Geschichte
Im Jahr 1522 erhalten Franziskaner die Erlaubnis, eine Kapelle zu Ehren Unserer Lieben Frau und des heiligen Franziskus zu errichten. Ihr Projekt wird in einem sehr feuchten Gebiet verwirklicht und die Arbeit bei großer Feuchtigkeit beeinträchtigt die Gesundheit der Franziskaner. Infolgedessen ziehen sich die Einsiedler einige Jahre später zurück.
Nach einem Jahrhundert scheinen sie die Kapelle zu erhalten.
Eine Urkunde vom 4. Juli 1699 erwähnt verschiedene Wunder. Hierauf kamen Benediktiner in diesen marianischen Ort.
Im Laufe der Jahre wird Longeborgne zu einem Wallfahrtsort “Unserer Lieben Frau von den Sieben Schmerzen”; der Schutzpatronin der Einsiedler.
Im Jahr 1924 sind Benediktinerinnen der Abtei Port-Valais im Wallfahrtsort aktiv und sie begleiten Pilger. Dies geschieht auf Wunsch von Viktor Bieler (1881-1952), Bischof von Sitten (1919-1952).
Wallfahrtsort
Der Wallfahrtsort ist Unserer Lieben Frau von den Sieben Schmerzen geweiht. Der Marienwallfahrtsort wird von den Benediktinerinnen der Abtei Saint-Benoît de Port-Valais verwaltet. In den Kapellen wird die Gottesmutter der Barmherzigkeit von den Pilgern angerufen.
Der marianische Ort liegt an einer Felswand und an der Schlucht des kleinen Flusses La Borgne, der eine 30 km lange Strömung hat.
Die zahlreichen Votivgaben an den Wänden der beiden Kapellen und an der Klostermauer zeugen von großer Volksfrömmigkeit. Ein besonderes Gemälde mit Maria und ihrem verstorbenen Sohn bereichert den Kirchenraum hinter einem schweren Gitter. Eine Marienstatue macht das Innere der Kirche noch intimer. Hier sind brennende Kerzen mit Anliegen am rechten Platz.
Jährlich kommen mehr als 50.000 Besucher zum Wallfahrtsort.
Der jährliche Feiertag des Wallfahrtsortes ist der 15. September, der Tag Unserer Lieben Frau von den Sieben Schmerzen.
Der Wallfahrtsort ist dringend renovierungsbedürftig und zu diesem Zweck wurde ein Freundeskreis ins Leben gerufen, nämlich “Association des Amis de Longeborgne à Bramois”, Chemin du Chapître 8, 1967 Bramois. Nach mehr als 500 Jahren sind Restaurierungsarbeiten dringend erforderlich.
ERHÄLTLICHKEIT
Der Wallfahrtsort liegt im Kanton Wallis. Von dem Ort Bramois sind es zu Fuß 15 Minuten wandern, um zur Wallfahrtsstätte zu gelangen.
Folgen Sie an der Ortschaft Bramois der Route de Nax bis zum kleinen Parkplatz (Parking des Pèlerins). Biegen Sie rechts in einen Weg bei einem Restaurant ein; Restaurant des Pèlerins. Folgen Sie diesem schmalen Weg (Chemin de Longeborgne) von etwa 650 Metern und gehen Sie an den Kreuzwegstationen vorbei. Gehen Sie dann auf einem etwas weniger ausgebauten Weg weiter, um zum Wallfahrtsort zu gelangen. Der Marienwallfahrtsort ist von der Straße aus nur zu Fuß erreichbar.
Aktuelle Informationen finden Sie auf www.longeborgne.ch.
ERLEBNIS
Bei Ankunft Bramois parke ich das Auto und gehe zu Fuß zum Wallfahrtsort. Eine Viertelstunde wandern wurde mir erzählt. Als ich bei einem Weg mit auf der linken Seite einem Restaurant (Restaurant des Pèlerins) ankomme, wird der Weg etwas schmaler. Es ist dann wandern zwischen Weinbergen mit links auch Kreuzwegstationen und dies passiert mir nicht so oft. Wie schön ist doch das Südwesten der Schweiz, schießt es mir durch den Kopf.
Nach einigen hundert Metern wird der Weg noch schmaler und weniger begehbar. Ich sehe die Schlucht und bin froh, sicher neben einem Lattenzaun auf dem Weg zwischen Bäumen, Sträuchern und Pflanzen bleiben zu können. Was für eine Naturschönheit! Es ist doch ein großes Kompliment, jetzt auszusprechen, dass zu Beginn des 16. Jahrhunderts Menschen hier Gebäude verwirklichten.
Um zum Wallfahrtsort zu gelangen, ist es noch ein Tor durchzugehen. Darüber steht, dass es eine Heilige Pforte ist und auch das Jahr der Barmherzigkeit.
Im Wallfahrtsort sehe ich eine Gedenktafel aus dem Jahr 1933, die Benediktinermönche ehrt, die über zwei Jahrhunderte lang die Kirche Unserer Lieben Frau von Longeborgne unterhalten haben. Auch sind Votivgaben neben dem Eingang der Kirche angebracht und weitere im geheiligten Gebäude.
In der Kirche ist es etwas dunkel, und das liegt sicherlich auch an den vielen Ex-Votos und Gemälden, die die Wände vollständig füllen. Der Raum bietet Platz für zwei Kapellen und Skulpturen stehen hinter einem Eisengitter. Die vielen Bänke laden mich ein, mich zu setzen, und dann folgen Gegrüßet seist du, Maria. Anschließend danke ich Maria, dass ich hierher kommen durfte.
Nach einiger Zeit verlasse ich die Kirche und gehe den Weg zurück. Mit einer wertvollen Erfahrung reicher gehe ich zu einem nächsten Wallfahrtsort Mariens. Es scheint, dass meine Pilgerfahrten kein Ende haben.
UMGEBUNG
Von Bramois zum Wallfahrtsort Longeborgne sind es 2 km nach Norden.
Sion liegt nahe dem Wallfahrtsort Longeborgne, nämlich 10 Kilometer nach Osten überbrückend.
Aufbruch von Lausanne nach Ankunft in Longeborgne erfordert 101 km nach Südosten zurückzulegen.
Van Grindelwald naar Longeborgne gaan, betekent 198 Kilometer naar het zuiden reizen.
Wallfahrtsort in Siviriez verlassen, um in Longeborgne anzukommen, erfordert 115 km nach Südosten zurücklegen.
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