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Wallfahrtsorte in Österreich – Maria Waldrast

Geschichte

Die Geschichte des Heiligtums Maria Waldrast beginnt 1392. Ein Marienbild ist am Stamm eines Lärchenbaums befestigt. Ein von Maria gesandter Engel sagt dem Bildstock, dass Frucht von Maria kommt, wenn Menschen hierher wallfahren. Im Jahr 1407, am Tag vor Ostern, entdecken zwei Hirten das Bild, als sie sich ausruhen. Diese Geschichten lassen Neugierige beschließen, dem Bild nachzugehen. Sie finden es und bringen die Darstellung in die Kirche von Matrei am Brenner. Bis 1429 bleibt das Bild in dieser Kirche.

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Hauptaltar in der Kirche Maria Waldrast

Im Jahre 1407 vernimmt ein Holzfäller von einer Stimme, die ihm den Bau einer Kapelle aufträgt. Er unternimmt keine Handlung, aber einige Tage später erinnert ihn dieselbe Stimme an den Auftrag, eine Kirche zu bauen an dem Ort, wo er etwas Ruhe findet. In der nächsten Nacht hört er Glockengeläute. Eine Frau erscheint ihm. Sie ist gekleidet in einem weißen Gewand mit einem Kind auf dem Arm. Er hört von der Frau, dass er an alle Leute in der Nachbarschaft die Bitte richten soll, ihm beim Bau einer Kirche zu helfen. Der Mann fasst den Entschluss, das, was ihm zugestoßen ist, bekannt zu machen. Zuerst geht er zum Fürstbischof in Brixen, um ihm alles zu erzählen. Im Jahre 1409 gibt der Fürstbischof Ulrich II. von Brixen, Bischof in der Zeit von 1396 bis 1417, die Erlaubnis, ein Kirchlein zu bauen. Nach vieler Mühe ist das Kirchlein im Jahre 1429 verwirklicht und das Mariabild wandert von der Kirche in Matrei am Brenner in das neue Gotteshäuschen. Von diesem Ereignis an heißt der Ort des Kirchleins Maria Waldrast. In den folgenden Jahren geschehen Wunder, darunter zwei Blinde, die durch den Besuch des Kirchleins ihr Augenlicht zurückerhalten. Im Jahre 1465 ist die Einweihung des Kirchleins durch Burkhard von Weissbruch (ca. 1420-1466), Erzbischof von Salzburg (1461-1466).

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Seitenaltar mit Gemälde der Heiligen Familie auf einer Reise in Maria Waldrast

Während eines Bauernaufstands im Jahr 1525 wird die Heiligennische geplündert und zerstört, aber bald gibt es einen Plan für den kleinskaligen Wiederaufbau der Kirche und des Klosters.

Im Jahr 1621 legte Leopold V. von Habsburg (1586–1632) den Grundstein für ein großes Kloster in der Nähe der Kirche. Er war unter anderem Bischof von Passau (1598–1626) und Erzherzog von Vorderösterreich (1626–1632). Die Wallfahrtsorganisation und der Schrein werden den Serviten anvertraut, diesen Brüdern, die Diener der seligen Jungfrau Maria sind. Auch die Wallfahrtskirche wird im Barockstil umgebaut. In den Jahren 1724–1738 werden Kirche und Kloster erweitert. Im Jahr 1773 wurde eine neue Orgel eingebaut, die von Ignaz Wörle (1710–1778) gebaut wurde.

Im Jahr 1785 nutzt Joseph II. (1741-1790), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (1765-1790), das Mandat, fast alle Klöster im Land zu schließen. Auch für Maria Waldrast fällt der Vorhang und die Serviten müssen das Heiligtum verlassen. Die Marienstatue wird rechtzeitig aus der Kirche genommen und kommt in die Pfarrkirche nach Mieders. Später im Jahr werden alle Besitztümer des Klosters öffentlich verkauft. Was übrig bleibt, ist ein grausames Bild der Zerstörung des Heiligtums. Im Jahr 1844 dürfen die Serviten in das zerstörte Kloster zurückkehren. Im Jahr 1846 leben sie wieder in Maria Waldrast und beginnen mit dem Wiederaufbau von Kirche und Kloster. Zwei Seitenaltäre werden von Gläubigen zurückgebracht, die die Kostbarkeiten 60 Jahre lang aufbewahrt und so vor der Zerstörung gerettet haben. Am 1. Juli 1846 kehrt das Bildnis Unserer Lieben Frau von Mieders in das Heiligtum Maria Waldrast zurück. Im Jahr 1850 weiht Georg Prünster (1774-1861), Bischof von Feldkirch (1836-1861), die Wallfahrtskirche. Erst im Jahr 1888 sind Kirche und Kloster jedoch wieder aufgebaut und die Ruine ist aufgeräumt.

Im Jahr 1941 nehmen die Nationalsozialisten die Gebäude und den Inventar des Heiligtums in Besitz und die Wallfahrtskirche wird geschlossen. Die Marienstatue wird rechtzeitig von 2 mutigen Gläubigen aus Matrei am Brenner gerettet. Während des Zweiten Weltkriegs bleibt die Statue dort 4 Jahre an einem verborgenen Ort. Am 12. Juni 1945 wird die Wallfahrtskirche wiedereröffnet und die Serviten kehren nach Maria Waldrast zurück. Am 10. Oktober 1945 kehrt die Marienstatue nach Maria Waldrast zurück und am 11. November desselben Jahres wird dies festlich gefeiert.

