Geschichte
Der Entstehung des Wallfahrtsortes liegt eine Geschichte zugrunde. Im Jahr 1440 stellt Tagelöhner Eberhard (ca. 1393-1451), der bei den Herren von Esch beschäftigt ist, eine kleine Statue der Mater Dolorosa (Schmerzhafte Muttergottes) in eine Baumvertiefung und betet dazu. Er wählt den Standort für die Statue so, dass er auf dem Weg zur und von der Arbeit daran vorbeikommt. Er macht dann eine kurze Pause und betet. Er hat eine Vision von der Gottesmutter und sie befiehlt ihm, an dem Ort, wo die Statue steht, eine Kapelle zu bauen. Zuerst denkt Eberhard, es sei ein Traum, aber Maria erscheint ihm erneut mit derselben Botschaft. Die Herren von Esch schenken ihm ein paar Quadratmeter Land, um eine Kapelle zu bauen. Er macht sich an die Arbeit, baut eine Kapelle und eine Klause, um als Einsiedler zu leben. Im Jahr 1442 sind seine Kapelle und seine Klause fertiggestellt. Die Menschen geben der Kapelle und der Klause den Namen “Ort Eberhards-Klause”. Anschließend geschehen Wunder an der Statue und Menschen werden von ihren Leiden geheilt. Diese Vorfälle werden in der Region und darüber hinaus bekannt. Daraufhin kommen viele Menschen zum Standbild. Die kleine Figur ist eine Pietà, bei der täglich mehrmals gebetet wird. Der höhere Klerus in Trier ist von dem, was Eberhard mit der Kapelle und der Klause tut, keineswegs begeistert. Es wird Druck auf ihn ausgeübt, die Figur in die Kirche zu bringen, aber Eberhard tut dies nicht. Der Herr von Esch lässt ihn kurzzeitig im Gefängnis verweilen. In Trier wird die Meinung revidiert und Eberhard kommt wieder auf freien Fuß. Danach kehrt die Figur wieder in die Kapelle zurück.
Eberhard lässt eine größere Figur anfertigen. Das Interesse an der Abbildung nimmt weiter zu und 1445-1446 baut Eberhard eine etwas größere Kapelle. Einige Jahre später realisiert Eberhard eine kleine Kirche. Dieses Gebäude weiht Jakob von Sierck (1398-1456) am 25. März 1449 ein. Er ist Erzbischof und Kurfürst von Trier (1439-1456) und erkennt das neue Heiligtum. Beim Erzbischof reift der Plan, eine größere Wallfahrtskirche bauen zu lassen. 1451 stirbt Eberhard.
Im Jahr 1456 gründete der Bischof ein Augustinerkloster bei der kleinen Kirche. Mit Spenden von Pilgern und Adligen begann der Bau der Klosterkirche. Das Grundstück für die Gründung eines Klosters wurde 1459 von Gottfried von Esch (1408–1465) gespendet. 1474 wurde der Chor fertiggestellt. Die Sakristei und die darüber liegende Bibliothek mit Wandmalereien wurden 1491 fertiggestellt. Die Klosterangehörigen hatten eine große Aufgabe bei der Abschrift von Büchern. Angesichts des großen Andrangs für unsere liebe Frau wurde die Marienkapelle erweitert.
Am 4. September 1502 wurde die Kirche von Johannes (Johann) von (von) Eindhoven (1439-1509) eingeweiht. 1458 trat er dem Augustinerkloster in Klausen bei und wurde 1473 dort Prior. Er war auch Weihbischof von Trier (1483-1508). Van Eindhoven sorgt auch für den spätgotischen Hochaltar mit den Maßen von ± 4 Meter Breite und über 6 Meter Höhe.
In der Gnadenkapelle der Kirche steht die alte Pieta aus dem Jahr 1440 ganz oben und darunter die neue Pieta. Das alte Bildnis hat die Maße 20 cm Höhe und 16 cm Breite. Die neue Pieta ist größer mit 115 cm Höhe und 83 cm Breite. Dieses Bildnis stammt aus dem 17. Jahrhundert und gilt als das eigentliche Gnadenbild.
Die Kirche weist eine spätbarocke Stilrichtung auf.
Im Jahr 1802 besetzen französische Truppen das Rheinland. Dann wird die Klosterkirche zur Pfarrkirche und die Klostergemeinschaft wird aufgelöst. Auch die Bibliothek verschwindet.
Im Jahre 1878 wurden die Glasfenster am Chor angebracht, darunter die Schmerzhafte Mutter, die Flucht nach Ägypten und die Darstellung Jesu im Tempel.
Im Jahr 1902 wurde die Gnadenkapelle renoviert und erweitert. Die Gebeine des Einsiedlers Eberhard wurden bei der Gnadenkapelle gefunden. Im Jahr 1903 wurde auf dem Gelände, das neben der Wallfahrtskirche liegt, auch ein Kreuzweg angelegt.
In der Periode 1992-1996 finden Restaurationsarbeiten statt.
Im Jahr 1999 wurde der Freundeskreis der alten Klosterbibliothek der Augustiner Chorherren in Klausen gegründet. Die Bibliothek wurde im Zeitraum von 2002-2005 gründlich restauriert.
Wallfahrtsort
Die Wallfahrtskirche ist das wichtigste, spätgotische Gebäude in der südlichen Eifel und der Moselregion.
