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Zimmer

Wallfahrtsorte in Deutschland – Maria Aich

Geschichte

Im Jahr 1629 starben etwa 60 Menschen in Peißenberg an der hochansteckenden Pest, darunter Bartholomäus Steinle/Stainl/Steindl (±1580-1628), Bildhauer, Holzschnitzer und verantwortlich für den Bau der Kirche, die der Mariä Himmelfahrt in der Nähe von Weilheim gewidmet ist.

Eine Steinkapelle wurde 1631 für “Maria vom Siege” (“Unsere Liebe Frau vom Sieg”) erbaut. Dies ist immer noch der offizielle Name, aber im Volksmund spricht man von Maria Aich. Die Kapelle ist eine Schenkung. Die Bezeichnung erinnert an den Sieg christlicher Streitkräfte über die Türken in der Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571. In der Kapelle ist ein spätgotisches Marienbild aufgestellt. Die Weihe erfolgte im Herbst 1631 durch Sebastian Müller (1584-1644), Weihbischof von Augsburg (1631-1644). Vom Beginn des Baus der Kapelle an geschahen Wunder. Dies linderte das Leid der Bevölkerung während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648), in dem katholische und protestantische Staaten einander bekämpften. Die Menschen hatten große Erwartungen an die wundersamen Ereignisse. Im Jahr 1704, während des Spanischen Erbfolgekrieges (1701-1715), tobte ein heftiger Kampf zwischen europäischen Ländern, und die Kapelle wurde geplündert und entweiht.

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Blick auf den Hochaltar und die Deckenfresken der Wallfahrtskirche Maria Aich

Im Jahr 1731 beginnt der Bau einer steinernen Wallfahrtskirche, da viele Pilger weiterhin kommen, um zu Maria zu beten, und die bestehende Kapelle nur 60 Besuchern Platz bietet. Für den Bau hat Albert Oswald (1663-1744), Abt des Klosters Polling (1701-1744), viele Anstrengungen unternommen. Der Baumeister und Entwerfer der Kirche ist Josef Schmuzer/Joseph Schmutzer (1683-1752). Er ist auch der Ausgestalter der Bögen und Säulen. Das Gnadenbild stammt aus der abgebrochenen Kapelle aus dem Jahr 1631. Die Darstellungen von Anna und Joachim, den Eltern Marias, werden Franz Xaver Schmädl (1705-1777), einem Bildhauer im Rokoko-Stil, zugeschrieben. Die Skulpturen auf den Seitenaltären von Sebastian und Leonhard stammen von Anton Sturm (1690-1757), einem Bildhauer im Barock- und Rokoko-Stil. Die Kirche ist im Jahr 1734 fertiggestellt und die Einweihung findet am 17. Mai dieses Jahres statt. Die Deckenfresken des Kirchenschiffs und des Chors stammen von Matthäus (Mathäus) Günther (1705-1788), einem bayerischen Maler und Grafiker im Barock- und Rokoko-Stil. Im Jahr 1777 führt er Restaurierungsarbeiten durch. Matthäus Günther wurde einige Kilometer von der Kirche entfernt geboren und ist dort aufgewachsen.

Der Haupt-Altar ist aus ±1750 und die Seiten-Altäre sind gemacht in 1793.

Im Jahr 1904 wurde die Wallfahrtskirche renoviert und erweitert. Dies wurde durch Wohltäter ermöglicht.

In 1966-1969 wird die Wallfahrtskirche umfassend renoviert und eine neue Orgel wird installiert.

Wallfahrtsort

Das Wort “Aich” ist Althochdeutsch und bedeutet “Eiche”. Der Wallfahrtsort liegt auf fast 600 Metern über dem Meeresspiegel. Die Kirche liegt in der Ebene vor dem Peissenberg mit einer Höhe von 988 Metern.

Die barocke Kirche ist Maria von der Siegreichen geweiht. Im Volksmund ist der Name des Gebäudes Maria Aich.

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Deckenfresko in der Wallfahrtskirche zu Maria Aich

Die weiß verputzte Kirche ist mit Fresken, Gemälden und Skulpturen verziert.

