Mariapfarr ist eine Gemeinde im Bundesland Salzburger Land und gehört zum Bezirk Tamsweg. Der Ort besteht seit Jahrhunderten. Der Name “Pharre” wird im Jahr 1197 erwähnt, und die Zusatzbezeichnung “Maria” stammt aus dem Jahr 1225.
Begin des 13. Jahrhunderts gibt es bereits Wallfahrten nach Mariapfarr, aber damals gibt es noch nicht die heutige Wallfahrtskirche, sondern eine Kapelle. Die Wallfahrtskirche wurde im 15. Jahrhundert erbaut, und zwar an einer bereits bestehenden Kapelle. Ursprünglich ist das Gebäude im romanischen Stil und später wurden viele gotische Elemente angebracht. Im Zentrum der Kirche steht das Marienbild, das um 1400 von einem unbekannten Künstler geschaffen wurde.
Während Restaurierungsarbeiten im Jahr 1946 werden Fresken aus dem 13. und 14. Jahrhundert entdeckt. Anschließend wurden diese Malereien für Besucher zur Schau gestellt.
Seit 2002 ist das Stille-Nacht-Museum in Mariapfarr. Das Museum wurde später erneuert. Auch gibt es das Wallfahrtsmuseum.
Die Wallfahrtskirche ist seit dem 15. August 2018 eine Basilika. Es ist Franz Lackner (1956), seit 2013 Erzbischof von Salzburg, der die Basilika weiht.
Das Kircheninnere wurde 2016 renoviert.
Mariapfarr ist ein Dorf mit über 2000 Seelen. Es ist nicht nur ein Wallfahrtsort, sondern auch ein Heilbad. Der Ort wird auch als “sonnigster Ort Österreichs” bezeichnet. Mit rund 200 Kilometern bietet Mariapfarr die längste Nordic-Walking-Strecke Österreichs. Neben vielen Wanderwegen gibt es auch Rad- und Skimöglichkeiten. Mit Recht ist Mariapfarr ein Urlaubsparadies.
In Mariapfarr steht das Stille-Nacht-Museum. Im Jahr 1816 wurde der Text des Liedes "Stille Nacht" von Joseph Mohr (1792-1848) geschrieben, der damals Priester in Mariapfarr war. Der österreichische Komponist Franz Gruber (1787-1863) schuf die Musik für das Lied. Hinter der Kirche befindet sich ein Denkmal zur Erinnerung an Joseph Mohr.
Der Wallfahrtsort liegt auf 1100 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Der Ort bietet einen großartigen Ausblick auf die weite Umgebung.
In der Wallfahrtskirche steht das Gnadenbild im Hochaltar. Die Darstellung Mariens stammt vom Anfang des 15. Jahrhunderts. Die Kirche zeigt auch andere Kunstschätze und Freskomalereien aus dem 13. und 14. Jahrhundert.
Mariapfarr liegt zwischen den Orten Mauterndorf und Tamsweg.
Die Wallfahrtskirche befindet sich in der Pfarrstrasse 5, 5571 Mariapfarr.
Auf www.pfarre-mariapfarr.at sind aktuelle Informationen über den Wallfahrtsort zu finden.
Mehr Informationen über das Museum bietet www.wallfahrtsmuseum.at.
Bei der Annäherung an Mariapfarr sehe ich den Kirchturm auf eine einladende Weise stehen. Der Weg geht noch etwas mehr bergauf. Welch ehrfurchtsvolle Höhe hat dieser Ort!
Wenn ich am Wallfahrtsort ankomme, gibt es eine weite Aussicht auf die ferne Umgebung. Ich gehe zur Wallfahrtskirche und im Portal empfängt mich Maria schon.
Sobald ich in der Kirche bin, fällt das Gnadenbild auf. Es ist der Blickfang dieses Heiligtums. Maria wird von zwei Engeln gekrönt. Die Gottesmutter hält ihr Kind auf dem rechten Arm und in der linken Hand hält sie ein Zepter. Zu Füßen der Gottesmutter sind zwei Engel abgebildet. Dies ist der Moment, um zu Maria zu beten; der Frau, die mich schon so oft beschützt hat.
Während des Rundgangs in der Kirche fallen mir sehr schöne Fresken auf. Diese Gemälde wurden vor Jahrhunderten angebracht und erst später entdeckt.
Nach dem Besuch der Kirche komme ich auf den Friedhof. Mir fällt auf, dass die Gräber so gut gepflegt sind. Hier bekommen die Verstorbenen sicher sehr oft Besuch. Auch betrachte ich die Bildnisse und Gedenksteine, die an den Kirchenmauern befestigt sind. Wie viel Geschichte wird hier dargestellt.
Besonders schön finde ich den Kreuzweg. Die Stationen sind gut in Schuss und sehr farbenfroh.
Mariapfarr ist ein ausgezeichneter Ort, um Maria zu treffen und viel zu sehen. Was Mariapfarr Erlebnis bietet!
Der Ort Tamsweg liegt 6 Kilometer von Mariapfarr entfernt. Die große Stadt Salzburg liegt 114 Kilometer nördlich von Mariapfarr. Um den Ort Bischofshofen zu erreichen, sind es 73 Kilometer nach Nordwesten. 17 Kilometer westlich von Mariapfarr liegt Sankt Michael im Lungau.

In Sankt Michael im Lungau steht die Kirche St. Michael aus dem 12. Jahrhundert, wo viele Schönheiten von Statuen, Gemälden und Fresken zu sehen sind. Diese Kirche wurde mehrmals erweitert und restauriert. Besonders sehenswert ist die Kapelle der 14 Nothelfer. In der Kirche befindet sich auch ein Rosenkranzaltar mit Maria, Dominikus und Katharina von Siena. An diesem Altar arbeiteten die Künstler Josef Andrä Eisl (1684-1754) und Paul Mödlhammer (1680-1743). Auf halber Strecke des Kirchenraums befindet sich der farbenprächtige Altar der Krönung Mariens von Paul Mödlhammer. Der Hochaltar mit unter anderem links der Geburt Mariens ist aus dem Jahr 1908 und eine Schöpfung des Bildhauers Josef Bachlechner (1871-1923). In der Kirche sind noch weitere Darstellungen von unserer lieben Frau zu sehen.
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