Geschichte
Příbram ist seit alters her eine Bergbaustadt. Die Entstehung des Bergbaus reicht viele Jahrhunderte zurück bis in die Zeit der Kelten (ca. 600 v. Chr.). In der Region werden Blei, Eisenerz, Silber und Uran gefunden.
Mit der Umfriedung und den Kapellen am Winkel erinnert die heutige Anlage des Heiligen Berges an eine Festung oder Burg, nämlich die Marienburg. Die Form des ältesten Teils des Bauwerks stammt aus der Zeit um 1650. Eine Legende liegt dem Heiligtum zugrunde. Im Jahr 1260 lässt ein Ritter zum Dank an die Gottesmutter eine Kapelle errichten. Maria hat seinem Gebet um Schutz vor Feinden, wie Räubern und Soldaten, erhört. Eine andere Geschichte besagt, dass ein Ritter den Bischof bittet, eine Kapelle bauen zu dürfen. Dieser Bischof ist Ernst von Pardubitz/Arnost z Pardubic (±1300-1364), Erzbischof von Prag (1344-1364), der 1348 eigenhändig eine hölzerne Marienstatue geschnitzt und sie auf dem Altar seiner Burgkapelle aufbewahrt hat.
Der Einfall der Sachsen in Böhmen im Jahr 1631 bedeutet einen schweren Schlag für die Region und die Kapelle. Das feindliche Heer schlägt dort die Zelte auf und die Kapelle wird als Pferdestall genutzt. Die Soldaten verbrennen fast alles, aber die Bilder auf dem Altar lassen sie stehen.
Am 10. Juni 1632 geht Jan Procházka, ein blinder Bettler, mit seinem 10-jährigen Enkel auf den Heiligen Berg. Er hat mehrere Tage hintereinander denselben Traum, in dem er aufgefordert wird, auf den Heiligen Berg zu gehen und die Muttergottes um die Heilung seiner Augen zu bitten. Mann und Enkel beten einige Tage auf dem Berg, und dann geschieht ein Wunder, denn der Mann kann wieder sehen, wie im Traum versprochen. Dieses Wunder wird unter den Einheimischen und dann in der weiteren Umgebung bekannt. Dies hat zur Folge, dass der Ort eine große Anziehungskraft auf Gläubige ausübt.
Im Jahr 1634 besuchte Ferdinand II. (1578-1637) die einfache Kapelle, um die Gottesmutter zu preisen. Er ist Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (1619-1637). In dieser Zeit ist Ferdinand II. auch König von Böhmen und Ungarn sowie Erzherzog von Österreich. Er ist dort mit seinem Sohn Ferdinand III.
Nach diesem Besuch kommen viele Edelleute zum Heiligen Berg. Die Anlage des Heiligen Berges wurde durch viele Wohltäter adliger Herkunft verwirklicht, darunter Gräfin Maria Eva Elisabeth von Sternberg (1605-1668) und Gräfin Maria Katharina Strozzi (1633-1714).
Im Jahre 1646 kommt Ferdinand III. (1608-1657) zweimal zum Heiligen Berg. Er ist Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (1637-1657) und auch König von Böhmen und Ungarn. Ebenfalls ist Ferdinand III. Erzherzog von Österreich.
Im Jahr 1647 übernehmen die Jesuiten die Pflege des heiligen Berges. Die Zahl der Pilger nimmt mit jedem Jahr zu. Im Jahr 1659 werden die Pläne für ein großes Heiligtum mit unter anderem dem italienischen Architekten Carlo Lurago, auch Luraghi genannt (1615-1684), besprochen. Kurz darauf beginnen Gewaltakte durch Kriegsgewalt.
Im Jahr 1665 bringen die Jesuiten das Gnadenbild auf den Heiligen Berg. Dies geschieht nach Kriegsgewalt, unter der die Stadt Příbram leidet. In diesem Jahr wird der Bau des Heiligtums wieder aufgenommen. Architekt Lurago ist in der Periode 1659-1674 wieder an der weiteren Verwirklichung der Wallfahrtskirche und des Klosters beteiligt.
