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Geschichte
Der Ort Cherasco entstand im Jahre 1243 und wuchs im Laufe der Jahrhunderte zu einem Marienwallfahrtsort heran.
Das Design der Kirche Unserer Lieben Frau vom Volk stammt vom Architekten und Maler Sebastiano Taricco (ca. 1641-1710). Diese Kirche wurde 1702 fertiggestellt und ist voller Kunstwerke. Im Laufe der Jahre wurden viele besondere Werke in das Gebäude integriert, wie am Chor von Johannes dem Evangelisten und Josef. Fresken befinden sich unter anderem über dem Eingang und über dem Hochaltar. In der Kirche stehen auch geschnitzte Bänke. Werke des Malers Pietro Giuseppe Metey (1728-1765) wurden in das Gotteshaus integriert, ebenso wie Gemälde von Giovanni Claret (1599-1679) und von Pietro Paolo Operti (1704-1793).
Im Jahr 1988 wurde die Kirche als Heiligtum der Maria eingeweiht. Es ist ein Wallfahrtsort für Pilger aus ganz Italien und darüber hinaus.
Wallfahrtsort

Der Ort Cherasco ist bekannt für den Barolo-Wein, den Robiola-Weichkäse, Honig, Schokolade und zwei Wallfahrtskirchen.
Die Wallfahrtskirche “Madonna del Popolo” ist eine der größten Heiligtümer im Piemont.
In der Kirche ist eine reiche Sammlung von Kunstwerken zu sehen. An den hohen Mauern sind große Gemälde angebracht, Maria wird daher immer in der Höhe dargestellt. Auf einem Gemälde ist Sie bei Nonnen und kleinen Kindern. Ein anderes Kunstwerk zeigt Besucher beim neugeborenen Jesus und sie bringen Geschenke, darunter zwei Hennen. Ein Gemälde zeigt die Heiligen Drei Könige zu Besuch, wobei Maria auch hier ihr Söhnchen hält. Auf einem anderen Kunstwerk ist zu sehen, dass Maria den Rosenkranz dem Heiligen Hieronymus Emiliani (1481-1537) überreicht, dem Gründer des Emiliaanischen Ordens aus Somasca im Jahr 1532. Darüber steht D.O.M. und das steht für Deo Optimo Maximo (“Gott, dem Besten und Höchsten, geweiht”). Das Gnadenbild ist goldfarben und steht im Zentrum des Priesterchores.
Dort hängen auch Gemälde mit dem Bildnis der französischen, katholischen Nonne, der Heiligen Jeanne-Antide Thouret (Giovanna Antida Thouret, 1765-1826), der Gründerin des Instituts der Töchter der Caritas, mit dazu auch ein alter Mann und zwei Kinder.
Schräg hinter der Kirche Unserer Lieben Frau vom Volk steht eine weitere Wallfahrtskirche am Nicola-Vercellone-Platz. Der Platz ist nach dem Architekten der Kirche benannt. Diese wurde in den Jahren 1762-1764 bei einem alten Säule aus dem 13. Jahrhundert erbaut. Die Kirche gehört zum Heiligtum “Santuario Madonna delle Grazie” (Unsere Liebe Frau der Gnaden). Das Gnadenbild ist ein Fresko und zeigt Maria mit Kind und dem Heiligen Johannes. Maria hält einen transparenten Schleier, der um ihr Söhnchen gewickelt ist. Maria hat auffallend lange, dünne Finger und trägt eine Kette um den Hals. Der Umhang von Maria ist grün gefärbt und sie hat etwas Rouge auf den Wangen. Das Gnadenbild wird “Madonnina” genannt, was eine kleine Darstellung von Maria, also eine kleine Madonna, bedeutet. In dieser Kirche befindet sich noch eine Darstellung von Maria und in jeder Ecke zwei Gemälde. In der Kirche hängen Werke von Sebastiano Taricco (±1641-1710) und Pietro Paolo Operti (1704-1793). In der Kirche werden 125 Votivgaben aus zwei Jahrhunderten (1726-1927) aufbewahrt. Über dem Presbyterium mit dem Gnadenbild steht “IN ME GRATIA OMNIS ECCE XXIV”, was auf Latein “Alle Gnade ist in mir” bedeutet.
