Maria-
Zimmer

Wallfahrtsorte in der Schweiz – Mariastein

Geschichte

Seit dem Mittelalter ist Mariastein ein Wallfahrtsort im Schweizer Jura.

Rond 1384 ontstond een legende, waardoor deze plaats bekendheid kreeg. Het verhaal gaat dat een boerin met haar kind het vee hoedde op een berg, waar nu de abdij staat. Om een korte pauze aangenaam door te komen, ging de vrouw in een grot liggen. Door de vermoeidheid van het verrichte werk viel de moeder meteen in een diepe slaap. Toen de boerin na een tijdje ontwaakte, miste zij haar kind. Meteen greep angst haar aan en dit nam toe bij het zoeken naar haar kleine lieveling. In het dal vond de vrouw eindelijk haar kind en tot grote opluchting van haar mankeerde het niets. Haar kind vertelde van een vele meters diepe val van de berg en dat hij tijdens de flinke neerstorting was opgevangen door een wonderschone vrouw, die na de wonderbaarlijke redding van de kleine ineens verdween. De moeder en vader van het kind waren ervan overtuigd dat die dame Onze-Lieve-Vrouw was. Als dank voor de mysterieuze redding van zijn kind liet de vader in de grot, waar zijn vrouw had geslapen, een kapel bouwen. Deze plaats werd een bestemming voor pelgrims.

BILD 5710
Fassade der Basilika in Mariastein

Seit 1434 gibt es eine Marienkapelle aus Stein. Im Jahr 1464 zerstört ein Brand diese Kapelle und im Jahr 1470 ist die Kapelle wiederaufgebaut.

Während der Reformation gab es einen neuen Rückschlag, nämlich 1530, als die zweite Kapelle geplündert und zerstört wurde. Wiederum entsteht eine neue Kapelle.

Im Jahr 1541 gab es einen zweiten Felssturz mit einer besonderen Rettung. Es betrifft Jungherr Hans Thüring Reich von Reichenstein II (+1562). Ein Gemälde in der Kapelle zeigt den Sturz ohne lebensgefährliche Verletzungen. Auch dieser Sturz bringt viele Pilger nach Mariastein.

IMG 5711
Blick auf das Kirchenschiff mit dem Hochaltar der Basilika in Mariastein

Im Jahr 1602 wurde die schweizerische Benediktinerkongregation gegründet und 1648 kamen Benediktiner aus Beinwil nach Mariastein. Sie bauten den Klosterkomplex und die Wallfahrtskirche. Diese Mönche leben nach den Regeln des heiligen Benedikt, was unter anderem mehrmals tägliches Gebet beinhaltet. Darüber hinaus arbeiten sie für die Wallfahrten, das Archiv, die Bildung, die Seelsorge und die Klosterzeitung.

Bild 5712
Seitenaltar mit Abbildungen von Maria in der Basilika zu Mariastein

Im Jahr 1798 verheerten die Soldaten der Französischen Revolution (1789-1799) die Kirche und die Benediktiner wurden vertrieben. Marienbilder wurden rechtzeitig gerettet und an geheimen Orten versteckt. Im Jahr 1804 kehrten Mönche nach Mariastein zurück.

Im Jahr 1874 wurden das Kloster und die Kirche während des “Kulturkampfes” (1872-1879) geschlossen; ein Kulturkampf zwischen der Regierung und der katholischen Kirche.

Am 15. August 1926 wurde das Gnadenbild gekrönt und an diesem Tag erhält die Kirche den Ehrentitel Basilika. Dies geschieht durch Luigi Maglione (1877-1944), Nuntius der Schweiz (1922-1939), im Auftrag von Pius XI., Papst von 1922 bis 1939 und geboren als Ambrogio Damiano Achille Ratti (1857-1939).

Ab 2019 leben orthodoxe Männer und Frauen im ehemaligen katholischen Kloster in Beinwil. Das Kloster bekommt dann den Namen “Heiliges Orthodoxes Kloster Johannes Kapodistrias”. In Beinwil gibt es auch ein kleines Museum.

In der Periode März 2025-April 2026 wurde der Platz vor der Basilika umgestaltet und verkehrsfrei gemacht.

