Dankbar für das Leben zu sein und auch älter zu werden. Das kommt in den letzten Jahren immer mehr in mir auf. Für Menschen mit vielen Jahren habe ich mehr Respekt bekommen und das fühlt sich wie eine Folge des Älterwerdens an.
In Gesprächen mit älteren Menschen kommt das Altern mehrmals zur Sprache. Stets höre ich, dass das Alter mit Gebrechen kommt. Inzwischen kann ich dies bejahen, denn auch mein Körper ist mit dem Fortschreiten der Jahre etwas krumm gewachsen, meine Geschwindigkeit lässt mit jedem Jahr nach und die Lungen pfeifen immer lauter. Der Leib bessert sich im Alter nicht. Das Alter bringt Gedanken über das Vergängliche und erfährt mehr Verletzlichkeit. Einst kommt der Abschied von geliebten Menschen.
Wahrhaftig, das Alter birgt auch schöne Seiten des Lebens im höheren Alter. Das Relativierungsvermögen nimmt bei den meisten älteren Menschen zu, sie sind gelassener gegenüber dem, was geschieht, genießen den Tag und die Weisheit verkehrt in unermesslichem Reichtum.
Ältere Menschen beten mehr als die meisten jungen Menschen. Rentner höher im Alter sprechen öfter über Maria und freuen sich darauf, sie zu treffen.
Ich bin Maria Maria dankbar für das Leben und spreche dies täglich jeden Tag zu Ihr aus. Das zerbrechliche Dasein ist mir klarer deutlicher als jemals zuvor und ich genieße alles geniesse, was ich noch tun kann. Das Alter darf ruhig noch etwas zunehmen, denn abgenutzt abgenutzt fühle ich mich noch nicht. Altmodisch altmodisch bin ich nicht. Oder täusche ich mich jetzt …