Am 27. August 1673 findet die Einweihung des teilweise fertiggestellten Heiligtums statt. Dies geschieht durch Matthäus Ferdinand Sobek von Bilenberg (1618-1675), Erzbischof von Prag (1669-1675).
Ein Gemälde von Unserer Lieben Frau vom Heiligen Berg des Porträtmalers Karel Skréta (1610-1674) stammt aus dem Jahr 1654.
Am 30. August 1676 besucht Leopold I. (1640-1705) den Heiligen Berg. Er ist Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (1658-1705) und auch König von Deutschland, Ungarn, Kroatien und Slowenien.
Der Wallfahrtsort kennt auch große Rückschläge, wie die Pest im Jahr 1680 und den Krieg mit den Türken im Jahr 1683, die viele Opfer fordern.
Am Ende des 17. Jahrhunderts sind mehr als 1000 wundersame Heilungen verzeichnet.
Am 22. Juni 1732 wird das Gnadenbild gekrönt.
1773 müssen die Jesuiten abreisen; Prozessionen sind verboten, Klöster geschlossen und kirchliche Besitztümer geplündert.
Im Jahr 1861 kommen Redemptoristen zum Heiligen Berg und sorgen für die Organisation der Wallfahrten. Die Geistlichen bleiben bis 1950 dort, denn dann müssen sie aufgrund politischer Umwälzungen abreisen. Durch die kommunistischen Machthaber wird das Klosterleben verboten. Im Jahr 1990 werden die Redemptoristen wieder zugelassen und kehren zurück, um mit vielen Restaurierungsarbeiten zu beginnen.
Mit der Genehmigung von Pius X., Papst in der Zeit von 1903-1914, geboren als Giuseppe Melchiorre Sarto (1835-1914), wird die Kirche im Jahr 1905 zur Basilika erhoben.
Im Jahr 1998 wurde das 650-jährige Jubiläum des Gnadenbildes gefeiert. Im Jahr 2000 wurde im angrenzenden Park der Kreuzweg restauriert und eingeweiht. Am Kreuzweg wurde 2001 ein Museum eingerichtet und auch ein Geschäft für den Verkauf von Andachtsgegenständen. Im Jahr 2005 wird das Fest des 100-jährigen Bestehens der Basilika gefeiert und die Geschenke sind unter anderem ein neuer Altar und ein neuer Thron für das Gnadenbild, geschaffen vom Bildhauer Otmar Oliva (1952).
Im Jahr 2015 wurden Renovierungsarbeiten am Inneren des Klosters und am Devotionaliengeschäft durchgeführt. Außerdem wurde eine interaktive, permanente Ausstellung eingerichtet, die sich am Kreuzweg befindet.
Wallfahrtsort
Der Heilige Berg ist ein bekannter Wallfahrtsort Mariens. Die Wallfahrtskirche ist der Aufnahme Mariens in den Himmel geweiht.
Ein ummauerter, über 400 Meter langer Treppenaufgang mit mehr als 300 Stufen verbindet die Stadt Příbram mit dem Heiligen Berg. Unter der Leitung des böhmischen Architekten Kilian Ignaz Dientzenhofer (1689–1751) wurde die Treppe im Jahr 1728 erbaut. 1993 wurde die Treppe renoviert. Dieser Heilige Berg (Svatá Hora) ist die älteste und berühmteste Marienwallfahrtsstätte Böhmens. Der Marienort übt durch seine barocken Ausprägungen eine Anziehungskraft auf Gläubige und Kunstliebhaber aus dem In- und Ausland aus.
Der zentrale Teil des Heiligtums steht auf einem Podest von 42 m Länge, 31 m Breite und etwa drei Metern Höhe. Hier steht die Basilika mit den Maßen 20 m Länge und Breite und 18 m Höhe. Der Silberaltar ist das Werk mehrerer Künstler aus verschiedenen Zeiten. Auf diesem Altar steht das Gnadenbild der Gottesmutter. Zuerst stand es in der Burgkapelle von Príbram und später wurde das Abbild in das Heiligtum gebracht. Das Gnadenbild aus dem 14. Jahrhundert ist 50 cm hoch und aus Holz geschnitzt. Das Abbild ist das Wichtigste des Wallfahrtsortes. Die Krönung des Bildes im Jahr 1732 wird jährlich gedacht.
