Maria-
Zimmer

Wallfahrtsorte in Deutschland – Essen

Geschichte

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Domtürme in Essen

Im Zentrum von Essen steht der Dom. Zuerst war dieser Ort für die Klosterkirche von Schwestern, die dort von 850 bis 1803 gestanden hat. Diese Klostergemeinschaft war eine der wichtigsten Institutionen für Frauen im Heiligen Römischen Reich. Um dieses Kloster hat sich die Stadt Essen im Laufe des Mittelalters entwickelt.
In der Domschatzkammer sind wertvolle Objekte aus dem 10. und 11. Jahrhundert zu sehen. Diese Periode ist auch eine große Blütezeit für Kloster und Kirche, auch wenn im Jahr 946 ein großer Brand vieles zerstört hat.

Der Essener Dom, die ehemalige Klosterkirche, verbindet besondere romanische und gotische Baukunst.

Die goldene Madonna im Dom ist weltweit die älteste, aus einem Guss gefertigte Marienfigur und das bedeutendste Kunstwerk im Ruhrgebiet. Die Figur wurde um 980 gefertigt und ist damit die älteste mittelalterliche Darstellung.

Die Wallfahrtskirche hat ein respektables Alter, da im Jahr 1051 eine Krypta erbaut wurde. Hier liegen die sterblichen Überreste von Altfrid von Hildesheim (±800-874), Bischof von Hildesheim (851-874). Er ist der 4. Bischof von Hildesheim und Mitbegründer des Frauenklosters, das hier gestanden hat.

Im Jahr 1275 gibt es wieder einmal einen großen Brand und viel wird zerstört. Danach kommt der Bau des Langhauses und des Chores des Doms; diese werden in der Zeit von 1275 bis 1316 erbaut. Dann entsteht die heutige Form des Gebäudes.

Im Jahr 1471 wurde die Anbetungskirche St. Johann fertiggestellt. Es ist eine spätgotische Hallenkirche.

Durch die Reformation wird das Kloster aufgehoben. Die Klosterkirche wird dann Pfarrkirche für die immer wachsende Bevölkerung der Essener Innenstadt.

Der Name “Gouden Madonna” entstand im 19. Jahrhundert. Der Schöpfer des Gnadenbildes ist unbekannt. Über die Herkunft des Bildes kann nur spekuliert werden. Möglicherweise stammt die Darstellung aus Köln. Das Gnadenbild wird “Mutter von gutem Rat” genannt. Im Jahr 1905 wurde das Bild zum ersten Mal restauriert. Während des Zweiten Weltkriegs (1939-1945) wurde die Kirche größtenteils zerstört und das Gnadenbild beschädigt. Anschließend wurden die Blattgoldfolien des Bildes erneuert. Der Wiederaufbau der Kirche wurde durch die Hilfe der Einwohner von Essen ermöglicht. Diese Arbeitsmaßnahmen begannen 1945 und dauerten 13 Jahre, wodurch die Kirche 1958 vollständig fertiggestellt war.

In der Zeit von 1953 bis 1968 wurden neue Glasfenster im Dom und der angrenzenden Kapelle angebracht.

Seit 1958, der Gründung des Bistums Essen, ist die ehemalige Klosterkirche die Kathedrale (Dom) und die Bischofskirche geworden. Die Kirche wird auch “Dom von Essen” und “Münster von Essen” genannt.

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Goldene Madonna im Dom zu Essen

Am 11. Oktober 1959, dem Fest des Muttertages Mariens, kommt das Gnadenbild in die Nordseitenkapelle. Dort verweilt das Bildnis in einer klimatisierten Vitrine. Die Entscheidung dazu trifft Franz Hengsbach (1910-1991), Bischof von Essen (1957-1991, Kardinal (1988-1991). Seine Titelkirche ist die “Nostra Signora di Guadalupe a Monte Mario” (Unsere Liebe Frau von Guadalupe vom Berg Mario). Das mexikanische Guadalupe ist der größte Marienwallfahrtsort der Welt.

Im Jahr 1959 ernennt Johannes XXIII, Papst von 1958 bis 1963 und geboren als Angelo Giuseppe Roncalli (1881-1963), das Bildnis Marias zur Patronin des Bistums Essen. Er spricht von “zeitlich unbegrenzt die selige Jungfrau Maria unter dem Titel Mutter vom guten Rat”. Seitdem heißt die Seitenkapelle “Mutter vom guten Rat-Kapelle”.

Im Jahr 1981 wurde die Adveniat-Krypta geschaffen, in der die Essener Bischöfe aufgebahrt sind.