Vor der Kirche steht eine hohe Säule mit oben dem Buchstaben “M”. Unten steht, dass die Heilige Maria vom Rosenkranz die Schutzpatronin der Stadt ist. “Per voto del populo fatto il 22-10-1944” (“durch ein Gelübde des Volkes am 22.10.1944”) steht dort geschrieben. Dieses Datum bezieht sich auf das Ende des Zweiten Weltkriegs (1939-1945) in dieser Region.
Zwischen den beiden Wallfahrtskirchen liegt ein “Giardino della Madonna” (“Garten Unserer Lieben Frau”) und der jahrhundertealte Garten der Somanchi-Patres. Dieser alte Garten wurde neu gestaltet und bietet Platz für essbare und Zierblumen und -pflanzen. Auch eignet sich dieser Raum zur Kontemplation.
ERHÄLTLICHKEIT
Cherasco zählt etwa 10.000 Einwohner, gehört zur Provinz Cuneo und liegt in der Region Piemont im Nordwesten Italiens.
Der Wallfahrtsort “Santuario Madonna del Popolo” liegt an der Via Nostra Signora del Popolo, 12062 Cherasco.
Die Wallfahrtskirche “Madonna delle Grazie” befindet sich am Piazza Nicola Vercellone, 12062 Cherasco.
ERLEBNIS
Während der Suche nach einem Hotelzimmer komme ich nach Cherasco. Dort finde ich eine Unterkunft und mache einen Rundgang durch das Zentrum des Ortes. Plötzlich gibt es eine besondere Begegnung, als ich vor der Kirche eines Heiligtums stehe. Maria hier zu treffen, hatte ich nicht erwartet! Das “Santuario Madonna del Popolo” (Heiligtum von Unserer Lieben Frau vom Volk) ist ein willkommenes Geschenk.

Eine große Fassade mit einigen großen, leeren Nischen macht mich neugierig. Hier standen sicher Bilder, die nun verschwunden sind. Dann ist es nach dem Hineingehen und in einer klaren Schönheit werde ich empfangen! So kahl die Vorderseite ist, so ganz anders ist es hier. Alle Mauern, bis in die hohe Kuppel, sind verziert. Das Gnadenbild steht in einer Nische, hinter Glas, über dem Altar. Maria und Kind sind in Gold dargestellt und beide haben eine Krone auf. Um diese Darstellung schweben Putten und unter dem Gnadenbild sind zwei Köpfchen von kleinen Engeln zu sehen.
In der Kirche hängen viele, große Gemälde, auf denen Maria unter anderem mit Kindern, Nonnen, drei Königen und Heiligen dargestellt ist. Vor dem Altar liegt ein Stein mit der Jahreszahl 1896.
In einer Kapelle steht wieder das Gnadenbild und nun erneut hinter Glas mit darum 15 runden Abbildungen aus dem Leben Mariä. Was gibt es ein gutes Gefühl Maria hier so oft zu sehen!
Neben der Basilika liegt ein Garten und den besuche ich auch. Dort steht eine moderne Marienstatue mit einem kleinen Engel auf dem Boden, geschaffen vom Bildhauer Rosario Ciliano (1947).
Honderd meter verder staat nog een kerk en ook dit is een heiligdom. Ich stehe vor der Kirche des “Santuario Madonna delle Grazie” (“Unsere Liebe Frau der Gnaden”). Beim Eintritt lese ich auf einem Stein “Viva Maria 1878”. Es ist eine kleine Kirche und auch ein Marienwallfahrtsort. Im Chor hängt ein Gemälde von Unserer Lieben Frau der Gnaden. Dieses alte Bild wird hier verehrt. Ich sehe, dass Maria und das Kind auch hier gekrönt sind. Jesus blickt auf seine Mutter, die ihren Blick auf eine gereichte Kugel gerichtet hat. Das kleine Jesuskind greift nach dieser Kugel. Rechts steht ein Engel.
