Geschichte
Die Abtei Einsiedeln wurde vom Benediktiner Meinrad (Meginrat) von Einsiedeln (±797-861) gegründet. Er ist ein deutscher Einsiedler und wurde später heiliggesprochen. Meinrad wird mit zwei Raben dargestellt. Meinrad von Einsiedeln besitzt eine wundersame Marienstatue, die er von Hildegard von Zürich (828-±859), Äbtissin des Klosters Fraumünster in Zürich, erhalten hat.
Im Jahr 835 zog sich Meinrad in den Finstern Wald zurück, nachdem er als Lehrer tätig gewesen war. Er blieb für den Rest seines Lebens ein Einsiedler im Wald. Danach kamen weitere Einsiedler in den Wald und es entstand eine Klostergemeinschaft.
Eine Legende liegt dem Ursprung dieser Marienwallfahrtsstätte zugrunde. Es ist der 21. Januar 861. Einsiedler Meinrad empfängt zwei Zigeuner und bietet ihnen gastfreundlich Unterkunft und Nahrung. Die beiden sind Banditen und haben ein Auge auf die Kiste mit Gaben von Pilgern. Sie erschlagen Meinrad. Zwei Raben beschützen die sterblichen Überreste und bringen die Mörder vor Gericht. Die beiden Banditen werden zur Verbrennung auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Daher wird Meinrad mit zwei Raben abgebildet.
Im Jahr 934 wird das Kloster von Eberhard (ca. 890-958), dem ehemaligen Dompropst von Straßburg, gegründet, der auch der erste Abt ist.
Die Klosterkirche und die Gnadenkapelle wurden 948 geweiht. Eine Legende erzählt, dass dies in der Nacht vom 13. auf den 14. September 948 geschah. Dann erschien Maria auf dem Altar. Auch Christus mit Engeln und Heiligen erschienen in der Kapelle des Klosters. Sie weihten die damalige Kapelle Maria.
Im Laufe der Jahrhunderte waren bei den Benediktinern in Einsiedeln viele aktiv, darunter Wolfgang von Regensburg (±924-994). Im Zeitraum 965-971 war er Leiter der Klosterschule und wurde 968 in Einsiedeln von Ulrich I. von Augsburg (890-973), Bischof von Augsburg (923-973), zum Priester geweiht. Otto I. der Große (912-973) ernannte Wolfgang zum Bischof von Regensburg (972-994). Wolfgang von Regensburg wurde 1052 von Leo IX. (Papst im Zeitraum 1049-1054), geboren als Bruno von Egisheim-Dagsburg (1002-1054), heiliggesprochen. Wolfgang von Regensburg ist der Schutzpatron der Holzschnitzer, Tischler und der Stadt Regensburg.
Bei einem Brand in 1465 geht das Gnadenbild verloren und wird 1466 durch das Bildnis ersetzt, das heute noch in der Basilika steht. Das Bild ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht schwarz, wird es aber durch die vielen angezündeten Kerzen, brennenden Öllampen und den Weihrauch. Die Kapelle des Marienbildes wird von einer Basilika umgeben.
Die Reformation bedroht das Fortbestehen der Basilika, aber eine Wiederbelebung der Wallfahrten kommt unter der Leitung von Ludwig II. Blarer von Wartensee (+1544), Abt von Einsiedeln (1526-1544). Seit 1547 singen die Mönche täglich nach der Vesper (Abendgebet) das “Salve Regina” für die Schwarze Madonna.
Der barocke Bau von Kloster und Basilika entsteht ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts. In den Jahren 1724-1726 werden die Decken mit Fresken geschmückt. Im Jahr 1735 wird die barocke Klosterkirche geweiht. Der Entwurf stammt von Klosterbruder und Architekt Kaspar Moosbrugger (1656-1723).
Im Jahre 1749 ziehen die goldene Marienstatue und der Brunnen in die Mitte des riesigen Vorplatzes.