1987 besuchte Johannes Paul II. den Dom, er ist Papst in der Periode 1978-2005 und geboren als Karol Józef Wojtyła (1920-2005).

Das Gnadenbild wurde 2003-2004 erstmals gründlich untersucht und restauriert. Seitdem wird die goldene Außenschicht regelmäßig gereinigt. Die Darstellung ist aus Pappelholz geschnitzt und danach mit Blattgold bedeckt. Untersuchungen zeigen, dass das Bild um das Jahr 980 entstanden ist und damit das älteste erhaltene, geschnitzte Bild der Jungfrau Maria nördlich der Alpen ist. Weiterhin ist dieses Bild das älteste geschnitzte Werk aus einem Stück von Maria. Das Bild ist eines der wenigen erhaltenen großen ottonischen Kunstwerke.

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Fragment der Kapelle von Michael Groß im Dom zu Essen

Im Jahr 2004 wurde die Gedenkstätte für Nikolaus Gross (1898-1945) im Dom eingerichtet. Er wurde 2001 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Gross wurde in seinem letzten Kriegsjahr des Zweiten Weltkriegs wegen seiner Aktivitäten zum Tode verurteilt.

Im Jahr 2006 hat das Gnadenbild eine neue Restaurierung erfahren.

Wallfahrtsort

Der Dom zu Essen wird auch “Münster” zu Essen genannt. Der Name “Münster” stammt vom lateinischen Wort “Monasterium”, was für “Kloster” steht. Die Kirche ist dann ein Teil eines Klosters oder eines Kapitels; einer geistlichen Gemeinschaft oder eines Verwaltungskollegiums, das an eine Kathedrale, Stiftskirche oder ein Kloster angeschlossen ist. Der Name “Kapitel” leitet sich vom lateinischen Wort “capitulum” ab und ist ein Kapitel aus der Bibel. Der Dom ist die Bischofskirche des Bistums Essen.

In der Seitenkapelle des Doms steht die goldene Bildnis von Maria. Im Essener Volksmund wird die Statue der Goldenen Madonna “Essens Schatz” genannt. Die Bildnis ist das wichtigste Kunstwerk im Ruhrgebiet.

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Kapelle mit der Goldenen Madonna im Dom zu Essen

Das Gnadenbild steht in der linken Seitenkapelle des Doms hinter einem geschlossenen Gitter. Über dem Gitter ist ein Bogen angebracht, auf dem die Worte “HEILIGE MARIA-MUTTER VOM GUTEN RAT-BITTE FÜR UNS” stehen. Das goldene Bildnis zeigt Maria und ihr Kind, das auf dem Schoß der Mutter sitzt. Die Gottesmutter trägt einen Schleier und ein langes Gewand, das über die Füße reicht. In der rechten Hand hält Maria einen Erdkreis und mit der linken Hand stützt sie ihr Kind. Der kleine Jesus hält mit der linken Hand ein Buch an die Brust und mit der anderen Hand hält er einen Ball, der den Erdkreis darstellt. Die Augen von Maria und Jesus sind aus Emaille gefertigt und die gewählten Farben sind Blau, Rot und Weiß. Das Bildnis ist aus Pappelholz geschnitzt und mit Blattgoldplättchen überzogen. Die 74 cm hohe Figur wird bis heute verehrt und steht auf einem Sockel von 27 cm Breite. Besucher erfahren spirituelle Kraft, indem sie sich bei dem Bild aufhalten.

Im Dom ist das Marienbildnis als “Mutter vom Immerwährenden Beistand” zu sehen. Es ist eine Nachbildung und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in den Dom gestellt.

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Adveniat-Kapelle im Dom zu Essen

In der Adveniat-Gruft sind die Gräber der Essener Bischöfe angelegt. Der Name Adveniat verweist auf die Verbundenheit des Bistums Essen mit dem lateinamerikanischen Hilfswerk “Adveniat”.

In der südlichen Seitenkapelle des Doms befindet sich die Gedenkstätte für Nikolaus Gross (1898-1945). Gross ist Bergmann, Gewerkschafter, Journalist und Chefredakteur. Er wirkte gegen den Nationalsozialismus und musste dafür mit dem Tode bezahlen. In diesem Raum werden auch einige Briefe von Nikolaus Gross gezeigt. Die Kapelle ist der Besinnung und dem Gebet gewidmet.

Die Fenster im Dom und in der Kapelle zeigen meist abstrakte Kunst und wurden von verschiedenen Künstlern geschaffen.