Im überdachten Umgang des Heiligtums, dessen Großteil in den Jahren 1661-1698 errichtet wurde, befinden sich Kapellen, darunter die Prager Kapelle der Verkündigung Mariens. Unter anderem ist auch die Verlobung Mariens dargestellt.
Die Eckkapelle Mariä Himmelfahrt wird auch Pilsner Kapelle genannt. Die Altarbilder von den Heiligen Bartholomäus, Schutzpatron von Pilsen, Jungfrau Maria und Sankt Nikolaus sind auf das Jahr 1879 datiert.
Die Kapelle der Marienempfangskapelle wurde 1661 gestiftet, hier stehen auch Statuen aus dem Jahr 1875 von Katharina von Siena und dem Heiligen Nikolaus.
Im Kloster sind zu besichtigen eine Schatzkammer, ein Glockenturm und ein Uhrturm.
Die barocke Basilika ist täglich geöffnet.
ERHÄLTLICHKEIT
Das Heiligtum des Heiligen Berges liegt nahe dem Zentrum der Stadt Příbram, einer Stadt von etwa 36.000 Einwohnern, in der Region Mittelböhmen, am Fuße des Brdy-Gebirges. Příbram liegt etwa 60 km südwestlich von Prag.
Adresse: Svatá Hora 590, Příbram II, 26101 Příbram
Auf www.svata-hora.cz sind aktuelle Informationen zu finden.
ERLEBNIS
Onderaan de berg is een parkeerterrein en daar zet ik de auto in de rij en ga te voet naar boven. Na wat hoogtemeters te overbruggen, kom ik op een groot plein met uitzicht op de brede frontgevel van het heiligdom. Midden op het plein staat een hoge sokkel met daarop een Mariabeeld. Hier is het genieten van het weids uitzicht en daarbij heb ik de stad Příbram goed in beeld.
Später gehe ich in das Heiligtum und mache eine Runde durch den überdachten Kreuzgang. Dieser ist ganz bemalt und es gibt Kapellen, um länger als nur kurz innezuhalten. Die Geschichte dieses Ortes wird durch viele Bilder dargestellt. Maria wird oft in Phasen ihres Lebens dargestellt. Auch sehe ich Darstellungen des Heiligen Nikolaus. Die Bilder erhalten lange meine Aufmerksamkeit. Was für eine Schönheit gibt es hier zu genießen!
Nach dem großen Rundgang gehe ich die Treppen hinauf in die Basilika. Dort bin ich erstaunt über die große Menge an Kunst, die es zu bewundern gibt. Was für ein Prunk! Das Gnadenbild der Muttergottes ist der zentrale Punkt im Raum voller Statuen, Gemälde, Fresken und Kerzen. Dies ist nun der erlesene Ort, um zu Maria zu beten und ihr für die sichere Reise zu danken. Danach gehen meine Gedanken an Freunde, die eine Stütze gebrauchen können.
Anschließend besuche ich ein Geschäft mit Andenken und kaufe eine Marienstatue. Dann verlasse ich die Wallfahrtsstätte und gehe zu den angrenzenden Geschäften mit allerlei Artikeln zu diesem Heiligtum, Prag und Tschechien. Was für ein schöner, erlebnisreicher Besuch der größten Wallfahrtsstätte Böhmens und einer der schönsten Wallfahrtsorte Mitteleuropas.
UMGEBUNG
Vom Heiligtum von Príbram nach Prag zu fahren bedeutet, 60 km nach Nordosten zu fahren. Um von Príbram die Stadt Pilsen zu besuchen, sind es 62 km in westlicher Richtung. Die Stadt Karlsbad liegt 180 km nordwestlich von Príbram. Um Budweis, die Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2028, zu besuchen, sind es 100 km in südlicher Richtung.
Veröffentlicht: 9. Januar 2024
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