Maria-
Zimmer

Wallfahrtsorte in Österreich – Pöstlingberg

Geschichte
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Blick auf die Fassade der Pöstlingberg Basilika

Im Jahr 1716 lässt ein Arbeiter bei den Kapuzinern in Linz eine Statue der trauernden Maria mit ihrem toten Sohn anfertigen. Die Pietà nimmt er mit auf den Pöstlingberg und befestigt sie an einem Kreuz. Später wird eine Holzkapelle darum herum gebaut.

Die heutige Wallfahrtskirche wurde in den Jahren 1738–1747 im Auftrag der Adelsfamilie Starhemberg erbaut und liegt am nördlichen Ufer des Flusses Donau. Johann Adam Pruner (1672–1734), Bürgermeister von Linz (1718–1734), spendet als Erster 1734 für den Bau. Der große Förderer und Mäzen der Kirche ist Graf Joseph Gundomar Starhemberg (1679–1743), der die Erlaubnis zum Bau der Kirche beim Bistum Passau erwirkt hat. Der Architekt ist Johann Mathias Krinner (1700–1784). Er wird bei seiner Arbeit von seinem Sohn, Franz Xaver Krinner (+1806), unterstützt. Am 15. Juli 1747 kommt das Gnadenbild feierlich in die Kirche. Am 9. Dezember 1748 wird die Kirche vom Dekan von Eferding eingeweiht. Am 2. Juli 1786, als die Kirche vollständig erbaut und eingerichtet ist, findet die Konsekration der Pfarrkirche statt. Dies geschieht durch Ernst Johann Nepomuk (1731–1788), Graf von Herberstein und erster Bischof von Linz (1785–1788). Im Jahr 1919 wird die Kirche von einem Blitzschlag getroffen, und im Jahr 1963 leidet das Gebäude stark unter einem Brand.

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Gemälde mit Maria in der Basilika zu Pöstlingberg

Diese Kirche wird als ein großes Symbol von Linz betrachtet.

Im Jahre 1830 wurden die Stadt und der Pöstlingberg zu einer Festung ausgebaut, und das auf Befehl von Erzherzog Maximilian Joseph von Österreich (1782-1863).

Seit 1898 fährt eine Gebirgsbahn vom Zentrum von Linz auf den Gipfel des Pöstlingbergs. Es ist eine Zahnradbahn mit einer maximalen Steigung von 11,6 und überwindet einen Höhenunterschied von 255 m. Im Jahr 2009 wurde die Straßenbahnlinie renoviert und die Länge der Strecke auf 4.140 m gebracht.

Wallfahrtsort
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Interieur der Basilika Pöstlingberg

Linz ist die Hauptstadt von Oberösterreich und an diesem Ort gibt es schöne Kirchen zu besichtigen und vor allem die Basilika am Pöstlingberg zieht viele Pilger an.

Die Wallfahrtsbasilika ist den Sieben Schmerzen Mariä geweiht und heißt “Wallfahrtsbasilika Sieben Schmerzen Mariä”. Die Basilika zeigt viele barocke Verzierungen. Der Hauptaltar von 1747 zeigt Maria voll Schmerz durch die Pietà. Es ist eine Holzstatue, die 1716 angefertigt wurde. Die gekrönte Maria ist von goldenen Engeln und Strahlen umgeben. Ein silbernes Schwert verweist auf die Wunden des Erlösers und das schmerzliche Leiden der Gottesmutter. Das Ganze ist von Wolken umgeben. Über der Pietà schwebt der Heilige Geist in Form einer silbernen Taube.

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Hochaltar mit dem Gnadenbild in der Basilika zu Pöstlingberg

In der Kirche sind viele Fresken zu sehen. Andreas Groll (1850-1907) hat in der Zeit von 1899 bis 1900 große Deckenfresken geschaffen, darunter das Kuppelfresko mit den Sieben Schmerzen Mariä und dieses von Maria mit ihrem Kind.

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Deckenfresko in der Basilika am Pöstlingberg

Die Gemälde der Seitenaltäre stammen von Anton Hitzenthaler dem Jüngeren (1788-1847) aus den Jahren 1819 und 1831. Der linke Seitenaltar zeigt die Anbetung des neugeborenen Jesus durch die Hirten. An den Seiten des Altars stehen die Figuren der Eltern Marias; Anna und Joachim. Der andere Seitenaltar stellt die Anbetung Jesu durch die Heiligen Drei Könige dar. Die flankierenden Figuren sind die Eltern Johannes des Täufers, nämlich Elisabeth und Zacharias. In der Kirche befindet sich auch eine Fatima-Kapelle, nämlich unter dem nördlichen Turm, rechts vom Haupteingang.