Im Jahre 1798 verheerten französische Truppen die Gnadenkapelle, aber das Marienbild wurde rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Das Klosterleben endete daraufhin in Einsiedeln. Das Bild wurde gereinigt und von der schwarzen Schicht auf dem Gesicht befreit. Die Mönche kehrten 1801 in das Kloster zurück. Die Figur kam 1803 nach Einsiedeln zurück, aber die Menschen fanden ein blankes Bild nicht, was sie wollten. Maria galt nämlich seit Jahren als die Schwarze Madonna. Wegen der vielen Beschwerden über den Teint wurde das Bild erneut schwarz bemalt. 1817 wurde die neue Gnadenkapelle geweiht.
Im Jahr 1907 erhält Einsiedeln hohen Besuch. Pius X., Papst in den Jahren 1903-1914 und geboren als Giuseppe Melchiorre Sarto (1835-1914), stattet der Basilika und dem Kloster einen Besuch ab.
Am 15. Juni 1984 kommt Johannes Paul II., Papst in der Periode 1978-2005, geboren als Karol Józef Wojtyla (1920-2005), zum Wallfahrtsort Einsiedeln und weiht von ihm den neuen Hauptaltar.
Zwischen 1975 und 2001 gab es große Restaurierungsarbeiten.
Das Benediktinerkloster hat eine tausendjährige Geschichte und zieht jährlich etwa eine Million Besucher an.
Wallfahrtsort
Der Name Einsiedeln leitet sich von “Einsiedler” ab, was Einsiedler bedeutet. Der Name ist dem Einsiedler Meinrad zu verdanken. Das Kloster mit Kirche ist die wichtigste Marienheiligtum der Schweiz und die Kirche ist das spirituelle Herz Einsiedelns.
Einsiedeln liegt auf fast 900 Metern über dem Meeresspiegel. Der Ort ist der meistbesuchte Wallfahrtsort der Schweiz, wo die Schwarze Madonna verehrt wird. Er ist einer der größten Wallfahrtsorte Europas. Ein großer Platz liegt vor der Basilika, und in einem Halbkreis werden Devotionalien in Ständen verkauft. In der Mitte des Platzes steht ein Brunnen mit dem vergoldeten Marienbildnis. Neben der Basilika befindet sich ein Geschäft für religiöse Artikel und Geschenke des Klosters. Auf dem Gelände ist auch ein Kreuzweg angelegt, der zum Meinradsberg führt. Einsiedler Meinrad ist der Schutzpatron von Einsiedeln.
Zentral in der barocken Basilika steht in einer besonderen Kapelle das Gnadenbild der Schwarzen Madonna. Hier wird viel gebetet. Unsere Liebe Frau von Einsiedeln ist die Schutzheilige der Schweiz; “Patrona Helvetia”. Die Schwarze Madonna verfügt über eine umfangreiche Garderobe von etwa 40 Mänteln.
Die umfangreiche Klosterbibliothek kann besucht werden und die macht auf Besucher meist großen Eindruck.
Über Einsiedeln führt ein Pilgerweg nach Santiago de Compostela in Spanien.
Im Jahr 1988 wurde der Freundeskreis mit dem Namen “Vereinigung der Freunde des Klosters Einsiedeln” gegründet. Diese Organisation unterstützt das Kloster und die Klostergemeinschaft mit Rat und Tat.
Seit dem 17. Jahrhundert wird das Fest Unserer Lieben Frau von Einsiedeln am 16. Juli und am darauf folgenden Sonntag gefeiert. Jedes Jahr findet das Weihefest am 13./14. September statt, anlässlich der Legende aus dem Jahr 948.
Täglich finden in der Basilika Gottesdienste und Gebetstreffen statt. In der Gnadenkapelle werden täglich Eucharistiefeiern abgehalten und es gibt die Möglichkeit zur Beichte. Die Barockkirche ist daher täglich geöffnet, um Pilger und Touristen zu empfangen. Jährlich sind das ungefähr 800.000 Besucher.