Hinter der Kirche sehe ich ein Sterbebild liegen. Das Bild des Gnadenbildes steht auf der Vorderseite und auf der Rückseite ein Gebet des Heiligen Bernhard von Clairvaux auf Italienisch. Wenn ich den Text ins Niederländische übersetze, steht dort:
“Gebet an Unsere Liebe Frau von Gnade.
Gedenke, o allerheiligste Jungfrau Maria,
dass es noch nie auf der Welt vorgekommen ist,
dass jemand seine Zuflucht zu Ihrem Schutz gesucht hat,
um Ihre Hilfe gebeten hat,
Ihr Schutz hat gefragt und
Tür Sie verlassen ist worden.
Inspiriert von diesem Vertrauen,
Ich wende mich an Dich, o Mutter,
Jungfrau der Jungfrauen,
ich komme zu Dir, und, Sünder als ich bin,
werfe ich mich zu Ihren Füßen, um
um Gnade zu bitten.
Ich will, o Mutter des göttlichen Wortes,
meine Gebete nicht verachten,
aber höre gnädig hin
en verhoor ze. Amen.”
Diese Kirche der “Madonna delle Grazie” kommt mir als eines der intimsten Gotteshäuser vor, die ich besuchen durfte. Welch ein Raum voller Gefühl und Hingabe!
Im Garten zwischen den beiden Wallfahrtskirchen steht ein Denkmal “Heysel – Bruxelles 1985” mit dem Text “nessuno muore veramente se vive nel cuore di chi resta, per sempre. Auf Niederländisch bedeutet dies “niemand stirbt wirklich, wenn er im Herzen derer lebt, die bleiben, um ewig zu erinnern”. Dies bezieht sich auf die Heizeldrama am 29. Mai 1985 im Heysel-Stadion in Brüssel. In diesem Fußballstadion findet dann die größte Katastrophe in der Geschichte des belgischen Fußballs statt. Es ist das Finale des Europapokal 1 zwischen dem englischen Liverpool und dem italienischen Juventus aus Turin. Dabei kommt es zu schweren Unruhen und 39 Menschen sterben, davon 32 Italiener, einige davon aus Cherasco. Mir fällt auf, dass heute, genau 40 Jahre später, am 29. Mai 2025, wenn ich hier bin, keine Blumen liegen.
In Cherasco kam ich auf der Suche nach einem Schlafplatz an. Mir fällt in Cherasco viel zu. Wieder bin ich überzeugt, dass der Zufall nicht existiert und dass mein Leben gesteuert wird, wodurch mir viel zufällt. Dank dir, Maria!
UMGEBUNG
Aan de straat van het heiligdom, Via Nostra Signora del Popolo te Cherasco, staat een hoge boog. Het is de “Arco de Belvedere” met bovenaan Onze-Lieve-Vrouw van de Rozenkrans en is een stadssymbool. Deze boog is gebouwd tussen 1647-1688 als dank aan Maria voor het overwinnen van de pest, die vele slachtoffers heeft geëist in 1630-1631. Het ontwerp van de triomfboog is van de kunstschilder Giovenale Boetto (1604-1678) uit Fossano. Behalve de beeltenis van Maria, zijn ook geplaatst Sint Iffredo, Alanus de Rupe en Nicolaas van Tolentino. In de zijnissen staan de afbeeldingen van de beschermheiligen van Cherasco, namelijk Sint-Verginio en Sint-Eufemia.
In Cherasco steht eine Synagoge, die für eine kleine jüdische Gemeinde gebaut wurde.
Von dem Wallfahrtsort von Bra nach jenem von Cherasco sind 6 km nach Süden zu gehen.
Von Asti nach Cherasco auszufahren, bedeutet 48 Kilometer nach Südwesten zu reisen.
Umzug von der Großstadt Turin nach Cherasco bedeutet 60 km nach Süden zurücklegen.
Von Alba nach Cherasco zu fahren, heißt 20 Kilometer westwärts zu überbrücken.
Cuneo verlassen, um in Cherasco anzukommen, bedeutet, 61 km nach Nordosten zu fahren.
Die große Stadt Mailand verlassen und nach Cherasco wollen, bedeutet 168 km Fahrt nach Südwesten.
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