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Anbetung der drei Weisen an Maria, Josef und Jesus, Gemälde in der Kirche zu Essen von Barthel Bruyn

Die Anbetungskapelle St. Johann zeigt 4 Altarbilder von Barthel Bruyn/Bartholomeus Bruyn dem Älteren (1493-1555) aus den Jahren 1522-1525: Die Geburt Christi, Anbetung durch die 3 Weisen, Kreuzigung und Beweinung Christi.

Beim Dom steht auch der Domschatz. Hier sind unter anderem zu sehen altertümliche Schätze aus dem 10. und 11. Jahrhundert, goldene Gegenstände und Kronen, darunter diese des Gnadenbildes. Der Domschatz ist geöffnet von Dienstag bis einschließlich Sonntag.

Der Dom ist täglich geöffnet.

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Domschatz neben dem Dom zu Essen
ERHÄLTLICHKEIT

Essen ist eine Stadt von etwa 600.000 Einwohnern und liegt im Westen Deutschlands. Der Ort liegt im Ruhrgebiet und im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Der Dom steht im Zentrum von Essen am Burgplatz 2.

Mehr Informationen sind zu finden auf www.dom-essen.de und auch auf www.domschatz-essen.de

ERLEBNIS

In Essen möchte ich die “Goldene Madonna” begrüßen. Die Abbildung steht im Dom und dazu gehe ich in das Zentrum der Stadt. Die zu besuchende Kirche steht im geistlichen und historischen Mittelpunkt von Essen.

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Ikone der Gottesmutter als Hilfe der Immerwährenden Hilfe im Dom zu Essen

Als ich vor dem großen, katholischen Komplex mit Kirche und Nebengebäuden stehe, fühle ich, wie der Turm mit “komm doch mal herein” winkt. Der Eingang des Doms ist neben dem hohen Kirchturm. In der großen Kirche fällt mir die imposante Konstruktion erst richtig auf. Was für ein Gebäude! Was für ein Gotteshaus!

An der Eingang ist eine Kerze anzünden bei einem Bildnis von Maria als Mutter von immerwährender Hilfe. Ich erfahre, dass hier immer Kerzen brennen. Danach betrete ich den Gedenkraum von Nikolaus Gross, der durch das Nazi-Regime ermordet wurde.

Anschließend gehe ich in die südliche Seitenkapelle des Doms und verweile bei der Kapelle der “Mutter vom Guten Rat”. Ein Eisengitter hindert jeden daran, der “Goldenen Madonna” näher zu kommen. Dann steht man in wenigen Metern Entfernung von der jahrhundertealten, goldenen Marienstatue. Die alte Darstellung steht in einer gläsernen Vitrine, ist aus einiger Entfernung gut zu sehen und ist mehr als wundersam. Was für ein großes Geschenk ist es, diese Statue sehen zu dürfen. Ich werde still davon. Eine Marienstatue, die mehr als ein Jahrtausend in dieser Welt existiert! Ich erfahre, dass die Goldene Madonna die Schutzpatronin von Essen ist. Vor dem Gitter brennen Kerzen und weitere ein paar kommen nun hinzu. Anschließend ist es Zeit, zur Lieben Frau vom Guten Rat zu beten. Zwei Freunde plagen sich mit ihrer Gesundheit und dann habe ich Fürbitten für diese guten Menschen. Welchen Rat wird die Liebe Frau ihnen geben...?

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Goldene Madonna im Dom zu Essen

Anschließend besuche ich die Anbetungskapelle und sehe dort sehr schöne Gemälde, auf denen auch die Gottesmutter abgebildet ist. Danach gehe ich zurück zum Dom, um zu beten. Dort sehe ich auch ein Blatt mit dem Bildnis der Goldenen. Darauf stehen Informationen über die Goldene Madonna und ein Gebet ist abgedruckt. Einige Worte des Gebets sind:
“jede Handlung, jede Tat,
Mutter, Du, guter Rat,
lege ich alles in die Hände,
Sie bringen es auf den Punkt.”

UMGEBUNG

Ganz in der Nähe von Essen liegt Oberhausen, von Oberhausen sind es 14 km nach Osten.

Auch nahe Essen ist die Stadt Duisburg gelegen. Von Duisburg nach Essen reisen bedeutet, 22 Kilometer ostwärts zu fahren.

Vom Wallfahrtsort Kevelaer sind es 70 km südöstlich nach Essen.

Der Wallfahrtsort Werl liegt 81 km von Essen entfernt. Von Werl nach Essen ist eine Bewegung von 81 km nach Westen.

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Datum der Erstveröffentlichung: 22. Dezember 2024
Datum der letzten Änderung: 15. Januar 2026
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