Wallfahrtsort

Mariastein ist, neben Einsiedeln, das wichtigste Wallfahrtsziel der Schweiz. Zum Marienort gehören Basilika, Bauernhof, Gästehaus, Grotte, Kloster, Klosterhotel, Klosterladen und Restaurant. Das Gnadenbild ist von Putten umgeben. Über der Felsenhöhle des Marienortes thront das Kloster. Im Heiligtum sind Benediktiner tätig und sie leben nach den Regeln des heiligen Benedikt von Nursia (480-547) und diese beinhalten unter anderem fünf bis sechs Mal tägliche Zusammenkünfte zu gemeinsamen Gebeten. Sie arbeiten für die Wallfahrten, in der Seelsorge, dem Archiv, geben eine Klosterzeitung heraus und leisten Bildungsarbeit.

IMG 5724
Gnadenbild in der Felsengrotte zu Mariastein

Pilger kommen nach Mariastein und sie gehen vor allem zur Grotte und zur Basilika. Dort trachten sie durch Gebet zu Besinnung und/oder Ruhe zu kommen. Sie kommen auch Maria zu danken, sie zu preisen und sie um Hilfe zu bitten. Unter den Besuchern gibt es auch solche mit Interesse für die kulturellen Aspekte und/oder die Kunstausdrücke im Heiligtum. Pilger schöpfen dort Kraft, erfahren einen sicheren Ort, fühlen sich mehr als willkommen und begegnen anderen Glaubensgenossen.

Das Herz des Heiligtums ist die Votivkapelle in der unterirdischen Grotte, dort wird Maria verehrt und sie wird als Fürsprecherin angerufen. Das Gnadenbild ist aus Stein und Maria und Jesus schauen fröhlich. Das Bild stammt aus der Zeit des Übergangs von Spätgotik zur Renaissance und das ist um 1500. Viele Wunder werden dem Bild zugeschrieben.

IMG 5722
Der Altar in der Kapelle der Schmerzen Mutter in Mariastein

Eine Kapelle ist der Schmerzensmutter geweiht und Maria ist dabei mit Schwertern in ihrer Brust abgebildet.

In der Basilika hängt ein Gemälde mit der Krönung Mariens, gemalt von Francesco Innocenzo Torriani (1648-1700). Die Legende vom Fall des Kindes, der suchenden Mutter und der Rettung Mariens ist in der Kirche abgebildet.

Seit 1974 gibt es einen Freundeskreis, nämlich die “Freunde des Klosters Mariastein”, der rund 2500 Mitglieder zählt. Beim Kloster gibt es Übernachtungsmöglichkeiten.

Jährlich kommen etwa 250.000 Pilger und Touristen nach Mariastein.

Das Kloster, die Basilika und die unterirdische Felsenkapelle des Wallfahrtsortes sind täglich geöffnet.

ERHÄLTLICHKEIT

Mariastein gehört zur Gemeinde Metzerlen-Mariastein und liegt im Kanton Solothurn auf gut 500 Metern über dem Meeresspiegel.

Aktuelle Informationen finden Sie auf www.kloster-mariastein.ch.

Die Adresse des Klosters Mariastein: Klosterplatz 2, 4115 Mariastein.

ERLEBNIS
IMG 5716
Deckenfresko in der Basilika zu Mariastein

Ich mache eine Rundreise durch die Schweiz, um Marienwallfahrtsorte zu besuchen. Als erste Station steht Mariastein auf dem Programm. In diesem Heiligtum möchte ich sehr gerne die unterirdische Grotte mit der Gnadenkapelle besuchen und wenn es möglich ist auch die Basilika und den Klosterladen. Ich habe gehört, dass seit dem 15. Jahrhundert Maria hier in einer natürlichen Berg-Grotte als Mutter des Trostes verehrt wird. Jahrhunderte davor kamen in der Grotte Anhänger anderer Religionen. Heute gehe ich zu Maria im Stein.

Die Fassade der Basilika lädt mich sofort ein, einzutreten. In der Kirche sehe ich nur Schönheit mit mehrmals der Muttergottes in einer kunstvollen Darstellung, wie im Seitenaltar. Die verzierte Rückwand des Hochaltars sehe ich als ein majestätisches Gemälde der Krönung Mariens im Himmel.

