Heiligenbilder angebracht.

Eine Reiseikonostase ist eine verkleinerte Wand, die für den Transport vorbereitet wurde. Die kleinen Tafeln an der Wand sind durch Scharniere miteinander verbunden. Dadurch können die Regale mit Bildern zusammengefaltet werden, um sie unterwegs leicht mitnehmen zu können.
Die Reiseikonostase wird bei Prozessionen, Feldzügen, auf Reisen und in ihren Häusern mitgeführt. Im Militär kann mit einer umherziehenden Ikonostase im freien Feld ein Gottesdienst abgehalten werden. Ein Sieg des Militärs wird mit Hilfe der mitgeführten Ikonostase errungen. Eine Reiseikonostase wird auch in der Hauskapelle von Wohlhabenden aufgestellt.
Wenn ein Gläubiger der orthodoxen Kirche nicht die Gelegenheit hat, zur Kirche zu gehen, bietet ein Reiseikonostas eine Lösung. Auf diese Weise kann außerhalb eines Kirchengebäudes zu den dargestellten Heiligen auf dem Reiseikonostas gebetet werden.
In der Radboud Universität Nijmegen steht eine Reiseikone in der Anton-van-Duinkerken-Saal. Die bewegliche Trennwand mit Ikonen gehört zur Stiftung Reinier Post. Regnerus Richardus (Reinier) Post (1894, Kloosterburen – 1968, Nijmegen), ist ein niederländischer römisch-katholischer Priester, Historiker und Professor in Nijmegen. Die Stiftung Reinier Post hat zum Ziel, das von der Katholischen Universität Nijmegen, jetzt Radboud Universität Nijmegen, ausgegliederte Eigenvermögen zu verwalten und dazu gehört auch das Investieren in katholische Kunst.
Die vorhandene Reiseikonostase stammt aus dem 19. Jahrhundert und kommt aus Russland. Seit 1986 gehört das Küstenwerk zur Kunstsammlung der Radboud-Universität Nijmegen. Die Reiseikonostase zählt 68 Bilder und besteht aus 15 Tafeln, die mit Scharnieren miteinander verbunden sind.
Maria ist auf der Reiseikone auffallend oft präsent. Sie wird dargestellt als “Mutter Gottes von Kasan”, “Geburt Mariens”, “Tempelgang Mariens”, “Verkündigung”, “Entschlafung Mariens” und “Mutter Gottes”.
Der Saal, in dem die Reiseikone hinter Glas zu sehen ist, ist nach Anton van Duinkerken benannt. Der Name Anton van Duinkerken ist das Pseudonym von Wilhelmus, Johannes, Maria, Antonius (Willem) Asselbergs (1903, Bergen op Zoom – 1968, Nijmegen). Willem Asselbergs ist Burgund, Dichter, Essayist, Professor, Literat, Literaturhistoriker, Literaturkritiker, Polemiker, Redner und Schriftsteller. Er hat sich als großer Kulturbringer des katholischen Nederland gezeigt.