ERHÄLTLICHKEIT
Einsiedeln liegt in der Zentralschweiz, nahe dem See Sihlsee. Einsiedeln liegt im Kanton Schwyz.
Adresse Vorderseite Basilika: Klosterplatz, 8840 Einsiedeln.
Adresse Rückseite Basilika: Holzhofstraße, 8840 Einsiedeln.
Aktuelle Informationen finden Sie auf www.kloster-einsiedeln.ch.
ERLEBNIS
Einsiedeln ist ein Ort in der Mitte der Schweiz mit etwa 17.000 Einwohnern und hat die größte Pilgerstätte des Landes. Das Besondere an Einsiedeln ist die Verbindung der Marienheiligtum mit dem Benediktinerkloster. Ein Besuch des Stadtzentrums und der Basilika stehen auf dem Programm. Nach eingeholten Informationen darf ich mir dafür Zeit nehmen.
Der Klosterkomplex ist von weitem zu sehen und macht auf mich einen großen Eindruck. Ich bevorzuge es, über die Pferdeställe zur Basilika zu gehen, und gehe an einer langen Mauer entlang, um zu den Pferden zu gelangen. Viele edle Vierbeiner stehen draußen und auch sehr viele Pferde sind in den Ställen.
De voorgevel van de basiliek kent een heel stoere façade. Wat een kracht straalt uit het voorfront. Vervolgens is het de basiliek ingaan, waar bezoekers alle dagen van het jaar welkom zijn. De genadebeeld van de Zwarte Madonna staat veilig achter een sterk traliewerk in een opvallende, hoge kapel. Hier is de Zwarte Madonna in een speciale ruimte geplaatst en vervolgens is er een basiliek overheen gebouwd. Maria staat centraal in de kapel en gouden stralen zorgen ervoor dat de beeltenis nog beter uitkomt. Hier sta ik een tijd te bidden en alleen ben ik zeker niet. Als ik de grote ruimte van de basiliek verder ga bekijken, vallen me de schilderijen en fresco's tegen de plafonds het meeste op. De fresco's bedekken elke meter. Wat een versiering met schitterende kunstuitingen!
Nach dem Besuch der Basilika und des Ladens mit religiösen Artikeln gehe ich ins Stadtzentrum, das an den Platz des Heiligtums grenzt. Auf diesem Platz fallen mir Steine mit Namen und Orten auf. Es sind Hunderte, die zur Rekonstruktion der Freifläche beigetragen haben. Ich drehe mich um und sehe die beeindruckende Basilika mit Klostergebäuden. Auf dieser großen Fläche steht eine goldene Marienstatue und immer wieder stehen Menschen davor und schauen sie an.
Dann gehe ich in die Stadt und hier herrscht eine gemütliche Betriebsamkeit. Im Schaufenster einer Bäckerei sehe ich Leckereien liegen und auf der Verpackung eines Produkts sind zwei Raben abgebildet. Das ist charakteristisch für hier und es ist die Grundlage für den späteren Wallfahrtsort in dieser Stadt.
Einsiedeln ist mehr als einen Besuch wert. Was für eine Benediktinerabtei! Was für eine Hingabe! Was für eine Schwarze Madonna!
UMGEBUNG
In Einsiedeln gibt es unter anderem ein Lebkuchenmuseum und eine Milchfabrik zu besichtigen. Auch lokale Gerichte können konsumiert werden. Die Umgebung bietet Ski-Möglichkeiten. Des Weiteren sind Wanderrouten angelegt und man kann ausgiebig Rad fahren.
Abfahrt von Zürich und Ankunft in Einsiedeln bedeutet 40 km Reise nach Südosten.
Von der Hauptstadt Bern nach Einsiedeln fahren, erfordert eine Entfernung von 165 km nach Nordosten zurückzulegen.
Basel verlassen, um in Einsiedeln anzukommen, bedeutet 125 km nach Südosten zu überbrücken.
Vom Wallfahrtsort Gubel bei Menzingen nach Einsiedeln zu gehen bedeutet 25 km nach Südosten zu gehen.
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