Geschichte
Die Legende dieses Wallfahrtsortes lautet: Es ist das Jahr 1420 … Der spätere Heilige Acisclo aus Córdoba (+304) und seine Schwester, die Heilige Victoria (+304), sind zwei Märtyrer und Schutzpatrone des Ortes Córdoba. Sie zeigen dem Arbeiter Gonzalo García eine Quelle, aus der Wasser fließt. Die Ehefrau, Isabel Rodriguez, und die Tochter von Gonzalo sind schwer krank. Sie trinken von dem Wasser und werden geheilt!
Die Geschichte geht weiter … Im Jahr 1442 hackt ein Einsiedler den Feigenbaum um, der an der Quelle steht. Dieser Mann will wissen, wie es kommt, dass es Heilungen an der Quelle gibt. Er findet im umgehackten Baum ein Marienfigürchen. Leider ist es zerbrochen. Ein neues Figürchen wird angefertigt. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts beginnt der Bau, im gotischen Stil, des Heiligtums über der Quelle des wunderbaren Wassers. Die Arbeiten sind im Jahr 1494 abgeschlossen.
Im Laufe der Jahre wurden viele hohe Gäste im Wallfahrtsort empfangen. So kommt königlicher Besuch im Jahr 1455. Doña Maria von Kastilien (1401–1458), Königin von 1416 bis 1458, Gemahlin von Don Alonso von Aragón (1396–1458), König von 1416 bis 1458. Sie wird von einer Krankheit geheilt, indem sie Wasser aus dem Brunnen trinkt. Zum Dank schenkt die Königin Gold und Schmuck, um ein Krankenhaus für Arme zu bauen und darin ein paar Zimmer für die Geistlichen aufzunehmen.
Die Pilgerstätte sieht sich Widrigkeiten gegenüber. Dies geschieht durch Überschwemmungen des Flusses Guadalquivir und Besatzungsmächte. Im Jahr 1808 besetzen französische Truppen Córdoba. Sie plündern und zerstören die Stadt, einschließlich des Heiligtums. Die Marienstatue zerbricht in drei Teile. Das Bildnis wird schnell restauriert und ist im selben Jahr wieder vollständig hergestellt.
Eine neue Bruderschaft gegründet im Jahre 1938.
Im Jahr 1979 wird die Kirche restauriert und das Marienbild kommt vorübergehend in die Pfarrei von Santiago Apóstol in Córdoba. Dort bricht leider ein Brand aus und der Rauch beschädigt das Bild.
Maria wird die Schutzpatronin von Córdoba im Jahr 1987.
Am 2. Oktober 1994 findet die Krönung des Marienbildes statt, und dies mit Zustimmung von Johannes Paul II., Papst in der Periode 1978-2005, geboren als Karol Józef Wojtyla (1920-2005). Die Krönung erfolgt durch José Antonio Infantes Florido (1920-2005), Bischof von Córdoba von 1978 bis 1996.
Wallfahrtsort
Das Heiligtum heißt “Santuario de Nuestra Señora de la Fuensanta” mit der Kirche “Iglesia de la Virgen de la Fuensanta” (“Kirche Unserer Lieben Frau vom Heiligen Quell”). Die Quelle befindet sich vor der Kirche und wird die Heilige Quelle genannt.
Das Bildnis der Maria ist aus bemalter Tonerde gemacht. Die Jungfrau Maria hat ihr Kind auf dem linken Arm und mit der rechten Hand hält Sie ihren Söhnchen. Dieses Bildnis zeigt eine Tunika mit Mantel, die mit goldfarbener Farbe vollendet sind. Der Mantel der Gottesmutter faltet bis zu den Knöcheln. Der Macher von diesem Kunstwerk ist Lorenzo Mercadante (+1480) aus dem französischen Bretagne. Maria hat eine Garderobe mit Mänteln in den Farben von unter anderem Gold, Weiß, Rosa, Rot und Blau. Auch hat Sie verschiedene Kronen, wie eine tägliche Krone und eine kreisförmige Krone.
