
Um 1300 beginnt die Wallfahrt nach Pöllauberg mit der Verehrung eines Marienbildes. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts nimmt das Interesse der Pilger zu.
Im Jahr 1339 schenkt Katharina von Stubenberg von der nahe gelegenen Burg Pikeroi wiederholt einen Betrag, um den Bau einer Kirche zu ermöglichen. Ein Jahr später beginnt der Bau der heutigen Kirche, nahe der Entstehung einer Quelle, auf von einem Edlen geschenktem Grund. Durch die Schenkung von Katharina von Stubenberg wird die Heilige Katharina in der Kirche verehrt. Der Bau ist im Jahr 1377 fertiggestellt, aber dann werden für die Einrichtung noch Arbeit und Geld benötigt. Finanziell wird das Ganze durch Spenden von Menschen des Adels ermöglicht.
Die Marienstatue ist aus der Zeit um 1480 und hat eine barocke Ausstattung. Die Kirche wurde 1532 erweitert. Eine goldfarbene Statue auf einer Konsole zeigt Maria mit dem Kind und stammt aus dem Jahr 1616.
Im Jahr 1674 verursacht ein Blitzschlag einen Großbrand in der Kirche, wodurch das Dach, der Turm und ein großer Teil der Einrichtung erneuert werden müssen. Propst Michael Josef Maister (±1629-1696) leitet als Verwalter die Reparaturen.

Im Jahr 1707 erhält die Kirche die Funktion einer Pfarrkirche. Remigius Horner entwirft im Jahr 1714 den barocken Hochaltar. In diesem Jahr fertigen Marx Schokotnigg (1661-1731) und sein Sohn Josef Schokotnigg (1700-1755) die Skulpturen an. Es werden auch Seitenkapellen gebaut.
Im Jahr 1955 findet eine umfassende Restaurierung der Außenseite der Kirche statt und im Jahr 1976 wird das Innere der Kirche restauriert.
Im Jahr 1986 wurde Pöllauberg zum schönsten Blumendorf Europas und im Jahr 2003 von ganz Steiermark gewählt.
Die Kirche von Pöllauberg liegt in einem weitläufigen Naturschutzgebiet und ist der Geburt Mariens geweiht. Das gotische Bauwerk stammt aus dem 14. Jahrhundert und befindet sich auf über 700 Metern Höhe am Söbenberg, einem Ausläufer des Masivan Gebirges. Am höchsten Punkt des Berges entspringt eine Quelle, die für die Menschen aus dem Mittelalter etwas ganz Besonderes ist.
Das Portal der Kirche ist über eine Steintreppe mit 15 Stufen erreichbar.
Zwei Marienbilder sind Jahrhunderte alt, nämlich eins aus dem 15. und eins aus dem 17. Jahrhundert. Das Gnadenbild ist aus ±1470 ist der zentrale Punkt des Hochaltars. Maria sitzt, hält ein Zepter und einen Apfel und ihr Kind sitzt auf ihrem linken Knie. Beide sind gekrönt.
In der Kirche sind viele Kunstwerke zu sehen, darunter ein Gemälde im Barockstil der Heiligen Familie in einem Seitenaltar. Das Kunstwerk wurde von dem in Italien geborenen Martino Altomonte (1657-1745) geschaffen.

Die Deckenfresken in der Kirche wurden von Joseph Adam Ritter von Mölk/Mölck (1718-1794) geschaffen.
In der Kirche steht auch eine große “Säulen-Madonna” aus dem Jahr 1616.
Die St.-Anna-Kirche mit der Darstellung der Mutter Marias aus dem Jahr 1644 liegt in der Nähe der Wallfahrtskirche. Diese Kirche ist die erste Wallfahrtskirche des Pöllauer Berges.
Maria Pöllauberg ist eines der größten Wallfahrtsorte der Steiermark und jährlich kommen durchschnittlich 100.000 Besucher zur Kirche.

Pöllauberg liegt nordöstlich der großen Stadt Graz, im Bundesland Steiermark, etwa 6 Kilometer nordöstlich von Pöllau.
Die Adresse des Wallfahrtsortes ist:
Oberneuberg 1, 8225 Pöllauberg.
Auf https://poellauberg.graz-seckau.at sind aktuelle Informationen zu finden.
Mir fällt auf, dass hier so viele Blumen blühen. Die Häuser und Straßen zeigen mit Flora ihre Pracht. Ganz in der Nähe der Wallfahrtskirche stehen Wagen, die direkt aus einem Blumenkorso kommen. Ich erfahre, dass mit diesen geschmückten Wagen und Anhängern kürzlich ein Umzug gewesen ist.
Die Wallfahrtskirche ist voller Pracht mit Abbildungen und Gemälden. Die berührende Abbildung von Maria am Hauptaltar fällt sicherlich jedem Besucher auf. In dieser Kirche sind noch mehr Bilder von unserer lieben Frau aufgestellt, darunter eine Säulenmadonna. Auch sehe ich viele Votivgaben an diesem Wallfahrtsort.
Neben der Wallfahrtskirche steht die Annakirche und diese ist den Besuch auch mehr als wert. In diesem Raum ist die ältere Anna abgebildet mit ihrer Tochter Maria und Enkelkind Jesus. Anna hat Weintrauben in der Hand.
Wenn ich die Annakirche verlasse, stoße ich auf ein Kriegsdenkmal von 1929 des Künstlers Fritz Silberbauer (1883-1974), das 1953 für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs (1940-1945) erweitert wurde. Bei den Schrecken des Krieges verweile ich auch jetzt.
Bei den Kirchen steht ein steinerner Bildstock aus der Barockzeit und dieser ist im Jahre 1673 gefertigt worden.
Rund um die zwei hochgelegenen Kirchen gibt es einige Geschäfte und Restaurants. Dort werde ich einen Blick darauf werfen... Die Eindrücke dieses besonders schönen Wallfahrtsortes muss ich noch verarbeiten.
Die Stadt Graz liegt 69 km südwestlich von Pöllauberg. Wien, die Hauptstadt von Österreich, befindet sich 145 km nördlicher vom Wallfahrtsort. Das große, österreichische Wallfahrtsort Mariazell liegt 126 km nordwestlich von Pöllauberg.
Veröffentlicht: 12. Dezember 2023
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