Bildhauer Franz Roilo (1907-1977) schafft im Jahr 1958 neue Reliefs an der Decke der Wallfahrtskirche.

In den Jahren 1985-2004 wird der gesamte Schrein renoviert. Im Jahr 2008 wurde der Kirchplatz angelegt. Im Jahr 2019 ist der Kirchenboden renovationsbedürftig und ein neuer Opferaltar wird im Chor platziert.

Wallfahrtsort
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der steile Weg zum Hoch gelegenen Maria Waldrast

Das Wort “Waldrast” bedeutet Ruhe im Wald. Das Kloster und die Kirche von Maria Waldrast liegen auf 1641 m über dem Meeresspiegel. Das Wort “Waldrast” bedeutet “im Wald ruhen” und dieses Ruhen geschieht im Heiligtum, wenn Besucher hierher kommen, um bei Maria zu sein und die Aussicht zu genießen.

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Altar mit dem Gemälde mit Maria und den sieben Dienern in Maria Waldrast

In Maria Waldrast kommen Tausende pro Jahr auf Wallfahrt. Die Pilger sind den Berg heraufgekommen, um unsere Fraue zu grüßen und zu ihr zu beten. Die meisten Besucher kommen aus Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz.

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Pilgerpension in Maria Waldrast

In der Kirche steht der Hauptaltar zentral und dadurch ist das Gnadenbild für jeden gut sichtbar. Die Darstellungsform ist 66 cm hoch und aus Lindenholz geschnitten. Maria sitzt mit ihrem kleinen Jesus auf dem Schoß und mit der rechten Hand hält sie ihn fest. Sowohl Mutter als auch Kind sind gekrönt. Der linke Seitenaltar zeigt ein Gemälde mit der Heiligen Familie auf Reisen. Der rechte Seitenaltar zeigt unsere liebe Frau mit Kind und Philippus Benitius (1233-1285); dem Hauptgründer des Ordens der Serviten. In der Kirche hängt auch ein Gemälde mit Maria und den sieben heiligen Gründern des Ordens der Serviten. In Maria Waldrast zeugen viele Dankesschuldungen an unsere liebe Frau für die erhaltene Hilfe.

Im Heiligtum gibt es auch ein Klosterpension für Pilger.

Hohe Berge sind in der Nähe und diese laden zu Wanderungen ein.

ERHÄLTLICHKEIT

Der Wallfahrtsort liegt knapp 7 km von der Autobahn von Innsbruck in Richtung Brennerpass und nicht weit von den Orten Matrei am Brenner und Mühlbachl entfernt.

Die Adresse des Heiligtums Maria Waldrast lautet:
Mützens 27, 6143 Mühlbachl.

Auf www.mariawaldrast.at sind aktuelle Informationen zu finden.

ERLEBNIS

In Maria Waldrast bin ich in einem der ältesten Wallfahrtsorte Tirols. Dieser Erscheinungsort Mariens hat eine lange und bewegte Geschichte. Die Wallfahrtsstätte hat eine beeindruckende Umgebung mit hohen Bergen, darunter die 2747 m hohe Serles.

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Maria Waldrast

Naast de kerk is er een bron met helend water. Dit water wordt toegeschreven aan een bijzondere, krachtige werking. Ook door bloesem van Bach eraan toe te voegen, doet dit wonderen voor de geestelijke gezondheid.

Wenn ich in die Kirche komme, beeindruckt mich der Hochaltar sofort. Das große Gemälde berührt mich, wenn ich die Aufnahme Mariä in den Himmel sehe. Dann erregt das Gnadenbild meine Aufmerksamkeit und die bewegte Geschichte des Bildes steigt mir vor Augen.

Die barocke Pieta aus dem Jahr 1760 von Stephan Föger (1726-1770) ist ein wahres Kunstwerk. Sie steht am Seitenaltar und nahe der “Votivkapelle”. Ich schaue weiter in die Kirche und bin immer wieder von der Schönheit in diesem hochgelegenen Heiligtum überwältigt. Nach dem Rundgang nehme ich auf einer Bank, hinten in der Kirche, Platz und bete zu Maria. Während meiner Gebete fallen mir gute Freunde ein, sie kämpfen darum, Krankheiten zu überwinden, und brauchen langwierig Kraft.

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Hauptaltar mit Gnadenbild und Gemälde der Maria Himmelfahrt in Maria Waldrast

Es tut mir gut, an diesem Ort der Kraft und der Besinnung sein zu dürfen. Es ist vielsagend, dass dies hier schon um 1400 begonnen hat.

UMGEBUNG
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Giebelfresko in Matrei am Brenner
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Giebelfresko in Matrei am Brenner

Nahe Maria Waldrast liegt die Ortschaft Matrei am Brenner, etwa 20 km südlich von Innsbruck. In Matrei am Brenner sind zahlreiche Mariendarstellungen an den Fassaden vieler Gebäude zu sehen. Besonders in der Brennerstraße ist manch Fassade mit der Heiligen Maria bemalt. Auch die Pfarrkirche “Heilig Geist Kirche”, die Maria Himmelfahrt geweiht ist, ist den Besuch mehr als wert. In dieser Kirche gibt es schöne Gemälde und eine Lourdesgrotte zu sehen.

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Lourdesgrotte in der Heilig-Geist-Kirche in Matrei am Brenner
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Hauptaltar in “Heilig Geist Kirche” in Matrei am Brenner

Veröffentlicht: 22. November 2022
Zuletzt geändert: 4. März 2024

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