Geschichte
Der älteste Wallfahrtsort des Bundeslandes Steiermark ist Maria Buch. Im Jahr 924 wird zum ersten Mal von dem Gebiet berichtet, das jetzt Maria Buch heißt. Als Eigentümer wird Adalbert von Salzburg (884-935) genannt, der Erzbischof ist (923-935). Das Gebiet wechselt noch häufiger den Eigentümer. So haben unter anderem Herzog Berthold von Bayern (±890-947) und Graf Markwart II von Eppenstein (905-950) das Anwesen in Besitz. Im Jahr 1074 wird zum ersten Mal von einer Marienkirche berichtet. Im 12. und 13. Jahrhundert gibt es in dieser Kirche eine große Marienverehrung. Mit dem Bau der heutigen, gotischen Kirche wurde 1455 begonnen. Die Kirche wurde auf Initiative und mit Hilfe von Kaiserin Eleonore Helena von Portugal (1434-1467), der Gemahlin von Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Friedrich III. (1415-1493), erbaut.
Eine Legende erzählt …
Während einer Jagd verliert Kaiserin Eleonora Helena ein Gebetbuch, in das sie einen Brief eines jungen Ritters, der sie verehrt, versteckt hat. Sie geht nicht auf seine Annäherungsversuche ein, behält den Brief jedoch. Durch den Verlust des Buches fürchtet sie, dass ihre Unschuld als ehrenhafte Ehefrau in Zweifel gezogen wird. Die Kaiserin verspricht, dass sie, wenn sie das Gebetbuch mit dem Brief zurückerhält, zum Dank eine Kirche zu Ehren der Jungfrau Maria errichten lässt. Plötzlich beginnt ein Jagdhund zu bellen und bellt eine Weile weiter. Durch dieses Gebell zeigt der Hund die Stelle an, an der das Buch der Kaiserin liegt. Eleonora Helena erhält ihr Gebetbuch zurück und findet darin den Brief des Ritters. Anschließend erfüllt die Kaiserin ihr Gelübde. Durch diese Legende ist der Name “Maria Buch” entstanden.
Die Kirche hat einen barocken, schwarz-goldenen Hauptaltar aus dem Jahr 1651 und dieses Jahresdatum ist auf dem Altarstein verzeichnet. Michael Hönel (1590-1653) hat an der Verwirklichung des Hauptaltars mitgewirkt. Oberhalb des Tabernakels steht in der Mitte die Statue der Gnadenmutter von Maria Buch aus dem Jahr 1480. Es ist eine lebensgroße Darstellung, vor allem mit den Farben Blau und Rot. Diese Gnadenstatue ist die wertvollste der Wallfahrtskirche.
In der Kirche sind auch sehr große Kerzen zu sehen. Dies sind türkische Kerzen und verweisen auf eine Legende aus dem Jahr 1480. In diesem Jahr richteten türkische Krieger durch Verwüstungen in Maria Buch großen Schaden an. Die bemalten Kerzen sind jedoch späteren Datums, nämlich aus dem Jahr 1682. In diesem Jahr gibt es große Angst vor einer neuen, türkischen Gefahr. Die Erinnerung an 1480 ist noch stark präsent. Daher werden etwa 200 Jahre später, nämlich im Jahr 1682, große Kerzen zu Ehren der Gottesmutter geopfert und dabei viel von den bedrohten Menschen gebetet. Die Kerzen sind fast 1,5 m groß und darauf sind Verzierungen mit Darstellungen von Maria angebracht. Im Jahr 1983 wurden die Kerzen gereinigt und restauriert.
Der Turm der Kirche ist aus dem Jahr 1509 und ist 67 m hoch. Im Jahr 1982 wurde das beeindruckende Bauwerk renoviert. Das Innere der Kirche wurde in den Jahren 1988-1989 restauriert.
Seit 1773 wird die Kirche von Jesuiten verwaltet und sie organisieren auch die Pilgerfahrten.
Wallfahrtsort
Der imposante Kirchturm ist aus der Ferne zu sehen. Der Turm hat vier- und achteckige Teile. Im Turmportal ist die Jahreszahl 1509 zu sehen. Die Hallenkirche ist 36 m lang, 16 m breit und 12 m hoch. Das Gotteshaus ist aus Steinen aus der Region gebaut.
