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Mittler

Der Marien-Titel “Mittlerin” entstand im 6. Jahrhundert.

Während der “Hochzeit zu Kana” kommt zum ersten Mal zum Vorschein, dass Maria als Mittlerin auftritt. Sie vermittelt zwischen Menschen und ihrem Sohn.

Über die “Hochzeit zu Kana” hat der Evangelist Johannes geschrieben (2,1-12). Die Begebenheit in Kana ist sehr auffällig, denn Maria erfährt, dass der Wein ausgegangen ist. Sie sagt zu ihrem Sohn: “Sie haben keinen Wein mehr.” Ihr Sohn Jesus antwortet: “Was ist das meine und deine Angelegenheit, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.” Maria geht nicht darauf ein und sagt zu den Dienern: “Was er euch befiehlt, das tut.” Kurz darauf sorgt Jesus dafür, dass wieder Wein vorhanden ist, denn er verwandelt Wasser in Wein. Dies ist das erste Wunder Jesu.

Die “Hochzeit von Kana” zeigt, dass Maria die Frau ist, die Fürbitte einlegt. Das Wunder während der Hochzeit verleiht Maria die Bedeutung einer Mittlerin. Weil Maria zwischen den Menschen und ihrem Sohn vermittelt, haben sich hieraus viele Geschichten entwickelt.

Die katholische Kirche findet, dass Maria als Mittlerin im untergeordneten Sinne als Helferin oder Fürsprecherin genannt werden darf. Manch Gläubiger teilt diese Ansicht nicht, da diese Menschen Maria nicht in einer untergeordneten Rolle sehen.

In der Vergangenheit haben führende Katholiken sich positiv über Maria als Mittlerin geäußert. Einer von ihnen ist Louis-Marie Grignion de Montfort (1673-1716), französischer Autor, Ordensgründer der Montfortaner und Priester. Auch Désiré-Joseph Mercier (1851-1926), belgischer Erzbischof, Kardinal, Metropolit und Philosoph, hat sich mehrmals positiv über den Titel Mittlerin geäußert.

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Datum erste Veröffentlichung: 15. Januar 2025
Datum der letzten Änderung: 1. Dezember 2025
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