An der Decke in einer Kuppel befindet sich ein Gemälde mit der Darstellung von “Maria vom Siege” (Maria des Sieges). Ebenso dargestellt ist der Kampf zwischen dem Erzengel einerseits und Verleumdung, Häresie, Krieg, Pest, Sünde, Tod und dem Teufel andererseits.

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Hochaltar mit dem Gnadenbild, umgeben von goldenen Strahlen in der Wallfahrtskirche Maria Aich

Der Hochaltar zählt vier Säulen aus etwa 1650 und im Zentrum ist Maria über dem Peissenberg zu sehen. An den Säulen stehen unter anderem Statuen der Eltern Marias, nämlich Anna und Joachim, und des Bildhauers Franz Xaver Schmädl/Franz Schmottel (1705-1777). Auf dem Tabernakel steht das spätgotische Gnadenbild der Jungfrau Maria auf der Mondsichel. Die Statue ist aus dem frühen 16. Jahrhundert.

ERHÄLTLICHKEIT

Maria Aich liegt einige Kilometer östlich von Peissenberg.
Adresse: Aich 7, 82380 Peissenberg.

Weitere Informationen finden Sie unter www.peifo.de (Pfarrgemeinde Peissenberg-Forst).

ERLEBNIS

Beim Betreten der Kirche bin ich von der Schönheit des Innenraums ergriffen. Welch Statuen, Gemälde und Fresken sind hier zu bewundern. Diese Kirche zeigt Kunst auf höchstem Niveau. Welch Handwerkskunst!

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Unsere Liebe Frau vom Sieg in der Wallfahrtskirche zu Maria Aich

Bij het hoogaltaar is centraal geplaatst het genadebeeld. Wat een schoonheid met stralen van goud bij Onze-Lieve-Vrouw!

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Ex-voto in der Wallfahrtskirche zu Maria Aich

Ich schaue mit Ehrfurcht auf die Kuppelfresken und sehe unter anderem die Krönung Mariens. Auch zu sehen ist die Verehrung der Gottesmutter durch die vier Kontinente, die aus der damaligen Zeit Mitte des 18. Jahrhunderts bekannt sind.

In der Wallfahrtskirche sehe ich viele Votivgaben, und dazu gehören auch Bilder, die eine Geschichte erzählen.

Nach dem Rundgang in der Wallfahrtskirche nehme ich auf einer der Bänke Platz. Anschließend denke ich an die Geschichte dieser Heiligtums. Danach ist es das Beten zu Maria und die Hoffnung, dass Sie einige bekannte, gute Menschen unterstützen kann.

Den Besuch dieser Wallfahrtsstätte schließe ich mit einem Besuch der Ortschaft Peissenberg ab. Dort gibt es ein Café/Buchhandlung, um kurz zu verweilen und danach ist es das Genießen der Schönheit der Umgebung.

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Wandmalerei an der Vorderfassade des Cafés/Buchhandlung in Peissenberg, nahe Maria Aich
UMGEBUNG

Von Weilheim nach Maria Aich sind es 10 km nach Südwesten.

Die Abreise aus Kaufbeuren zur Ankunft in Maria Aich erfordert eine 55 km östliche Reise. Die Stadt Kaufbeuren ist unter anderem bekannt für Anna Höß (1682-1744). Sie tritt 1703 in das Kloster der Franziskanerinnen in Kaufbeuren ein und nimmt den Namen Crescentia (die Wachsende) an. 1710 wird sie Tor- und Krankenpflegerin. Über die Novizinnen erhält die Schwester 1717 die Leitung und wird 1741 Oberin. Ihr Leben widmet sie ganz Gott und hilft ihren Nächsten. Sie hat Visionen und steht vielen geistig bei. 1900 wurde Anna Höß seliggesprochen. Am 25. November 2001 wurde Anna Höß von Johannes Paul II. heiliggesprochen, Papst von 1978 bis 2005 und geboren als Karol Józef Wojtyla (1920-2005).

München verlassen, um nach Maria Aich zu gelangen, bedeutet 62 km nach Südwesten zu überbrücken.

Von Rosenheim nach Maria Aich hat es sich 100 km westwärts begeben.

Die Stadt Augsburg hinter sich zu lassen, um nach Maria Aich zu gelangen, erfordert eine 94 km lange Reise nach Süden.

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Erste Veröffentlichungsdatum: 10. Februar 2026
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