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Geschichte
Maria erscheint zwei Frauen, und zwar Afra Brígido Blanco (1928-2008), die 17 Jahre alt ist bei den Begegnungen mit der Gottesmutter, und Marcelina Barroso Expósito, die das Alter von 10 Jahren hat, als die Erscheinungen stattfinden. Marcelina wird später Nonne und erhält den Namen Misericordia de la Cruz (Barmherzigkeit des Kreuzes). Die beiden Mädchen erleben die Erscheinungen von Maria auf getrennte Weise.
Am 27. Mai 1945 findet die erste Erscheinung statt und zwar bei Chandavila, ungefähr 1 Kilometer außerhalb von La Codosera. Marcelina Barroso Expósito sieht bei einer Baumgruppe eine dunkle Gestalt im Nebel stehen. Sie schenkt der Person keine Beachtung und geht weiter nach La Codosera. Etwas später sieht Marcelina die Gestalt wieder. Es ist die Heilige Jungfrau. Einige Tage darauf sagt eine Mitbewohnerin, Dolores Lucio, eine Erscheinung zu haben.
Nach einer Woche sieht Marcelina die Erscheinung zum dritten Mal am Morgen. Die Erscheinung bittet sie, am Nachmittag zurückzukommen. Das tut Marcelina und viele Leute aus dem Dorf und der Region begleiten sie zum Ort der Erscheinung. Marcelina kniet nieder und geht 30 Meter auf den Knien zum Baum, wo die Erscheinung steht. Danach folgen weitere Erscheinungen Marias, unter anderem an Afra Brígido Blanco am 31. Mai 1945. Zuerst glaubt Afra anfangs nichts von den Ereignissen. Das ändert sich und später erhält sie Stigmata (Wunden wie Jesus). Afra hat auch eine Vision am 17. Juni 1945.
Am 29. Juli 1945 betet Afra Brígido Blanco den Rosenkranz, und sie wird von Marcelina Barroso Expósito, Dolores Lucio, Gloria Gallego und einigen anderen begleitet. Afra gerät beim 4. Geheimnis in Ekstase und die anderen lassen sie allein. Afra streckt die Arme auf den Boden und blickt auf das Bild der Kreuzigung Jesu. Am frühen Morgen des nächsten Tages erscheint ihr Jesus mit den Wunden. Danach erhält sie Stigmata.
Marcelina Barroso Expósito berichtet von ihren Erfahrungen mit den Erscheinungen und erzählt, dass sie zuerst eine dunkle Gestalt am Himmel sieht. Später wird ihr klar, dass die Erscheinung die Schmerzhafte Mutter ist. Maria trägt einen schwarzen Mantel voller Sterne und steht bei einem Kastanienbaum. Marcelina sagt, dass Maria sie umarmt und sie auf die Stirn küsst. Maria erscheint mehrmals in Chandavila und ist von leuchtenden Sternen umgeben. Unsere Liebe Frau bittet Marcelina, auf ihre Liebe zu vertrauen.
Während und durch die Erscheinungen Marias geschehen Wunder und diese werden der Schmerzensmutter zugeschrieben.
Eine Kapelle wirdgebaut und nachher kommen weitere Gebäude auf das Gelände des Heiligtums.
Ein Brief vom 22. August 2024 macht deutlich, dass die Glaubenslehredikasterie des Vatikans in Rom die Verehrung in Chandavila genehmigt. José Rodríguez Carballo (geb. 1953), OFM (Ordo Fratrum Minorum) Orden der schwarzen Franziskaner, Franziskanerorden der Minderbrüder, ist Erzbischof von Mérida-Badajoz (2024) und fördert die spirituellen Aktivitäten im marianischen Heiligtum.
Wallfahrtsort
Die Marienwallfahrtsstätte liegt 1 Kilometer von der portugiesischen Grenze entfernt, in der Nähe der Stadt La Codosera mit rund 2300 Einwohnern.
Der Wallfahrtsort ist “Nuestra Señora de los Dolores” (Unsere Liebe Frau von den Schmerzen) gewidmet.