An den Wänden der Kirche sind viele Votivbilder angebracht.
Die jährliche, große Prozession beginnt in der Kathedralmoschee und findet in der Karwoche statt. Am ersten Sonntag im Mai findet die Wallfahrt ins nahegelegene Linares statt.
Der Feiertag des Wallfahrtsortes ist der 8. September, nämlich der Tag der “Mariä Geburt”.
Der Wallfahrtsort hat jeden Tag Öffnungszeiten am Morgen und Abend.
ERHÄLTLICHKEIT
Die Schrein befindet sich am Rande des Zentrums, am Fluss Guadalquivir, wo Maria erschienen ist.
Die Adresse des Wallfahrtsortes ist:
Plaza Santuario de la Fuensanta, 14010 Córdoba.
Auf www.parroquiadelafuensanta.com sind aktuelle Informationen zu finden.
ERLEBNIS
Ein Wunder, ich habe Glück, denn gerade vor Geschäftsschluss komme ich im Wallfahrtsort an. Eine Minute später hier ankommen, bedeutet mindestens sechs Stunden warten. Erst am Abend um sieben Uhr öffnet sich das Tor wieder.
In der Kirche “Unsere Liebe Frau vom Heiligen Brunnen” ist Maria festlich mit einem Mantel gekleidet, wofür der Schöpfer sicherlich viele Wochen Arbeit benötigt hat. Das Bildnis finde ich wunderschön! Der Künstler scheint über fast göttliche Gaben zu verfügen. Was sind Menschen doch gesegnet mit großen Talenten und was haben sie diese gewollt und können entwickeln. Bei diesem Bild ist das Beten und Danken.
Während des Rundgangs in der Kirche sehe ich, dass die Wände mit vielen Votivgaben bedeckt sind. Ich schätze die Zahl auf viele Hunderte. Maria kennt viele Gläubige, die Ihr hier danken und Sie ehren. Vor dem Verlassen der Kirche zünde ich noch ein paar Kerzen an. Bei Maria kann niemals genug Licht brennen.
Ich gehe aus der Kirche und komme in den Garten und dort sehe ich unter anderem eine Abbildung von Maria stehen, ein Krokodil an der Mauer und daneben einen großen Stoßzahn. Dann kommen Fragen in meinen Gedanken, auf die ich die Antwort schuldig bleiben muss. Das gehört schon zu mir, denn täglich gibt es in mir merklich mehr Fragen als Antworten.
Vor dem Kirchengebäude, auf dem Platz, steht ein kleines Gebäude über der Quelle. Dort sehe ich auch das Bild der Erscheinung im 15. Jahrhundert. Was hat dieser Ort eine lange Geschichte!
Nach dem Besuch des Wallfahrtsortes gehe ich in das alte Zentrum von Córdoba, um die Schönheit der Stadt zu genießen, einschließlich derjenigen der beeindruckenden Mezquita-Kathedrale.
UMGEBUNG
In Córdoba gibt es viel zu besichtigen, darunter die Kathedralmoschee, die eine jahrhundertealte Geschichte hat und ihre Wurzeln im 6. Jahrhundert hat. 1994 wurde die Anlage in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. An der Nordseite der Kathedralmoschee befindet sich die Kapelle der Heiligen Jungfrau der Laternen. Die Plaza de la Corredera ist einer der größten Plätze der Welt. Es ist der malerischste und volkstümlichste Platz der Stadt. Die Kirche San Pedro, Iglesia de San Pedro, an der Plaza de San Pedro 1, 14002 Córdoba, ist mit einer weinenden Marienstatue einen Besuch wert.
Die Entfernung nach Sevilla beträgt 140 km Fahrt, zum Wallfahrtsort Andújar sind es etwa 100 km und nach Utrera sind es 155 km Fahrt.
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