Maria-
Zimmer

Wallfahrtsorte in Österreich – Maria Plain

Geschichte

Während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) kam es zu Kämpfen zwischen katholischen und protestantischen Staaten. Schwedische Militärangehörige setzten den Marktplatz von Regen im Bayerischen Wald in Brand. Auch eine Bäckerei ging in Flammen auf, doch die dort befindliche Marienikone blieb auf wundersame Weise fast unbeschädigt. 1652 brachte Rudolf von Grimming (+1692) das Gemälde in eine Holzkapelle auf dem Plainberg, wo später die Kirche gebaut wurde. Der Name “Maria Plain” bedeutet “Maria Ebene”. 1653 verließ Rudolf von Grimming den Plainberg und nahm das Gemälde mit, nachdem er zuvor vom Barockmaler Johann Franz Pereth (1622-1678), auch Peretti und Beretti genannt, eine Kopie anfertigen ließ. Dieses zweite Werk wurde in der Kapelle aufgestellt. Erst 1732 kehrte das Originalgemälde in die Kirche zurück.

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ex voto mit dem Bezug auf die Entstehung des Wallfahrtsortes Maria Plain

Die weiß-gelbe Wallfahrtskirche steht auf dem Hügel Plainberg und wurde in den Jahren 1671-1674 errichtet. Der in Italien geborene Giovanni Antonio Dario (1630-1702) ist als Architekt in Österreich viel tätig und entwirft die Kirche im Jahr 1671. Die Kirche ist der Gottesmutter, der Mutter vom Trost, gewidmet. Am 12. August 1674 wird die Kirche von Max Gandolf von Kuenburg (1622-1687), Fürstbischof von Salzburg (1668-1687), geweiht. Das Kloster ist im Jahr 1681 fertiggestellt. Der Baustil ist Barock.

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die Wallfahrtsort von Maria Plain

In der Periode 1686-1692 wurden Kapellen auf dem Kalvarienberg errichtet. Sebastian Stumpfegger (1671-1749) ersetzt im Jahr 1710 die hölzernen Kapellen durch steinerne Gebäude. Er errichtet auch die Schmerzenskapelle. Die Kreuzigungsgruppe stammt von Matthias Wilhelm Weissenkirchner (1670-1727) und Johann Franz Schwanthaler (1683-1762) fertigt die Pieta. Im Jahr 1692 wurde die Heilig-Grab-Kapelle als Schenkung erhalten.

Im Jahre 1732 kommt das Originalgemälde in die Kirche und Maria erhält einen Strahlenkranz. Das Gnadenbild ist ein Gemälde aus dem 17. Jahrhundert und der Maler ist unbekannt. Das Gemälde hat Gefahren getrotzt, darunter ein Brand im Jahre 1633 in Regen. Dem Gemälde mit Maria werden Wunder zugeschrieben, denn Heilungen sind nach dem Beten vor diesem Kunstwerk geschehen. Auch wurden Kopien des Gemäldes angefertigt.

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Gnadenbild in der Basilika Maria Plain

Im Jahr 1751 wurde das Gnadenbild der Maria von Andreas Jakob Graf von Dietrichstein (1689-1753), Fürstbischof von Salzburg (1747-1753), gekrönt.

In der Kirche hat einst Komponist, Dirigent, Pianist und Geiger Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) gespielt.

Im Jahr 1824 kommt Maria Plain unter die Verantwortung der Benediktinerabtei St. Peter in Salzburg.

Eine besondere Veranstaltung findet 1845 mit der Einführung des 40-Stunden-Gebets statt.

Im Jahr 1952 erhält die Kirche den Ehrentitel Basilika und dies nach Genehmigung durch Pius XII., Papst in der Zeit von 1939 bis 1958, geboren als Eugenio Maria Giuseppe Giovanni Pacelli (1876-1958).

Das Äußere wurde in den Jahren 2003/2004 renoviert und das Innere in 2013/2014.

Wallfahrtsort
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Blick vom Hügel Maria Plain

Auf dem Hügel bei der Kirche gibt es eine weite Aussicht auf die Umgebung mit der Stadt Salzburg. Die Kirche ist ein Bestandteil des Stifts St. Peter in Salzburg. Zur Kirche kommen zahlreiche Menschen auf Wallfahrt mit ihren Sorgen und Gedanken, um diese Maria anzuvertrauen. Auch Pilger kommen hierher, um der Gottesmutter zu danken. Auf dem Weg zum Wallfahrtsort begegnen Besucher Steinsäulen, die Geheimnisse des Rosenkranzes darstellen.

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Hauptaltar in der Basilika von Maria Plain

Das Gnadenbild von Maria Plain zeigt Maria und das kleine Jesuskind, beide sind gekrönt und ein Silberrahmen macht das Kunstwerk noch eindrucksvoller. Maria blickt auf ihr Kind. Dieses Werk ist ursprünglich eine Weihnachtsszene. Es steht im Hochaltar und hat den Namen Maria Trost vom Plainberg.

Unter den Kunstwerken in der Basilika sind unter anderem noch die “Verlobung Mariä mit Josef” und “die Flucht nach Ägypten” des Antwerpener Kunstmalers Frans de Neve (1606-±1688) zu nennen.

Im Mittelschiff hängt eine große, silberne, gekrönte Darstellung von Maria mit dem Kind. Sie stellt die Rosenkranzkönigin dar und ist ein Dankesgeschenk aus dem Jahr 1675.

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ex voto in der Basilika zu Maria Plain

In der Basilika sind viele Dankesgaben als Votivbilder zu sehen, die vielen Gemälde und Bilder in der Kirche beweisen dies.