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Gemälde mit der Anbetung der Heiligen Drei Könige durch Maria, Jesus und Josef in der Pöstlingbergkirche
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Die Hirten sind die ersten Besucher bei dem neugeborenen Jesus und Maria schaut zu, Gemälde in der Basilika von Pöstlingberg

Die Bilder des Kreuzweges wurden vom österreichischen Kunstmaler Andreas Strickner (1863-1949) geschaffen.

Auf dem Berg, nahe dem Wallfahrtsort, gibt es auch einen Zoo.

ERHÄLTLICHKEIT

Der Wallfahrtsort liegt an der Grenze der Stadt Linz, im Norden Österreichs.

Die Adresse lautet: Am Pöstlingberg 1, A 4040 Linz.

Auf www.poestlingbergkirche.nl sind aktuelle Informationen zu finden.

ERLEBNIS
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bereit für die Abfahrt mit dem Züglein zum Pöstlingberg

Auf dem Hauptplatz im Zentrum von Linz beginnt die Fahrt mit der Bergbahn auf den Pöstlingberg, wo sich der Marienwallfahrtsort und Endpunkt der Eisenbahn befindet. Ich mache die Fahrt mit der Bergbahn und diese Strecke gehört zu den steilsten Europas. Nach 20 Minuten ist der Endbahnhof erreicht und es sind noch knapp 150 m zur Basilika.

Vor der Kirche drehe ich mich um und genieße den weiten Blick über die Stadt Linz und die ferne Umgebung. Ich stehe dann auf 537 m Höhe. Der Pöstlingberg ist der Hausberg von Linz.

Dann ist es die Pilgerbasilika betreten, die der “Sieben Schmerzen Mariens” geweiht ist. Der Hauptaltar zeigt das Gnadenbild, das von goldenen Verzierungen umgeben ist.

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Aussicht vom Pöstlingberg auf die Stadt Linz mit der Donau
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Gemälde mit der Erscheinung Marias an drei Kinder in der Fatima-Kapelle der Basilika am Pöstlingberg

Die Basilika zeigt viel Pracht an Bildern, Verzierungen und auch die Fresken beeindrucken mich. Besonders die große, runde Malerei über dem Chorraum zieht meine Aufmerksamkeit auf sich. Am rechten Seitenaltar verweile ich lange bei einem prächtigen Kunstwerk der Anbetung des neugeborenen Jesus durch die drei Weisen. Am linken Seitenaltar gibt es die Darstellung der Hirten bei dem Baby von Maria.

In einer Seitenkapelle hängt eine Malerei von der Begegnung zwischen der Gottesmutter und den drei Sehern von Fatima. Ich höre, dass es hier besondere Feiern an den Erscheinungstagen von Fatima im Jahr 1917 gibt. Diese sind immer am 13. des Monats und das von Mai bis einschließlich Oktober.

Was ist das ein Geschenk hier zu dürfen sein.

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Blick von der Donau auf die Pöstlingberg Basilika
UMGEBUNG
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Buntglasfenster im Mariendom zu Linz
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Maria-Bild in der Ursulinerkirche in Linz

Im Zentrum von Linz steht der Mariä-Empfängnis-Dom mit einem 135 m hohen Turm. In der Domgasse steht der Alte Dom, jetzt Jesuitenkirche, erbaut in der Periode 1669-1678 mit zwei barocken Türmen. Der Hauptaltar zeigt die Himmelfahrt Mariä. Er wurde vom Künstler Giovanni Battista Baberini (1625-1691) geschaffen und später von Giovanni Battista Innocenzo Colombo (1717-1801) vollendet. Ebenfalls im Zentrum und zwar in der Landstraße 31 ist die Ursulinenkirche zu besichtigen. 1736 wurde mit den Arbeiten begonnen und 1772 war der Bau mit den zwei Türmen fertig. Rechts vorne in der Kirche steht der Marienaltar aus dem Jahr 1756. Maria ist umgeben von Engeln, goldenen Strahlen und Wolken. In dieser Kirche gibt es auch eine Lourdesgrotte. In dieser Kirche werden auch kulturelle Aktivitäten organisiert.

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Blick auf Kirchen in Linz von der Donau

Veröffentlicht: 28. September 2023

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