Die Lourdesgrot im südlimburgischen Simpelveld liegt hinter dem ehemaligen Kloster Huize Loreto, das Platz für das Museum de Schat van Simpelveld bietet. Um zur Grotte zu gelangen, muss man hinter dem Parkplatz ins Hellingbos gehen. Auf dem Weg zur Lourdesgrot steht rechts ein Bildnis der Gottesmutter.
Die Grotte wurde 1954 im Wald angelegt, und zwar im Garten des damaligen Klosters “Huize Loreto”. Dieses Kloster wurde 1875 von der deutschen Ordensfrau Clara Fey (1815-1894) gegründet. Sie gründete 1844 die Kongregation der Schwestern vom Armen Kinde Jesu. Dieser Orden kümmert sich um Bildung und hilft vernachlässigten Kindern. Wegen des deutschen “Kulturkampfes” (1872-1879) mit seiner antiklerikalen Politik verließen die Schwestern Deutschland und kamen insbesondere in Simpelveld unter.
Die Lourdesgrot ist aus Beton und Naturstein gebaut und hat zwei Nischen. Rechts oben in der Grotte ist eine kleine Nische für die Statue der Muttergottes von Lourdes und ein größerer Platz ist links unten für den Altar und Kerzen. Ein niedriges schmiedeeisernes Gitter schließt die Grotte ab.
Die Lourdesgrot wurde am 10. Dezember 1954 von Joseph Hubert Guillaume Lemmens (1884-1960), Bischof von Roermond (1932-1957), eingeweiht. Das Jahr 1954 ist auf der Vorderseite des Altars in der Grotte vermerkt.
Große Kerzen sind in der Höhle erhältlich, aber die Statue der Seherin Bernadette Soubirous fehlt. Da keine Darstellung von Bernadette vorhanden ist, handelt es sich im Grunde genommen um eine Mariengrotte. Die Höhle macht einen gepflegten Eindruck.
Etwas weiter im Hellingbos stehen eine Kapelle, ein Kalvarienberg und durch Spenden realisierte Kreuzwegstationen aus dem Jahr 1925. Es gibt auch einen Friedhof für Klosterfrauen, der als erster im Wald angelegt wurde, nachdem das Kloster 1875 eingerichtet war.
Im Jahr 2009 wurden Kapelle, Kreuzwegstationen und Lourdesgrotte von Freiwilligen der Stiftung Freunde des Hellingbos renoviert.
Neben und hinter dem Kloster gibt es Parkmöglichkeiten.
Adresse: Kloosterstraat 68, Simpelveld.
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