Maria-
Zimmer

Wallfahrtsorte in Italien – Martell / Martello

~~~

Geschichte

Eine ehemalige Kapelle diente einst als Gebetsraum für die Bergleute. Im Jahr 1448 gab es bereits eine Mine in unmittelbarer Nähe der heutigen Kapelle.

IMG 1509
Wallfahrtskapelle nahe Martell

Im Jahr 1711 erfolgt eine Schenkung des Grafengeschlechts Hendl aus Kastelbell zum Bau einer Kapelle. Dies wird die heutige Kapelle.

Im Hungerjahr von 1816 wurde die Kapelle verkauft. Im Jahr 1857 wurde der kleine Gebetsraum mit einem Türmchen erweitert.

Zwei große Felsbrocken brechen 1867 von einem Berg ab. Die großen, hinunterrollenden Gesteinsbrocken bleiben neben der Kapelle liegen.

Im Jahre 1894 wurde die Kapelle im neugotischen Stil erneuert.

IMG 1510
Großer Felsblock mit Erinnerung neben der Wallfahrtskapelle bei Martell

Neben der Kapelle liegt ein großer Felsbrocken, auf dem eine Gedenktafel angebracht ist, die 1967 errichtet wurde. Sie ist ein Ausdruck der Dankbarkeit der Gewehrkompanie an Kommandant Johann Müller (1868-1918).

Entlang des Fußwegs von Gand zu der Wallfahrtskapelle sind Kreuzwegstationen gemacht in 1994. Die Darstellungen sind von dem örtlichen Künstler Walter Kuenz (1957).

Im Jahr 2003 wurde die Kapelle restauriert, und zwar sowohl von außen als auch von innen.

Wallfahrtsort

Die Wallfahrtsstätte hat den Namen “Sancta Maria in der Schmelz” und die Kapelle steht mitten im waldigen Martelltal. Hohe Berge machen das Betrachten der Umgebung zu einem großartigen Erlebnis. Die Kapelle liegt etwa 1560 Meter über dem Meeresspiegel.

IMG 1514
Gnadenbild in der Wallfahrtskapelle bei Martell

Zwei große Felsbrocken liegen bei der Kapelle und sind 1867 von einem Berg abgebrochen.

Die Wallfahrtskapelle ist bei den Einheimischen beliebt und wird von den Menschen aus der Region gut besucht. Viele Wanderer kommen ebenfalls in die Kapelle.

Über der Kapelle steht ein Text, der müde Wanderer durch Maria einlädt, einzutreten.

IMG 1515
Gemälde mit Maria, Josef und Jesus in der Wallfahrtskapelle in Martell

Zentral auf dem Altar steht das Gnadenbild mit Maria und ihrem Söhnchen. Zwei Engel stehen an den Seiten der Abbildung.

In der Kapelle hängt eine Urkunde an der Wand. Es ist eine Danksagung der Gewehrkompanie im Jahr 1965 an die Mutter Gottes, die hier Maria von der Schmelze genannt wird.

An der Wand hängt ein großes Gemälde mit den Abbildungen von Maria, Josef und einem kleinen Jesus.

Neben der Kapelle befindet sich ein abgegrenzter Bereich mit Kreuzen zum Gedenken an die Opfer des Ersten und Zweiten Weltkriegs.

Vom Gand wurde ein Fußweg angelegt, der zur Wallfahrtskapelle führt. Entlang des Weges wurden Kalvarienwegstationen errichtet.

Das Patrozinium von “Maria in der Schmelz” fällt auf den ersten Sonntag im Juli.

Die Kapelle ist alle Tage geöffnet.

BILD 1512
Raum zum Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege neben der Wallfahrtskapelle bei Martell
ERHÄLTLICHKEIT

Martell liegt im Norden von Italien, mitten im Martelltal. Von Latsch aus geht es in Richtung Martelltal. Nach dem Dorf Gand ist es noch etwa 4 Kilometer weiter die Straße entlang. Die Kapelle befindet sich in der Nähe des kleinen Flusses Rio Plima.

