Dank sag ich jeden Tag, weil ich erkenne, dass nichts selbstverständlich ist. Dankbare Worte sprech ich zu Maria, weil ich überzeugt bin, dass sie mitentscheidend den Tag lenkt. Auch danke ich Freunden, weil auch sie in meinem Leben viel bedeuten.
Ein Mensch ist abhängig und das ist mir wohl bewusst. Jemand wirkt oft sehr selbstständig, aber das ist nur Schein. Denn der Mensch ist nicht dazu gemacht, alles allein tun zu können. Dadurch ist es sonnenklar, dass um in dem Tag erfolgreich zu sein, Hilfe von anderen benötigt wird. Die Bereitschaft der anderen zu helfen, ist dann notwendig, um den Tag als lohnenswert zu erleben. Anderen Dankbarkeit zu zeigen, gehört dann auch zum Tag. Durch Danken ist die eigene Unzulänglichkeit klar, die durch andere behoben wird.
Mein Dank an andere geschieht mit Worten, einer Blume oder einer Kerze. Maria danken tue ich mit Worten und mehrmals geschieht dies in einem Gebet. Dabei brennt stets eine Kerze bei ihrem Abbild.
Das Danken sehe ich als ein Privileg, weil ich die eigenen Mängel sehe und andere brauche, um Lücken zu schließen. Zum Danken gehört dieses Wollen, denn wenn jemand dies will, kann es auch geschehen. Aufrichtigen Dank aussprechen, finde ich gehört zum Alltag.
