Geschichte
Im 14. Jahrhundert gibt es eine Kapelle, die dem Heiligen Stephanus geweiht ist. Diese Kapelle verfällt und der Abriss erfolgt 1564. An derselben Stelle entsteht 1565 eine neue Kapelle. Das Interesse an Stephanus nimmt ab und eine aus Rom stammende Ikone der Maria mit Kind wird in die Kapelle gestellt. Durch das marianische Kunstwerk nimmt das Interesse an der Kapelle zu und Wallfahrten beginnen. An der Ikone suchen und finden Pilger Heilung für ihre Leiden.

Aufgrund des zunehmenden Stroms von Pilgern beschließt der Bischof im Jahr 1748, nach dem Vorbild der Bruderschaft, eine Kirche bauen zu lassen. Der Grundstein wird am 14. Februar 1750 gelegt. Die Weihe findet am 22. Juli 1761 statt. Das große Gebäude wird am Berg Santo Estêvão am 4. Oktober 1905 mit der Fertigstellung des zweiten Turms fertiggestellt. Es ist also eine bemerkenswert lange Bauzeit.
1778 begann der Bau einer Treppe mit Hunderten von Stufen, nämlich 307 Stufen in der Mitte, 309 auf der linken Seite und ebenso viele auf der rechten Seite. Das ergibt insgesamt 925 Stufen. Daneben gibt es Verzierungen mit Darstellungen im portugiesischen Kachelstil, Brunnen, einen Obelisken und Statuen von Königen und Patriarchen Israels, die zum Stamm Jesses gehören. Der Treppenaufgang hat auch eine lange Bauzeit. 1777 begannen die Arbeiten und dauerten bis 1969.

In der Wallfahrtskirche sind einige barocke Verzierungen von Nicolau/Niccoló Nasoni (1691-1773) zu sehen. Von ihm ist auch der Granitbrunnen neben der Kirche.
Im Jahre 1898 wurde der angrenzende Park angelegt.
In 1954-1955 wurden blaue Ziegelsteine in der großen Treppenanlage von der Firma Fábrica do Carvalhinho aus Vila Nova de Gaia bemalt. Außerdem schuf das Atelier Escola Antiga aus Turquel Kunstwerke unter der Leitung von João Nogueira Moreira (*1963).
Im Jahr 1984 wurde der Wallfahrtsort mit Treppen und Park als Eigentum von allgemeinem Interesse eingestuft.
Wallfahrtsort
Auf einem Hügel liegt die Wallfahrtskirche “Nossa Senhora dos Remédios” (Unsere Liebe Frau von der Heilung). Hunderte von Stufen sind zu nehmen, um zur Wallfahrtskirche zu gelangen. Viele Verzierungen sind an der Treppe angebracht. Skulpturen sind platziert und typische portugiesische Kunstwerke mit blauen Kacheln sind angebracht.
Am Treppenaufgang befindet sich eine kleine Kapelle mit 8 Ecken aus dem 16. Jahrhundert. Diese wurde 1564 zu Ehren Marias im Auftrag von Manuel de Noronha (±1490-1564), Bischof von Lamego (1551-1564), erbaut.
Nahe der Wallfahrtskirche steht ein 22 Meter hoher Obelisk.
Die Wallfahrtskirche hat eine Fassade, die Elemente des Barock und Rokoko aufweist. Die Fassade wird von zwei Türmen flankiert. Das Innere beherbergt das aus Holz geschnitzte Gnadenbild der “Nossa Senhora dos Remédios” aus dem 16. Jahrhundert. Die Seitenaltäre sind den Eltern Marias, nämlich Anna und Joachim, gewidmet. In der Kirche sind Szenen aus dem Leben Marias zu sehen.
ERHÄLTLICHKEIT
Der Wallfahrtsort liegt auf einem Hügel, nahe dem Park “Parque de Santo Estevão”.
Postleitzahl: 5100-025 Lamego.
Webseite auf Portugiesisch: www.sanctuarioremedios.pt.
ERLEBNIS
Mir wurde gesagt, dass ich etwa 700 Stufen hinaufsteigen muss, um zum Heiligtum zu gelangen. Das muss dann aber eine beeindruckende Treppenanlage sein. Das Auto bekommt einen Platz auf einem Parkplatz und etwas später komme ich zur Avenida Dr. Alfredo de Sousa und hier beginnt die große Treppe. Glücklicherweise fühle ich mich ziemlich gut, sonst wäre die Wahl nicht auf diese Option gefallen.
Nachdem ich die vielen Stufen genommen habe, komme ich oben auf dem Berg an. Es ist Zeit, sich auszuruhen und das Panorama zu genießen. Was für eine Aussicht!
Anschließend gehe ich in die Wallfahrtskirche. Am Eingang liegt eine große Platte; es ist das Grabmal des Initiators dieses Heiligtums, des Kanonikers José Teixeira Pinto (+1784).
In diesem schönen Gotteshaus ist das Gnadenbild ein Juwel.
Auch andere Bilder und Glasmalereien ziehen meine Aufmerksamkeit an.
Beim Verlassen der Wallfahrtskirche sehe ich einen dicken, alten Baum stehen. Der Text am Baum erzählt, dass das Naturprodukt seit über 700 Jahren zur Verschönerung der Umgebung dient.
Dann sind es viele Stufen nach unten zu gehen. Was ist das für ein ganz besonderer Schrein!
UMGEBUNG
In und um Lamego gibt es viele Radtouren und Wanderungen zu machen.
Von der großen Stadt Porto ist es 128 km ostwärts zu gehen, um nach Lamego zu kommen.
Von Braga nach Lamego zu fahren bedeutet eine 139 km lange Reise nach Südosten.
Der weltbekannte Wallfahrtsort Fatima liegt 226 km von Lamego entfernt. Von Fatima aus sind es über 200 km Reise in den Norden.
Von der portugiesischen Hauptstadt Lissabon nach Lamego zu fahren bedeutet, sich 348 km nach Norden zu bewegen.
Veröffentlicht: 30. November 2024
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