An der Fassade der Kirche stehen die Worte “Perdón - Paz”, und diese stehen für “Vergebung – Frieden”.
In der Kirche befinden sich zwei Grabsteine, nämlich für die stigmatisierte Seherin Afra Brígido Blanco und für den Bildhauer des Gnadenbildes Jenaro Lázaro Gumiel (1901-1977). Gumiel fertigt das Bild der Jungfrau Maria an und schenkt es dem Heiligtum. Der Text auf der Grabplatte von Afra gibt die Worte wieder, die Maria am 17. Juni 1945 zu ihr gesagt hat: “Meine Tochter, habe keine Angst in den bittersten Momenten deines Lebens. Ich werde immer an deiner Seite sein.”
Der Wallfahrtsort ist von Dienstag bis einschließlich Sonntag geöffnet, also montags geschlossen.
ERHÄLTLICHKEIT
Die Adresse des Wallfahrtsortes ist: Calle Chandavila, 06518 La Codosera.
Der Schrein befindet sich direkt hinter der Grenze zu Portugal in der Provinz Badajoz.
Aktuelle Informationen finden Sie auf www.santuariochandavila.com.
ERLEBNIS

Nach dem Besuch bei Maria im portugiesischen Fatima komme ich ins spanische Chandavila. Kaum 1 Kilometer in Spanien und dann bin ich schon bei einem besonderen Wallfahrtsort, wo die Gottesmutter erschienen ist! Hier, nahe dem Dorf La Codosera, ist Maria zwei Mädchen erschienen.
Das Auto bekommt einen Platz zwischen den Bäumen, und dann gehe ich zur Kirche, wo mich zwei ältere Damen begrüßen. Sie sprechen Portugiesisch und Spanisch und versuchen mir einiges von diesem marianischen Wallfahrtsort zu erklären. Die Damen sprechen mit großem Enthusiasmus über die Erscheinungen und führen mich durch die Kirche. Anschließend laden die beiden Frauen mich ein, zur Kapelle der Versöhnung zu gehen, wo große Statuen und Gemälde zu bewundern sind. Danach bringen sie mich zu einer anderen Kapelle mit einer sehr schönen Statue der Heiligen Jungfrau Maria.
Die zwei Damen gehen voran auf der Route durch dieses Heiligtum und wir kommen schließlich auf dem Platz vor der Kirche heraus. Hier ist es das Genießen einer wundervollen Aussicht auf die Wallfahrtskirche. Dieses Erleben möchte ich etwas mehr Zeit geben und meine Gedanken gehen zu den Erscheinungen an diesem Ort. Ich gerate in Gebet.
Anschließend nehmen die die jungen Damen, die die Führung machen, mich nochmals mit zur Kapelle der Versöhnung. Sie erzählen mir von den Malereien und Bildern.
Durch den Besuch Chandavilas möchte ich mir ein Bild machen von dem, was unsere Liebe Frau hier gewollt hat. Dieser Ort strahlt Frieden aus. Hier legt sich Frieden über mich. Jetzt ist es, Maria Andacht zu erweisen. Sie ist mein Halt und meine Zuflucht. Ich fühle mich wohl, hier in Chandavila zu sein. Was für ein reicher Mensch fühle ich mich!
Hier ist Maria erschienen und jetzt bin ich an diesem Ort. Es ist jetzt wohl 2024 und Maria ist hier erschienen 1945. Ich laufe also fast 80 Jahre hinterher. Diesen Rückstand hole ich auf der Erde niemals wieder auf!
UMGEBUNG
Von der großen Stadt Badajoz nach Chandavila zu fahren, bedeutet 60 km nach Nordwesten zu reisen.
Verreizen aus Cáceres nach Chandavila bedeutet, 90 Kilometer nach Südwesten zu fahren.
Von dem großen Wallfahrtsort Fatima nach Chandavila zu fahren, ist eine Strecke von 190 km in südöstlicher Richtung.
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