Die Lourdesgrot in der niederländischen Ortschaft Baarle-Nassau befindet sich im Prozessionspark bei der St. Salvator-Kapelle und gehört zur Bauerschaft Nijhoven. Dieser Park ist umgeben von Visweg und Nijhoven.
Die Lourdesgrot wurde 1932 durch die Erweiterung von Objekten auf dem Gelände realisiert. Die Marienstatue steht in einigen Metern Höhe in einer Nische. Über der Marienstatue ist der Text angebracht: “Ich bin die unbefleckte Empfängnis” und diese Worte beziehen sich auf die Erscheinungen von 1858 im französischen Lourdes, als sich Maria Bernadette Soubirous zu erkennen gibt.
In der Grotte brennen Kerzen und stehen Blumen. Vor der Lourdesgrotte stehen Bänke und dort steht auch die Statue der knienden Seherin Bernadette. Im Jahr 2017 wurde die Lourdesgrotte von Freiwilligen renoviert. Die Grotte lädt zum Gebet und zum stillen Verweilen bei Maria ein. Die Lourdesgrotte macht einen gepflegten Eindruck.
Im Prozessionspark steht die Kapelle St. Salvator (Heiliger Erlöser). Diese Kapelle hat eine lange Vorgeschichte, denn bereits im 8. Jahrhundert stand hier eine Holzkapelle. Danach folgten eine Steinkapelle, ein noch viel größeres Gotteshaus und eine Kapelle, die 1926 wegen des baufälligen Zustandes des Gebäudes abgerissen wurde. Anschließend kommt die heutige Kapelle, und zwar nach einem Entwurf von Hans van der Laan (1904-1991), der Architekt und Benediktinermönch ist. Er wird mit Dom angesprochen, einer abgeleiteten Anrede vom lateinischen Dominus, was Herr bedeutet. Die Einweihung der Kapelle erfolgte 1930. 1966 wurde die Kapelle ein Gemeindedenkmal und danach kam das Gebäude auch auf die Denkmalliste Brabants.
Der Prozessionspark erhält in den 1930er Jahren des 20. Jahrhunderts einen enormen Aufschwung. Es ist der Initiative des Pfarrers Johannes Antonius Vekemans (1881-1963) der Pfarrei unserer Lieben Frau von der immerwährenden Hilfe in Baarle-Nassau (1936-1958), der für Erweiterungen des Parks sorgt. 1931 erfolgt der Bau des Kreuzwegs mit 14 Stationen. Das Jahr 1932 bringt viele neue Aktivitäten mit Darstellungen der Geheimnisse des Rosenkranzes, der sieben Schmerzen Mariä und der Errichtung der Lourdesgrotte. 1934 wird der Kalvarienberg dem Park hinzugefügt. Am Rande des Parks wurde ein Glockenturm errichtet.
Im Jahr 2000 wurden die Kreuzwegstationen restauriert und von Maickel Prasing (1962), Pfarrer in Baarle-Nassau (1995-2007), geweiht. Im hinteren Teil des Parks, auf einer kleinen Wiese, ist es möglich, Asche zu verstreuen, und dort stehen Namen von Verstorbenen mit Daten auf Schildern.
Im Jahr 1935 wird die Vereinigung Freunde von Lourdes gegründet und diese Organisation wird im Jahr 2002 eine Stiftung. Seit 1950 findet die Aktivität statt jährlich am ersten Sonntag nach dem 15. August eine Kerzenprozession zur Lourdesgrotte abzuhalten.
Der Prozessionspark wird sichtbar gut gepflegt und es ist klar, dass Freiwillige und Besucher diesen Ort ehren wollen.
Beim Park gibt es Parkmöglichkeiten.
Adresse: Nijhoven/Visweg, 5111HE Nijhoven/Baarle-Nassau.
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