In dem Dorf Welberg, in der Gemeinde Steenbergen, steht an der Hoogstraat Nummer 19, nahe einem Fußballplatz, eine Marienkapelle. Die Kapelle stammt aus dem Jahr 1933.

Neben der Kapelle steht ein Schild mit Erklärungen über die Botschaften Marias für Janske Gorissen. Eines der Erscheinungen geschah bei der Kapelle.
Janske Gorissen (1906-1960) sagt zu haben zwei himmlische Boten, nämlich den Engel Gabriel und einen unbekannten “Solemnis”. Diese Boten geben ihr Nachrichten von Maria weiter. Dies geschieht im Jahr 1931. Daraufhin erhält Janske im Jahr 1932 Bluttränen und im Jahr 1934 auch Stigmata. Dadurch erhält sie große Bekanntheit. Pfarrer Ermen von Welberg und Bischof Lemmens von Roermond stehen hinter ihr. Im Jahr 1939 legt Janske mehrmals als “Bräutchen von Jesus” das Gelübde der ewigen Keuschheit ab. Durch die Erfahrungen von Janske Gorissen entsteht eine große Andacht für “Unsere Liebe Frau von Welberg”. Nach dem Zweiten Weltkrieg wohnt sie einige Jahre im Pfarrhaus.
Auf Initiative des Bredase Bischofs Hopmans wird Janske im Gästehaus des Franziskanerklosters Matar Dei in Breda aufgenommen. Dort sagt Janske, sie lebe nur von Wasser, Tee und Hostien. Sie erzählt auch, dass sie weiterhin Botschaften von Maria durch den Engel Gabriel empfange. Auch bleiben ihr die Stigmata erhalten. Nach dem Aufenthalt im Gästehaus zieht sie wieder in das Pfarrhaus. Auf Anordnung des Bistums muss sie das Pfarrhaus verlassen.
Bischof Lemmens von Roermond erhält von Kardinal De Jong die Mitteilung, dass er Zurückhaltung gegenüber Janske Gorissen üben und seine Besuche bei ihr einstellen soll. Anschließend wird auf Ersuchen des Nuntius, des Vertreters des Vatikans in den Niederlanden, eine Untersuchungskommission eingesetzt. Im Jahr 1951 findet die Untersuchung statt. Das Ergebnis ist, dass keinerlei Erscheinungen übernatürlichen Ursprungs vorliegen. Es wird geschlossen, dass es sich um eine Kombination aus übertriebener Frömmigkeit, falscher Mystik und der Fütterung all dessen durch Leichtgläubigkeit handelt. Dadurch kommt die Marienverehrung in Welberg zu einem Ende.

Im Jahr 1951 verlässt Janske Gorissen Welberg und geht in das Kloster Mater Dei in Breda. Anfang 1953 zieht sie in das Dorf Wouw in ein Haus von Pfarrer Ermen. Sie wird bettlägerig und stirbt im Jahr 1960. In Welberg ist sie neben Pfarrer Ermen und dem Kaplan De Kock begraben, der im Zweiten Weltkrieg, drei Tage vor der Befreiung, ermordet wurde.