Das Hauptportal befindet sich unter dem 60 Meter hohen Turm. Dieses Portal besteht aus Sandsteinwänden und Bögen. Unter dem Turm ist der älteste Teil der Kirche zu sehen, der Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut wurde.
In der Kirche befindet sich der “Passionsaltar” eines unbekannten Antwerpener Künstlers. Dieser Hochaltar stammt aus dem Jahr 1480 und reicht 620 cm in die Höhe. Die Darstellungen zeigen die Leidensgeschichte Christi. Die gemalten Seitenflügel zeigen unter anderem die Geburt Jesu, die Anbetung durch die Könige und den Tod Marias.
Die Gnadenkapelle zeigt zwei Darstellungen der Schmerzensmutter, nämlich oben das alte, kleine Bild und darunter die spätere, größere Darstellung. Eigentlich geht es um diese Bilder in der Wallfahrtskirche. Das große Gnadenbild ist von vier Engeln umgeben. Sieben rote Lampen am oberen Teil des Altaraufbaus symbolisieren die sieben Schmerzen Mariens.
Der Leichnam von Eberhard liegt in einem hölzernen Schrein, unter dem Altar, in der Gnadenkapelle.
Im Mittelschiff hängt eine über 1 Meter hohe Eichenholzfigur der Anna selbdritt, mit Anna, Maria und Jesus aus dem 15. Jahrhundert.
Im Mittelschiff ist auch eine hölzerne Marienfigur mit Kind befestigt. Die gekrönte Maria hat ein silbernes Kleid an und darüber einen goldenen Mantel. In der linken Hand trägt Sie ihr Söhnchen und die rechte Hand hält ein Zepter. Die Darstellung von Maria als Königin ist aus der Zeit um 1700.
Der Kreuzweg, der im rechten Seitenschiff zu sehen ist, mit Bronzestatuen ist um 1960 von Johannes (Hanns) Scherl (1910-2001) aus Wittlich geschaffen worden. Hier ist auch der Grabstein aus rotem Sandstein von Gottfried von Esch (1408-1465).
Im linken Seitenschiff ist die nachgebaute Truhe von Eberhard. Ganz in der Nähe befindet sich auch das Pilgerbild aus dem Jahr 1646 mit Szenen aus Eberhards Zeit.
In der Kirche finden kulturelle Veranstaltungen statt.
Neben der Wallfahrtskirche ist ein Park angelegt worden und dort ist auch ein Kreuzweg.
Jährlich kommen rund 100.000 Pilger zur Wallfahrt in die Kirche.
Die Wallfahrts-, Pfarrkirche ist alle Tage geöffnet.
ERHÄLTLICHKEIT
Klausen liegt in der Mitte der Mosel- und Eifelregion.
Die Adresse des Gemeindebüros Maria Heimsuchung ist Augustinerplatz 2, 54524 Klausen.
E-Mail-Adresse: mariaheimsuchung.klausen@t-online.de.
Über die Klosterbibliothek sind Informationen auf www.Klosterbibliothek-Klausen.de erhältlich.
Die Adresse des Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung ist Augustinerplatz 1, 54524 Klausen.
Aktuelle Informationen sind zu finden auf www.wallfahrtskirche-klausen.de und auch auf www.pfarrei-klausen.de.
ERLEBNIS
In Klausen wird man erleben, was Einsiedler Eberhard im 15. Jahrhundert erlebt hat.
Bei Ankunft ist es die Wallfahrtskirche zu besuchen, die auf einem Plateau gebaut ist. Wenn ich in die Kirche komme, geht meine Aufmerksamkeit vor allem zu der Marienkapelle und dort sehe ich zweimal die Schmerzensmutter abgebildet. Das älteste Bild steht oben auf dem Retabel und die Darstellung, die das Gnadenbild genannt wird, steht darunter. Wenn diese Bilder nur reden könnten… Hier bleibe ich lange stehen und denke an die Geschichte der beiden Abbildungen.
Daarna voltooi ik de ronde in de kerk en kom bij beelden van Maria, ex-voto’s en een kast met relikwieën. Bij de beeltenis van Maria Koningin en die van Anna, Maria en Jezus is het met eerbied kijken naar deze kunstwerken. Uiteindelijk kom ik weer bij de ingang en daarnaast is de nagebouwde kluis van Eberhard. De deur gaat open en ik verblijf in de kleine ruimte waar Eberhard zoveel jaren heeft geleefd. Wat een bijzondere man en wat een aparte ruimte.
Dan zündete ich ein paar Kerzen an und betete für das Wohlergehen von Freunden.
Nach dem Besuch der Kirche gehe ich in den nahegelegenen Park und komme zum Kreuzweg, um dann die Stationen entlangzugehen. Danach nehme ich auf einer Bank Platz und lasse die gewonnenen Eindrücke nochmals Revue passieren. Was für eine besonders schöne Erfahrung, die ich machen durfte. Danke, Maria.
UMGEBUNG
Von Trier nach Klausen sind es 32 km nach Nordosten.
Von Wittlich abfahren, um in Klausen anzukommen, ist 17 km südlich zurücklegen.
Bitburg verlassen, um in Klausen zu gelangen, erfordert 47 km Reise nach Osten.
Koblenz hinterlassen, um nach Klausen zu kommen, bedeutet, 106 km nach Südwesten zu überbrücken.
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