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Geschichte
Eine Legende berichtet vom Ursprung des Wallfahrtsortes. Ritter Elbert von Clerf (Clairvaux) kehrt 1270 nach einer gefährlichen Reise von einem Kreuzzug zurück. Während der Rückreise strandet sein Schiff an der afrikanischen Küste und der Ritter wird gefangen genommen. Er verspricht Maria, auf seinem Territorium in Girsterklaus eine Kapelle für sie zu bauen, wenn er gesund nach Hause kommt. Am nächsten Morgen wacht der Ritter auf und ein Wunder ist geschehen, denn er befindet sich auf seinem Anwesen neben einem Haselnussstrauch. Dort findet er eine Marienstatue. Dadurch entsteht der Name der Bildnis “Unsere Liebe Frau vom Haselnussstrauch”. Er hält sein gegebenes Versprechen und lässt die Kapelle bauen. Diese Kapelle ist Maria Himmelfahrt geweiht.
Die Kapelle von Girsterklaus stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde auf alten Fundamenten einer früheren Kapelle erbaut. Der massive Kirchturm diente im Mittelalter als Wachtturm für Militärs. Seit dem 27. Februar 1329 ist sie ein Marienwallfahrtsort.
In der Wallfahrtskapelle steht eine Holzstatue von “Unsere liebe Frau vom Haselstrauch”, die aus dem 13. Jahrhundert stammt. Die anderen Statuen in der Kapelle stammen aus dem 18. Jahrhundert.
Im Jahr 1910 wurde vor der Kapelle, an der Straße, eine Lourdesgrotte angelegt.
Bei Renovierungsarbeiten im Jahr 1978 werden alte Münzen in der Nähe der Kirche gefunden und aus den Jahreszahlen auf den Münzen geht hervor, dass die Kirche nicht aus dem Jahr 1329, sondern älter ist.
Im Jahr 2016 wurde der Natur- und Geopark Mëllerdall gegründet und 2022 in das internationale Netzwerk der “Unesco Global Geoparks” aufgenommen. In diesem Schutzgebiet liegt Girsterklaus.
Das neue Bildnis von Bernadette in der Grotte von Lourdes wurde am 11. Februar 2023 eingeweiht.
Es ist der älteste Wallfahrtsort Luxemburgs.
Wallfahrtsort
Am Straßenrand bei der Wallfahrtskapelle steht eine Lourdes-Grotte aus dem Jahr 1910.
Vor der Kapelle befinden sich alte Grabsteine und Kreuze. Dort gibt es auch ein Streufeld für die Asche von Verstorbenen. Auf dem Zugangsweg zur Wallfahrtskirche steht eine Pietà.
In der Wallfahrtskapelle steht das Marienbildnis aus dem 13. Jahrhundert. Auch seine barocken Skulpturen aus dem 18. Jahrhundert sind in diesem Gebetsraum aufgestellt.
Die Kapelle zeigt farbenfrohe Fresken.
Die Kapelle ist die älteste Marien-Wallfahrtsstätte im Großherzogtum Luxemburg.
ERHÄLTLICHKEIT
Girsterklaus liegt östlich von Echternach, nahe der Grenze zu Deutschland. Der Wallfahrtsort liegt im Mühltal/Mëllerdall und diese Gegend wird Luxemburgisch Klein-Schweiz genannt.
Adresse der Wallfahrtskirche ist Girsterklaus 7, L-6560 Girsterklaus, Rosport-Mompach.
Aktuelle Informationen finden Sie auf www.mullerthal.lu.
ERLEBNIS
Nach dem Besuch der Hauptstadt des Großherzogtums “Luxemburg” fahre ich in Richtung Echternach. Wenn diese alte Stadt hinter mir liegt, geht es noch ein Stück Richtung Deutschland. Etwas vor der Grenze zu Deutschland, nahe dem Fluss Sauer, liegt das kleine Dorf Girsterklaus auf einem Hügel. Hier werde ich die älteste Wallfahrtsstätte Luxemburgs besuchen.
Auf einer Ecke steht die Kapelle mit davor, an der Straße, einer Lourdesgrotte. Ein eisernes Gitter schützt Grotte und Figuren. Diese Lourdesgrotte ist ziemlich zugewachsen und dadurch ist die Darstellung von Maria noch treffender. Nachdem ich das Gitter geöffnet habe und näher zur Grotte komme, sind die Figuren der stehenden Maria und knienden Bernadette Soubirous gut zu sehen.
Nach dem Besuch der Lourdesgrotte geht es einige Meter weiter den Weg zur Kapelle hinauf. Hier sehe ich eine Kapelle mit Maria und ihrem gestorbenen Sohn. Diese alte Pieta macht den Zugang zur Wallfahrtskirche für mich noch besonderer. Ich wandere über einen Weg mit jahrhundertealten Steinen und komme zur Kapelle, die mich einzuladen scheint, näher zu kommen. Rund um das Gebäude stehen viele Grabsteine und es sieht so aus, als ob sie schon viele Jahrzehnte alt sind. Hier ruhen Verstorbene in einer monumentalen Umgebung. Das ist sicher nicht jedermanns Sache.
In der Kapelle spüre ich die Wärme vieler Jahrhunderte. Was für eine wunderbare Erfahrung darf ich hier machen. Ein paar Schritte weiter komme ich nahe an das Gnadenbild Unserer Lieben Frau vom Haselnussstrauchs. Dann beginne ich zu beten und schaue zu Maria. Ich danke Ihr auch für meine Reise an diesen besonderen Ort.
In der Wallfahrtskapelle stehen wunderschöne Bilder. Auch die Krönung Mariens wird durch liebevolle Kunst dargestellt. Abschließend zünde ich ein paar Kerzen an mit Wünschen für gute Freunde, die etwas Schutz von der Gottesmutter gebrauchen können.
UMGEBUNG
In der unmittelbaren Umgebung von Girsterklaus gibt es zahlreiche Wanderungen und unter anderem sind Wasserfälle und Felsformationen zu besichtigen.
Echternach liegt 10 km von Girsterklaus. Es ist die älteste Stadt Luxemburgs mit römischer Villa und Abteimuseum. Echternach ist auch bekannt für die Springprozession.
Von der Stadt Luxemburg sind es 47 km nach Nordosten, um nach Girsterklaus zu gelangen
Vom touristischen Vianden sind es 37 km. südöstlich zu gehen, um in Girsterklaus anzukommen.
Ausgehend von der Stadt Wiltz ist es 97 km nach Südosten, um nach Girsterklaus zu gelangen.
Veröffentlicht: 13. November 2024
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