AKEN
Geschichte
Aachen ist die Kaiserstadt Karls des Großen (ca. 747-814). Er ist König der Franken (768-814) und Herzog von Bayern (788-814). Karl der Große wird am ersten Weihnachtstag 800 in Rom von Leo III. (750-816), Papst von 795 bis 816, zum Kaiser gekrönt. Er ist dann Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (800-814). Der Name Karl der Große ist auf Deutsch “Karl der Große”, auf Englisch und Französisch “Charlemagne” und auf Lateinisch “Carolus Magnus”.
Karl der Große war fünfmal verheiratet, und das letzte Mal heiratete er 794 Luitgarde von Alemannien (776-800). Nach ihrem Tod ging der Kaiser keine Ehe mehr ein.
Karl der Große besitzt eine starke Persönlichkeit. Er hat das historische Bewusstsein eines vereinten Europas geprägt.
Auf Initiative von Friedrich von Hohenstaufen (1122-1190), als Friedrich I. Barbarossa, der Name Barbarossa kommt von dem rötlichen Bart, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches in der Periode 1155-1190, wird Karl der Große heilig gesprochen. Dies geschieht am 29. Dezember 1165 durch Guido von Crema (ca. 1110-1168), der von 1164 bis 1168 Gegenpapst Paschalis III. ist.
Der Aachener Dom hat eine lange Geschichte. Eudes (Odo) von Metz (742-814) ist der Architekt des großen Bauwerks. Als Material wurde unter anderem Marmor aus Italien verwendet. Von Hadrian I. (±700-795), Papst von 772 bis 795, hat Karl der Große 786 dazu die Erlaubnis erhalten. 798 wurden die großen Säulen in der Kirche aufgestellt. Es ist mehr als eine achteckige Hofkapelle, gebaut in der Periode 792-804 und dies auf Initiative von Karl dem Großen. Die Einweihung der Kirche ist 805 und dazu lässt Karl der Große 800 vier kostbare Reliquien aus Jerusalem überbringen, nämlich die Tunika Mariens, das Tuch, in das einst das Haupt Johannes des Täufers gewickelt war, Windeltücher von der Geburt Jesu und ein Lendenschurz Jesu. Die Reliquien werden in einem Renaissance-Schrein aufbewahrt. Um das Jahr 805 ist die Marienkirche bereits eine vielbesuchte Wallfahrtskirche.
Im Dom ist auch das Grabmal Karls des Großen. Seine Gebeine liegen in einer großen Lade.
Der Dom ist die Krönungskirche römisch-deutscher Könige, denn zwischen 936 und 1531 wurden hier mehr als 30 deutsche Könige gekrönt.
Die Heiligtumsfahrt findet seit 1349 statt und jedes Jahr kommen Tausende Pilger aus dem In- und Ausland zum Aachener Dom, um die besonderen Reliquien zu verehren. Die Kostbarkeiten befinden sich in der Marien-Schrein aus dem Jahr 1239 und werden dann daraus entnommen und während der Heiligtumsfahrt für die Pilger ausgestellt.
Einmal in den sieben Jahren wird die Heiligtumsprozession organisiert. Dann werden vier heilige Tücher verehrt und diese sind:
-das Kleid von Maria, das Sie in der Nacht trägt, in der Jesus geboren ist
-die Tücher, in die Maria ihr neugeborenes Söhnchen wickelt
-das Tuch, in dem der Kopf von Johannes dem Täufer aufbewahrt ist
-de Leinentuch das Jesus am Kreuz trägt.
Während der Heiligdomsvaart werden die Reliquien im Aachener Dom gezeigt, und dafür ist eine 11-tägige Periode geplant, in der zahlreiche andere Aktivitäten stattfinden.
Im Jahr 1978 wurde der Aachener Dom als erstes deutsches Gebäude in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.
Wallfahrtsort
Aken ist eine Stadt mit über 250.000 Einwohnern und im Zentrum steht der Dom. Es ist eines der berühmtesten Bauwerke west-europäischer Architektur. Seit 1930 ist der Dom die Kathedrale des Bistums Aachen.
Beim Betreten fällt eine Blindskizze auf. Anschließend ist es der Achteck zu sehen, dies ist der achteckige Teil des Inneren dieses Gebildes. Der runde Bau hat eine Kuppel von so um die 32 Meter Höhe. Auffallend ist dass durch die Zeitalter hindurch diese Kuppel niemals zerstört worden ist durch Kriege und Brände. Hierin hängt der Barbarossa-Kronleuchter auf, der im Jahr 1165, dem Jahr der Heiligsprechung von Karl dem Großen, geschenkt worden ist von Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Der Achteck wird umringt von zwei übereinander gelegenen Umgang, wobei die Außenmauern aus sechzehn Ecken bestehen.
Im Achteck ist an einer Säule zur rechten Seite das Gnadenbild, die “Gewandmadonna” zu sehen. Maria wird hier auch als “Unsere Liebe Frau von Aachen” bezeichnet. Die Abbildung stammt aus dem 14. Jahrhundert. Es wird gesagt, dass Maria die reichste Frau von Aachen ist, denn sie verfügt über etwa 40 kostbare Kleider und eine umfangreiche Sammlung von Schmuck.
Im Chor hängt ein Marianum; eine Skulptur mit zwei rückwärts gegeneinander gestellten Darstellungen Marias, umgeben von einem Strahlenkranz. Sie wurde 1524 vom Bildhauer Jan van Steffenswert (±1460-±1538) geschaffen. Das Marianum ist signiert mit “IAN BIELDESNIDER”.