In der Wallfahrtskirche nimmt das Gnadenbild aus dem Jahr 1480 einen zentralen Platz ein. Es steht in der Mitte des Hochaltars. Auch der versilberte Aufbau des Tabernakels aus dem Jahr 1762 zieht die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich.
Ein Seitenaltar ist der Heiligen Anna geweiht und wurde im Jahr 1695 gefertigt. Neben Mutter Anna, Tochter Maria und Enkel Jesus stehen zwei Märtyrerinnen. Die Frauen, die ihr Leben unter großem Leid geopfert haben, sind die Heilige Katharina mit dem zerbrochenen Rad, mit dem sie gemartert wurde, und die Heilige Barbara mit einem Kelch in der Hand, aus dem sie von ihren Peinigern die Kommunion nicht empfangen durfte.
In der Wallfahrtskirche steht auch ein Kreuzaltar aus dem Jahr 1500 und ein Altar aus dem Jahr 1702, der dem Heiligen Sebastian geweiht ist. Eine monumentale Kanzel aus dem Jahr 1730 nimmt einen bemerkenswerten Platz im Gotteshaus ein. Auch 14 Kreuzwegstationen aus dem Jahr 1842 sind zu sehen. Die Orgel wurde im Jahr 1853 von Georg Friedrich Wagner (1818-1880) gebaut. An der linken Wand ist der Altar des Heiligen Josef aus dem Jahr 1884 aufgestellt.
Die Höhepunkte des Heiligtums von Maria Buch sind der 1. Mai, der 15. August und der 8. September. Die Kirche ist täglich geöffnet.
ERHÄLTLICHKEIT
Maria Buch liegt einige Kilometer von der Stadt Judenburg im Bundesland Steiermark entfernt. Der Wallfahrtsort befindet sich in der Mitte Österreichs, nördlich von Klagenfurt und westlich von Graz.
Die Adresse ist: Maria Buch 4, 8750 Maria Buch.
Auf der Website www.wallfahrtskirche-maria-buch.at finden Sie aktuelle Informationen.
ERLEBNIS
Unterwegs zum ältesten Marienwallfahrtsort in Österreich denke ich an die bewegte Geschichte dieser Wallfahrtsstätte. Auch meine Gedanken kreisen um die Entstehung des Namens Maria Buch. Kaiserin Eleonora Helena hat ihr Wort gehalten …
Was später stehe ich vor dem Hauptaltar und sehe das Gnadenbild aus 1480. Der kleine Jesus sitzt auf der Hand von seiner Mutter. Der Welt bietet Sie Ihren Sohn in einer unnatürlichen Haltung an. Maria schenkt Ihr Kind weg an die Menschen. In der rechten Hand hat die Jungfrau Maria ein Zepter inne. Sowohl Mutter als auch Kind ist gekrönt. Ich höre, dass diese Art der Präsentation durch Maria einzigartig in Österreich ist.
Op het hoofdaltaar zie ik nog meer beelden, zoals Jozef en Kind. Ook vader Joachim met zijn dochtertje Maria zijn hier afgebeeld. In de kerk merk ik ook op dat Anna met dochter en kleinzoon hier opvallend zijn weergegeven.
Es fällt mir auf, dass in der Wallfahrtskirche viele Engel abgebildet sind. Von der Herrlichkeit im Himmel kann ich jetzt schon genießen! Ich erfahre, dass einige Engel im Jahr 1726 vom österreichischen Bildhauer Balthasar Prandstätter (1690-1756) angefertigt wurden. Andere Engel sind von seinem Nachfolger Johann Nischlwitzer (1722-±1776) geschaffen worden.
In der Wallfahrtskirche stehen große, türkische Kerzen an den Seiten des Hochaltars. Diese erinnern an die Bedrohung durch türkische Gewalt und die Angst vor Zerstörungen.
Nach dem Rundgang in der Wallfahrtskirche nehme ich Platz und meine Gebete an Maria gelten vor allem dem Wohlergehen von Freunden.

Veröffentlicht: 26. November 2022
Zuletzt geändert: 4. März 2024
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