Eine Pietà ist eine künstlerische Darstellung von Maria mit ihrem toten Sohn auf dem Schoß. Das Wort Pietà ist italienischer Herkunft (pietà) und wird auch Vesperbild genannt und auf Deutsch Vesperbild. Das Wort Pietà steht für Mitgefühl und Frömmigkeit. Das Thema Pietà entstand im 13./14. Jahrhundert in Deutschland und Spanien und verbreitete sich danach weltweit.
Ein oft gesehene und bewunderte Bild einer Pietà ist dieses von Michelangelo, das in der Petersdom in Rom steht. Michelangelo hat den offiziellen Namen Michelangelo di Lodovico Buonarroti Simoni (1475-1564). Das Bemerkenswerte an dieser Pietà ist, dass dies das einzige signierte Werk Michelangelos ist. Er tat dies, um Klarheit darüber zu schaffen, dass er der Schöpfer des Kunstwerks ist. Die Skulptur von Michelangelo ist aus weißem Marmor gefertigt. Den Auftrag erhielt Michelangelo 1498 von Jean Bilhères de Lagraulas (ca. 1430-1499), einem französischen Kardinal (1493-1499).
Viele Künstler haben eine Schöpfung des gestorbenen Christus oder der Pietà geschaffen, wie der italienische Bildhauer Donatello (1386-1466), der italienische Maler Giovanni Bellini (1430-1516) und der auf der Insel Kreta geborene El Greco, mit dem offiziellen Namen Domenikos Theotokopoulos (1541-1614).
Das Bild von Jesus auf dem Schoß von Maria erlebt im 17. und 18. Jahrhundert einen Höhepunkt. Die Pietà ist dann eine Fortsetzung der Kreuzwegstation, bei der Jesus vom Kreuz genommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt wird.
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