Eine der ungewöhnlichsten Lourdesgrotten befindet sich im westflämischen Wevelgem. Es ist keine traditionelle Lourdesgrotte und das hat sicherlich auch mit der Vergangenheit und dem Glauben der Einwohner zu tun.
Die große Grotte ist breit und hoch, erbaut auf einem Teil des Geländes des ehemaligen Friedhofs. An der Stelle der Grotte hat im Großen Krieg / Ersten Weltkrieg (1914-1918) auch ein Bunker gestanden. Die Grotte ist teilweise aus Steinen von unterirdischen Gängen des Bunkers gebaut. Unter der Lourdesstatue in der rechten Nische der Grotte ist ein Stein eingemauert mit der Aufschrift “Wevelgem an Maria 1944-1946”. Diese Statue steht hinter einem kunstvollen Gitter.
In der Grotte steht eine Statue der knienden, betenden Seherin Bernadette Soubirous. Auch ist hier ein Stein aus dem französischen Lourdes befestigt. Die Inschrift lautet: “Stein aus der Nische der Grotte von Lourdes”. In der großen, unteren Nische steht ein Altar mit Statuetten, darunter von Maria. Bei diesen Statuetten brennen Kerzen. Hier sind auch dunkle Nischen zu unterscheiden.
In West-Flandern ist auch das Abbild Unserer Lieben Frau von Fatima beliebt. Dies zeigt sich auch in Wevelgem, denn oben auf der Lourdesgrotte steht eine Statue mit dem dazugehörigen Text “U.L.F. von Fatima B.F.U. (Unsere Liebe Frau von Fatima bitte für uns).
Im Jahr 1946 wurde die Lourdesgrotte von Valeer-Albrecht Pil (1885-1975), Pfarrer von Wevelgem (1941-1960), eingeweiht. Er ist der Initiator des Baus der Lourdesgrotte. Die Grotte ist ein großer Ausdruck der Dankbarkeit, dass Wevelgem und die Einwohner sicher aus dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) hervorgegangen sind.
Die Lourdesgrotte in Wevelgem ist definitiv einen Besuch wert.
Adresse: von Lode-de-Bonine-Straße, zum Großen Markt, hinter der Kirche des Hl. Hilarius, 8560 Wevelgem.
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