In dem Viertel Kaalheide in Kerkrade-West stehen zwei Lourdesgrotten, nämlich eine in der St. Josefskirche aus dem Jahr 1928 und eine an der linken Außenfassade der Kirche. Es kommt nicht oft vor, dass zwei Lourdesgrotten nahe beieinander stehen. Der Name Kaalheide bezieht sich auf ein ehemaliges unbewachsenes Heidefeld.
1932 kommt ein Bild der Lourdesgrotte, mit gemalter Dekoration, in die Kirche. Eine Sammlung wurde durchgeführt, um zum Erwerb eines Lourdesbildes zu schreiten. Dies geschieht auf Initiative von Pater-Rektor Fortunatus Delgeijer (1882-1955) OFM Conv (Ordo Fratrum Minorum Conventualium, Orden der Minderbrüder Konventualen, auch genannt schwarze Franziskaner). Die Szene ändert sich 1984, als eine gebaute Lourdesgrotte unter dem Turm des Gotteshauses kommt. Bei der Lourdesgrotte sind Exvotos angebracht, die Ausdruck von Dankbarkeit sind. Ein Lourdesbanner hängt in der Kirche und es sind viele Abbildungen zu sehen. Besonders während Gottesdiensten brennen sehr viele Kerzen. Die Kirche kennt begrenzte Öffnungszeiten und ist natürlich auch während Feiern zugänglich. Kirche und Lourdesgrotte machen einen gepflegten Eindruck.
Seit 1938 befindet sich neben der Kirche eine Lourdesgrotte aus Kunststein, nämlich aufgespritzt Beton. Die Realisierung ist möglich durch finanzielle Unterstützung durch das Unternehmen der Steinkohlenmine Willem-Sophia, gelegen bei der Spekholzerheide in Kerkrade. Diese Mine ist in Betrieb von 1902 bis 1970. Die Mine Willem-Sophia ist benannt nach König Wilhelm III und seine erste Frau, auch Nichte, Sophie. Wilhelm III (Wilhelm Alexander Paul Frederik Lodewijk, 1817-1890) ist von 1849 bis 1890 König der Niederlande und Großherzog von Luxemburg. Seine Ehefrau ist Sophie (Sophie Frederike Mathilde) von Württemberg (1818-1877) von 1849 bis 1877 Königin der Niederlande und Großherzogin von Luxemburg.
Die Lourdesgrot besitzt einen kleinen Altar, eine Kanzel und eine Marienstatue, aber eine Bernadette-Statue fehlt. Die Marienstatue steht hinter einem Gitter, um sie vor Beschädigung und Diebstahl zu schützen. Die Grotte wird durch einen Zaun abgeschirmt. Am 5. Mai 1938 wurde die Grotte von Joannes Wilhelmus (Willem) van Ormelingen (1875-1954), Pfarrer-Dekan von Kerkrade (1926-1940), gesegnet. Seit 2001 ist die Grotte ein nationales Denkmal. Im Jahr 2009 wurde die Lourdesgrotte renoviert.
Adresse: Kapelweg 5, 6466AT Kerkrade/Kaalheide.
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