Am Pfingstsonntag zieht die Marienprozession durch das Zentrum von Halle.
Vor dem Aufbruch des Umzugs gibt es den Auszug des Prozessionsbildes von Unserer Lieben Frau von Halle beim Verlassen der Basilika. Dies geschieht unter den Klängen von Trompetenbläsern und in Anwesenheit von Geistlichen. Um 15:00 Uhr bricht die Marienprozession auf. Danach gibt es einen Abschlussgottesdienst im Mariahof, gefolgt vom Einzug des Marienbildes in die Basilika.
Die Marienprozession zeigt viel Geschichte der Stadt Halle mit ihrer religiösen Bedeutung für die Einwohner, Adeligen und Pilger aus dem ganzen Land. Die Erlangung der Stadtrechte im Jahr 1225 wird gezeigt und dabei sind Hofdamen, Höflinge, Trompeter und Festwagen anwesend. Auch die Schenkung des Marienbildes wird gezeigt.
An der Prozession nehmen viele Adlige und Politiker teil, wie Philipp der Kühne, Philipp der Gute, Karl der Kühne, Philipp von Kleve, Maria von Burgund, Kaiser Maximilian von Österreich, Kaiser Karl V., Herzog von Croy, Erzherzöge Albrecht und Isabella sowie Kaiserin Maria Theresia.
Neben den katholischen Adeligen sind unter anderem auch anwesend Justus Lipsius, Graue Schwestern, Jesuiten, Zauaven, Ministranten, Geistliche und natürlich Träger mit dem Gnadenbild Unserer Lieben Frau von Halle. Besonders schön ist die Choreografie namentlich von Gruppen, unter denen sich auch junge Leute befinden.
Die Marienprozession zeigt auf anschauliche Weise rund 800 Jahre Geschichte von Halle. Die Festwagen stellen ihre Bedeutung auf einfache Weise dar, die Teilnehmer gehen in gepflegter Kleidung und der Aufbau des Umzugs verdient ebenfalls ein großes Lob.
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