In Nijmegen ist eine Lourdesgrotte an der Hatertseweg 113 gebaut worden. Diese Grotte befindet sich neben der Kirche Unserer Lieben Frau von Lourdes. Dies ist sehr passend und einzigartig in den Niederlanden. Das Bauwerk ist eine Kopie der bekannten Grotte von Massabielle aus dem Wallfahrtsort Lourdes im Süden Frankreichs.

Die Grotte wurde unmittelbar nach der Realisierung der Kirche im Jahr 1925 erbaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Lourdesgrotte beschädigt und später vollständig wiederhergestellt.

Aan de wand van de grot is een donkere plaat bevestigd. Hiervan is de tekst: “Deze steen uit Lourdes is ingemetseld door Pastoor G.M. de Grood in 1925”. Pastoor Gerardus Marinus de Grood (1885-1927) is de bouwpastoor van kerk en grot.

Eine besondere Marienkapelle befindet sich in Nijmegen in der Molenstraat 37, neben der Petrus-Canisius-Kirche, unter dem Kirchturm. Die Kapelle ist dem wundertätigen Bildnis Unserer Lieben Frau von Nijmegen geweiht.
Diese Marienstatue hat eine bewegte Geschichte... Die Verehrung der Statue wurde durch die Reformation, die 1517 begann, beendet. Der ursprüngliche Standort der Marienstatue war im nördlichen Seitenschiff der Kirche. Die Gelderische Madonna hatte eine aufwendige Garderobe und Schmuck, die auf die verschiedenen Feste und Jahreszeiten abgestimmt waren. Leider sind diese Kostbarkeiten durch den Bildersturm im Jahr 1566 verloren gegangen. 1579 ging die Kirche in den Besitz der Protestanten über. Dann war die Statue verschwunden. 1585 wird die Kirche wieder von Katholiken genutzt und die Statue ist dann wieder in der Kirche. 1591 nehmen die Protestanten die Kirche wieder in Besitz. Die Statue wurde dann vorübergehend in Sicherheit gebracht. 1592, während der Reformation, wurde die Statue von Mitgliedern der Familie van Verssen vor dem Scheiterhaufen gerettet. Von der Bevölkerung wird jedoch angenommen, dass die Statue verbrannt wurde. Dies steht auch in einem Ratsbeschluss. 1836 wurde die Statue von Antonius van Verssen der Kirche zum Geschenk gemacht, um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Von diesem Jahr an entwickelte sich eine große Verehrung der Statue Unserer Lieben Frau von Nimwegen. Die Marienverehrung erlebte dann eine große Blüte.
Nach dem Diebstahl schöner Votivgaben im Jahr 1923 wurde die Statue aus Sicherheitsgründen in einen schmiedeeisernen Schrank gestellt. 1925, als die Molenstraatskerk in Petrus Canisiuskerk umbenannt wurde, erhielt die Statue den Titel “Unsere Liebe Frau von Nijmegen”. Nach päpstlicher Genehmigung wurde die Statue von Bischof Arnold Diepen (1860-1943) gekrönt. Dies geschah während eines Marienkongresses in Nijmegen im Jahr 1932.
Auch ist das Marienbild unversehrt durch den Zweiten Weltkrieg (1940-1945) gekommen. Dies ist höchst bemerkenswert, denn die Bombardierungen auf Nijmegen sind sehr heftig gewesen. Besonders am 22. Februar 1944 haben die Kirche und die Kapelle enorm viel Schaden erlitten. In den Jahren 1957-1960 sind eine neue Kapelle und Kirche an der Molenstraat gebaut worden.
Die Figur ist etwa 20 Zentimeter hoch und ist im Renaissance-Stil aus dunkler Eiche gefertigt. Deshalb wird die kleine Darstellung auch “Schwarze Madonna” genannt. In der einen Hand hält Maria ein Zepter und in der anderen Hand ihren Sohn. Es wird angenommen, dass diese Figur dieselbe ist wie die der Gelderse Lieve-Vrouw in Nijmegen, die 1592 auf dem Großen Markt auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde.
Die Marienkapelle ist jeden Tag geöffnet für die vielen Besucher, die dort zu Maria kommen und eine Kerze anzünden.