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In der Nähe der Basilika befindet sich ein Kalvarienberg und dort sind auch kleine Kapellen gemacht worden.

Die Basilika ist täglich geöffnet.

ERHÄLTLICHKEIT

Der Wallfahrtsort Maria Plain befindet sich an der Plainbergweg 38, 5101 Bergheim. Der Marienort liegt knapp oberhalb von Salzburg.

Aktuelle Infos sind zu finden auf www.mariaplain.at.

ERLEBNIS

An einem Samstag im September steht der Besuch des Wallfahrtsortes Maria Plain auf dem Programm. Diesen Marienort besuchen zu können, steht schon eine Weile auf der Wunschliste.

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Innenraum der Basilika von Maria Plain

Gegen 11:00 Uhr komme ich bei der Basilika an und als ich hineingehe, ist dort gerade eine Hochzeitszeremonie im Gange. Hinten in der Kirche stelle ich mich hin und sehe, dass die Feier fast beendet ist. Es fällt mir auf, dass jeder in der Tracht der Region gekleidet ist. Auch die vielen Mitglieder der örtlichen Blaskapelle sind in voller Montur gehüllt. Was für eine festliche Versammlung! Ein Marienlied wird gesungen und die Anwesenden werden für das Zeigen des Interesses gedankt. Die Familien des Brautpaares gehen noch mehrmals auf das Foto und danach verlassen das Brautpaar und ihre Gäste die Basilika. Plötzlich ertönen laute Schüsse von den Schützen der Gilde. Es sind Salven zu Ehren der Frischvermählten. Was für ein Erlebnis, dies in diesem Wallfahrtsort mitzuerleben.

Da die Basilika nur noch wenige Besucher zählt, ist der Moment gekommen, sich das Innere einmal richtig anzusehen. Ich habe hier nicht viel Zeit, denn ein weiteres Pärchen, das heiraten möchte, steht bereit, um getraut zu werden. Den Hochaltar mit dem Gnadenbild als ein Wunder zu sehen, ist etwas Besonderes. Sowohl Mutter als auch Kind sind gekrönt.

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Gnadenbild in der Basilika Maria Plain

Nachdem ich die schöne Basilika verlassen habe, erkundige ich mich in einem Geschäft mit Devotionalien nach dem Gedränge an kirchlichen Trauungen. Ich erfahre, dass heute nacheinander vier Hochzeitszeremonien in der Basilika stattfinden. Es ist bemerkenswert, dass hier noch viele in der Kirche heiraten.

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Kerzenkapelle in Maria Plain

Eine Stunde später kann ich mit der aufgeschobenen Besichtigung der Basilika fortfahren. Das alte Bildnis der Maria, hoch auf dem Altaraufsatz, erinnert mich an die Geschichte des Bildes. Was für eine Geschichte dieses Kunstwerks, das die Gottesmutter darstellt! Ich gehe weiter in der Kirche und nach dem Beten gehe ich nach draußen. Was für schöne Eindrücke habe ich gewonnen! Anschließend gehe ich nach draußen und besuche die Kerzenkapelle und die Grabkapelle.

Auf der hohen Hochebene vor der Basilika gibt es eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt Salzburg und ihre weite Umgebung. Auch das ist Genuss!

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Heilig Graf Kapelle von 1692 in Maria Plain
UMGEBUNG

Nur 5 km entfernt liegt die geschichtsträchtige Stadt Salzburg, wo unter anderem Mozarts Geburtshaus besichtigt werden kann. Der Wallfahrtsort Maria Kirchental ist 52 km entfernt und der von Maria Alm liegt 76 km von Maria Plain.

SALZBURG – DOM
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Salzburg

In der historischen Altstadt von Salzburg bewundere ich wunderschöne Kirchen, monumentale Bürgerhäuser und alte Geschäftsgebäude mit schönen Fassaden. An diesem Ort, an dem der Spitzenmusiker Wolfgang Amadeus Mozart gelebt und gearbeitet hat, sind auch viele Gemälde mit und Statuen von Maria zu sehen.

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Salzburg

In Gassen mit Geschäften und Restaurants ist die Abbildung unserer Lieben Frau auch anwesend, wie über Eingängen und an Fassaden mancher Gebäude.

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Salzburg

Der Dom ist eine Perle zur Besichtigung. Diese Kathedrale, welche 1628 den Heiligen Rupert und Virgilius geweiht wurde, kennt eine große Fläche mit einem weiten Innenraum von 86 mal 62 Metern. Dadurch kann der Dom 10.000 Besuchern Platz bieten. Die Kathedrale ist ein Prunkstück kirchlicher Baukunst. Es ist das größte italienische, monumentale Bauwerk nördlich der Alpen. Auch in diesem großen Gotteshaus sind Bilder von Maria zu sehen. Maria zeigt sich auch in der St. Michaelkirche am Residenzplatz.

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Salzburg

Auch die Franziskanerkirche ist den Besuch mehr als wert. Das Gebäude wird durch drei Stile geprägt, nämlich Barock, Gotik und Romanik. Der Barockstil kommt manifest im Inneren der Wallfahrtsbasilika Maria Plain zum Ausdruck, welche auf der Nordseite von Salzburg liegt.

Ein Besuch im Weihnachtsmuseum, im Zentrum der Stadt, ist eine wahre, kulturelle Reise durch die Vergangenheit.

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Salzburg

Veröffentlicht: 2. Dezember 2023
Zuletzt geändert: 21. Februar 2024

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