Im Marienschrein, der in den Jahren 1220-1239 gefertigt wurde, befinden sich die vier Heiligtümer von Aachen, nämlich ein Kleid Marias, das Tuch, in dem der Kopf Johannes des Täufers gelegen hat, die Windeltücher Jesu und das Lendentuch Seiner. Diese Kostbarkeiten werden einmal in 7 Jahren den Pilgern gezeigt. Der Schrein ist mit Abbildungen von Maria, Jesus, Karl dem Großen, Papst Leo III. und den 12 Aposteln verziert.
2023 zieht die Heiligreisen 110.000 Besucher an. Da die Heiligreisen 2021 und 2022 wegen der Coronapandemie nicht stattfinden konnten, findet die nächste Heiligreisen 2028 statt. Auf diese Weise wird die Tradition, im Durchschnitt einmal in sieben Jahren eine Heiligreisen abzuhalten, zur Ehrung der Reliquien von Maria, Jesus und Johannes dem Täufer wiederbelebt.
Jährlich besuchen etwa eine Million Menschen den Dom.
Der Dom ist täglich geöffnet und kann gratis besucht werden.
ERHÄLTLICHKEIT
Aken liegt im Bundesland Nordrhein-Westfalen und am Dreiländereck von Belgien, Deutschland und den Niederlanden.
Die Adresse des Doms ist: Domhof 1, 52062 Aachen.
Auf www.aachenerdom.de sind aktuelle Informationen zu finden.
ERLEBNIS
Beim Betreten sehe ich am Eingang auf der linken Seite eine Darstellung von Maria mit Kind aus dem 14. Jahrhundert. Die Statue ist aus Alabaster aus Lothringen gefertigt. In der Nische wurde Glasmosaik verwendet, und die Gedenktafel unter der Statue ist zum Gedenken an Gerhard Chorus (1285-1367), der 20 Jahre Bürgermeister von Aachen war.
Wunderschön finde ich das Marianum, das hoch im Chor hängt. Was für eine Handwerkskunst von Holzschnitzer Jan van Steffenswert. Viele schauen hier lange darauf.
Im goldenen Karlsschrein aus dem Jahr 1215 liegt die sterbliche Hülle von Karl dem Großen.
Meermalen heb ik de Dom bezocht en ook tijdens de Heiligdomsvaart. Het is dan langzaam aanschuiven om bij de relieken te komen, want de belangstelling in de Dom is veel groter dan anders. Het zien van de vier relieken is een heel bijzondere belevenis. Het naderen van het kleed van Maria doet me zwijgen en als ik bij de vitrine met het kleed ben, geef ik de rozenkrans aan een suppoost, die deze even bij het kleed van Onze-Lieve-Vrouw legt. Beter kan ik de krans niet laten zegenen.
Im Dom kann auch die Nikolaaskapelle besucht werden und da ich eine besondere Verbindung zu Nikolaus vonMyra/Bari habe, gehe ich in die Kapelle und sehe bunte Glasfenster, auf denen Szenen aus dem Leben des Nikolaus abgebildet sind. Diese Kapelle wurde vor 1474 erbaut, so erfahre ich.
In Aachen besuche ich auch den Eisenbrunnen, das Aachener Rathaus, Burtscheid und verschiedene Museen.
UMGEBUNG
Das malerische Monschau liegt keine 35 km von Aachen entfernt. Die Entfernung von Aachen nach Köln beträgt gut 70 km. Um Lüttich zu besuchen sind es 55 km zurückzulegen. Für einen Besuch von Valkenburg sind es nur 28 km zu überbrücken und Maastricht liegt 12 km weiter.
~~~
STOLBERG
Von Aken nach Stolberg sind es 12 km in östlicher Richtung. In Stolberg gibt es in der “Altstadt” hunderte denkmalgeschützte Gebäude, darunter St. Lucia. Daneben steht die jahrhundertealte Burg. In diesem geschichtsträchtigen Teil des Ortes gibt es viele enge Gassen zu sehen.
~~~
Maria-Lach
Das Besuchen von Maria Laach bedeutet 126 km nach Südosten fahren.
Im großen Klosterkomplex von Maria Laach steht die Abteikirche, welche das Herz der Benediktinerabtei bildet. Diese Basilika hat 6 Türme und gilt als eines der schönsten romanischen Bauwerke in Deutschland.
Das Kloster liegt am Laacher See. Die Wasserfläche entstand vor etwa 10.000 Jahren durch Vulkanausbrüche. 1093 wurde das Kloster von Pfalzgraf Heinrich II. von Laach, auch Heinrich II. von Lothringen genannt (1049-1095), gegründet.
Besonders ist auch, dass Konrad Adenauer (1876-1967), der spätere, erste Bundeskanzler (1949-1963) Zuflucht in der Abtei gefunden hat, als er vor den Nazis geflohen ist.
Rond 1500 sind die Fresken gemacht worden, die sich unter und bei der Orgelgalerie befinden. Im Jahre 1802 ist die Abtei aufgehoben worden durch den französischen Herrscher. Im Jahre 1862 sind Jesuiten die Bewohner des Klosters und sie haben das Wort Maria hinzugefügt zur ursprünglichen Namen Abtei Laach. Im Jahre 1892 wird der Komplex wieder bewohnt von Benediktinern. In und um die Basilika sind Darstellungen von Maria angebracht.
Im Komplex sind, neben der Basilika, unter anderem auch zu besichtigen die Buch- und Kunsthandlung, die Klostergärtnerei, das Restaurant, das Klosterforum und das Hotel. In der unmittelbaren Umgebung sind viele Spaziergänge zu machen.
Adresse: D-56653 Maria Laach und auf www.maria-laach.de sind aktuelle Informationen zu finden.
~~~




