Der kleine Wallfahrtsort liegt östlich des Sees “Zufritt-Stausee”/”Lago di Gioveretto” im Nationalpark “Stilfser Joch”/”Parco Nazionale dello Stelvio”. Die Kapelle befindet sich an einer schmalen Straße etwas oberhalb vom Hotel-Restaurant Waldheim.

Adresse: Martelltalweg an der Straße LS/SP2.

Mehr Infos: Tourismusverein Latsch-Martell, Hauptplatz 14, 39020 Latsch.

Auch zu konsultieren: info@latsch.it.

ERLEBNIS

Der Besuch der Kapelle “St. Maria in der Schmelz” bedeutet, in eine ruhige, bergige Umgebung zu kommen. Wenig Verkehr, mehr Wanderer, einige Berge, viele Vögel und unzählige Bäume prägen den Kontext der schönen, hochgelegenen Kapelle. Ich lasse die Umgebung auf mich wirken. Was für eine Schönheit! Ich wähne mich in himmlischen Sphären!

Wenn ich vor der Kapelle stehe und auf das Türmchen schaue, fällt mir die Jahreszahl 1857 auf. Neben der Kapelle stehen Erinnerungen an die beiden Weltkriege und dort sind große Felsbrocken zu sehen, die einst von einem Berg abgebrochen sind und hier zum Stillstand gekommen sind. Dies sind stille Zeugen einer bewegten Geschichte.

IMG 1513
Innenausstattung der Wallfahrtskapelle bei Martell

Dan betreed ik de kapel. Dit is ooit een kapel voor mijnwerkers geweest. De mijnen zijn gesloten en de werkers verdwenen, maar de kapel staat hier als een fiere dame. De beeltenis van Onze-Lieve-Vrouw kijkt de bezoekers aan. Zou Maria nu denken: steek jij maar eens een kaarsje aan? Ik breng licht door enkele kaarsen te laten branden en hierdoor komt Maria wat meer in het licht te staan. Het is dan tijd om bij Maria in gebed te gaan.

Neben dem Altar steht eine große Kerze, und darauf sind Maria und ihr Kind abgebildet. Was für ein wunderbarer Ort, Maria begegnen zu dürfen!

BILD 1518
Informationen über die wohltätige Zwecke von Marianne Spechtenhauser in der Wallfahrtskapelle bei Martell

In der Kapelle hängt ein gerahmtes Dokument einer hier in der Nähe geborenen Aquarellmalerin. Die Künstlerin heißt Marianne (Hollenstein) Spechtenhauser. Sie hat sich der Malerei von Landschaften und Blumen verschrieben. Kurz vor ihrem Tod im Jahr 2020 schenkt sie der Pfarrei Martell einige Gemälde. Der Erlös aus dem Verkauf der Werke kam dieser Kapelle zugute.

Der Besuch der Wallfahrtskapelle und der nahen Umgebung hinterlässt bei mir einen unvergesslichen Eindruck. Worin ein kleiner Wallfahrtsort groß sein kann.

In der Umgebung von Martell gibt es viele Wandermöglichkeiten. Der weitläufige Nationalpark “Stilfser Joch” bietet Naturliebhabern viel Schönheit. Dies gilt auch für die Region des nahegelegenen Sees “Zufritt Stausee”.

UMGEBUNG
BILD 1524
Kirche in Plaus

Vom Wallfahrtsort “Eppan” sind es 67 km nach Nordwesten.

BILD 1526
Marienbild in Plaus

Das Städtchen Plaus liegt in der Nähe des Wallfahrtsortes von Martell. Von Plaus nach Martell zu reisen bedeutet 30 km nach Südwesten zu reisen. In Plaus stehen zwei Kirchen, nämlich die St.-Monicakirche und die St.-Ulrichskirche. Besonders sind die Bilder auf der Friedhofsmauer des “Totentanzes”.

BILD 1528
Bilder des “Totentanz” (Tanz des Todes) in Plaus

Von dem touristischen Ort Latsch/Laces nach Martell sind es 15 km nach Süden.

Von der Stadt Meran/Merano nach Martell zu fahren bedeutet, 40 km westwärts zu fahren.

~~~

Datum der ersten Veröffentlichung: 12. Januar 2025
Datum der letzten Änderung: 20. Juni 2025
©2026 Jan van Wijk - Mariakamer.nl - Alle Rechte vorbehalten
Komm2zurweb