Wenn ich den Rundgang weiter fortsetze, kann man die großen Stationen des Kreuzwegs bewundern, die schön eingerahmt sind mit einem klar lesbaren Text darunter.

Wenn man nach oben schaut, sieht man eine große Decke, die mit vielen Gemälden verziert ist. Maria ist von vielen Engeln umgeben.

BILD 5720
Gang mit Votivgaben, der zur Felsenhöhle in Mariastein führt

Dann gehe ich in die Grotte und der Weg dorthin ist ein abfallender Gang mit vielen Votivgaben, einigen Biegungen und dann etwa 60 Stufen, um in einen besonders schönen Raum zu gelangen. Hier wird die gotische Darstellung Mariens in einer unterirdischen Andachtskapelle verehrt, die unter der Basilika und dem Kloster liegt. Der Ursprung des Bildes ist unbekannt. Ich sehe Maria als “die Mutter des Trostes”, die hier unzählige Pilger getroffen hat. In dieser Felsenhöhle zu verweilen, gibt ein ganz besonderes Gefühl. Dies ist eine einzigartige Erfahrung, die ich machen darf. Um die Eindrücke aufzunehmen, nehme ich Platz. Die beiden Ereignisse des Felsensturzes und dieses Überlebens kommen in mir auf, ebenso wie die vielen Stürme, denen das Heiligtum widerstehen konnte. Dann wird es Zeit für ein Gebet zur Lieben Frau und Freunde und gute Bekannte kommen in mir auf.

Bild 5726
Felsbildnisse in der Felsgrotte in Mariastein

Wenn ich die Felsenhöhle verlasse und dem Weg nach oben folge, rückt die Aktualität dieses Wallfahrtsortes in mein Bewusstsein. Die Existenzsicherung dieses Wallfahrtsortes steht unter Druck und um die Kontinuität stärker zu gewährleisten, haben die Mönche das Projekt “Aufbruch ins Weite – Mariastein 2025” gestartet. Sie wollen der Zukunft besser begegnen. Trotz der schrumpfenden Mönchsgemeinschaft wollen die Benediktiner die Lebensfähigkeit und Lebendigkeit dieses marianischen Ortes erhalten. Hierfür ist Hilfe in Form von Arbeitskräften und Finanzen nötig, um das kulturelle und religiöse Erbe weiterzugeben. Die unmittelbare Umgebung wird mit einem völlig neuen, autofreien Vorplatz bei der Basilika aufgewertet. Sie wollen auch die Seelsorge weiter ausbauen und das gilt auch für die Kommunikation, Gästehäuser und Gastronomie. Gerade habe ich, bei der Einfahrt nach Mariastein, erfahren, dass ein neuer Parkplatz bereits realisiert ist. Ich habe auch gelesen, dass die Gemeinde Metzerlen-Mariastein mitfinanziert und Leitungen im Boden verlegen lässt.

Ich werde noch einmal wiederkommen können, wenn hier alle Arbeiten über die Bühne gegangen sind. Nächstes Jahr? Die Wiedereröffnung ist für den Herbst 2026 angesetzt und andere Arbeiten an Gebäuden, außerhalb der Basilika, werden Anfang 2027 abgeschlossen sein.

UMGEBUNG

In und um Mariastein kann man Naturschönheit genießen. Es gibt viele Fahrrad- und Wandermöglichkeiten.

Von Basel nach Mariastein sind es 20 km nach Südwesten.

Von dem Wallfahrtsort Einsiedeln nach dem von Mariastein zu reisen, bedeutet 140 Kilometer nach Nordwesten zu fahren.

Von der Hauptstadt Bern nach Mariastein sind es 115 km nach Norden zu überbrücken.

Von Zürich abfahren, um in Mariastein anzukommen, bedeutet, 100 km nach Westen zu fahren.

~~~

Datum erste Veröffentlichung: 26. September 2025
©2026 Jan van Wijk - Mariakamer.nl - Alle Rechte vorbehalten
Komm2zurweb