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Wallfahrtsorte in Polen – Maria Sniezna/Góra Igliczna

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Geschichte

Im Jahr 1750 bringt ein Bauernsohn namens Christoph Veit (+1776), aus dem benachbarten Wölfelsdorf (Polnisch: Wilkanów), eine aus Lindenholz geschnitzte Marienstatue aus dem österreichischen Wallfahrtsort Mariazell mit. Der Schöpfer der Statue, eine Kopie des Gnadenbildes von Mariazell, ist unbekannt. Er hängt die kleine Statue an einen Ast einer großen Buche auf dem Berg namens Spitziger Berg/Góra Igliczna. Menschen aus der Umgebung kommen zur Statue als Pilger und sie erinnert sie an Mariazell. Danach kommt eine Holzkapelle. Im Jahr 1765 zerstört ein Sturm den Baum und die Kapelle, aber die Statue bleibt unbeschädigt. Dies wird als Zeichen Gottes angesehen. Die Statue erhält einen neuen Platz auf dem Berg. Im Jahr 1776 kommt eine Holzkapelle, in der die Statue aufgestellt wird, um verehrt zu werden. Dies ist an dem Ort, wo jetzt das Pfarrhaus steht. Im Jahr 1777 ereignet sich ein bemerkenswertes Wunder. Ein kleiner Junge fällt in eine große Grube mit frisch gelöschtem Kalk und verliert sofort das Augenlicht. Die Eltern beten zu Maria um Fürsprache bei Gott, damit ihr Kind wieder sehen kann. Der kleine Junge erhält das Augenlicht, nachdem an der Statue gebetet worden ist. Das nächste Wunder betrifft die Heilung eines Sohnes eines Müllers. Mühlsteine haben die Hand des Jungen zerquetscht. Durch das Beten an der Marienstatue ist der Junge geheilt. Kurz darauf geschehen weitere Wunder und durch die wundersamen Vorkommnisse nimmt die Zahl der Pilger stark zu. Dadurch ist die Kapelle zu klein geworden und ein Plan für eine größere ist bald in Arbeit.

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Vorderseite der Wallfahrtskirche Maria Schnee

Am 18. Juni 1781 ist die Grundsteinlegung der aktuellen Wallfahrtskirche auf einem Stück Ackerland eines Bauern. In diesem Jahr beginnt die Wallfahrtsstätte offiziell. Die Kirche ist eine Spende von Michael Wenzel von Althann (1743-1810). Nach Realisierung des Gebäudes verwaltet ein Einsiedler das kleine Gotteshaus.

Am 22. Oktober 1782 erfolgte die Einweihung der kleinen Kirche durch Karl Winter (1733-1810), Pfarrer von 1767 bis 1808 in Mittelwalde/Miedzylesie. Er vertritt Anton Peter Prichovsky von Prichovice (1707-1793), Erzbischof von Prag (1764-1793). Nach dem Vorbild der römischen Basilika Santa Maria Maggiore erhielt die Kirche den Namen “Maria Sniezna”/”Maria Schnee”.

Im Jahr 1784 wird der Turm der Kirche gebaut und im Jahr 1821 kommt eine Vorhalle zur Kirche hinzu.

Im Jahr 1821-1823 wird ein Kreuzweg mit 14 Stationen von der Kirche zum Berg angelegt.

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Innenraum Wallfahrtskirche zu Maria Schneekönigin

Im Jahr 1897 kommen in der Kirche ein barocker Altar und die Skulpturengruppe “Krönung Mariens” hinzu. Architekt davon ist Joseph Elsner (1845-1933). Das Gnadenbild kommt in den Altar.

Gemalte Glasfenster werden in der Zeit von 1903-1913 angebracht. Fresken sind von “Verkündigung Mariä” und “Heimsuchung Mariä” sind vom Österreicher Wilhelm von Wörndle (1863-1927).

Karl Józef Wojtyła (1920-2005) besuchte mehrmals den Wallfahrtsort Maria Schnee. Am 7. Juli 1955 ist er Priester, Theologe und Philosoph und hält dort die Messe ab. Als Weihbischof von Krakau (1958-1964) tut er dies am 20. August 1961. Am 10. August 1968 ist Wojtyla in Maria Schnee als Erzbischof von Krakau (1964-1978) und Kardinal (1967-1978). Am 21. Juni 1983 wurde das Gnadenbild von Johannes Paul II. gekrönt, Papst von 1978 bis 2005 und in Polen als Karl Józef Wojtyla (1920-2005) geboren. Das Bild erhält den Titel “Ursache unserer Freude”. Die Krönung findet in Breslau/Wroclaw statt.

Am 23. Januar 2019 bestätigt der Heilige Stuhl zu Rom, dass auf Ersuchen Maria zur Schutzpatronin von Góra Igliczna (Spitziger Berg) ernannt wird. Dieses Ersuchen kommt von Ignacy Dec (1944), Bischof von Świdnica/Schweidnitz (2004-2020).

Jährlich besuchen ungefähr 25.000 Pilger den Wallfahrtsort.

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Deckenmalerei in der Wallfahrtskirche Maria Schnee
Wallfahrtsort

Der Wallfahrtsort liegt unterhalb des Gipfels eines Berges und ist von Wäldern umgeben. Zum Wallfahrtsort führen mehrere Wanderwege.

Die Wallfahrtskirche zeigt einen barocken Stil. In dieser Kirche steht die Statue der Maria. Die Gnadenstatue zeigt Maria mit ihrem Kind auf dem linken Arm. Marias Kleid ist blau mit einem Blumenmuster und ihr Söhnchen ist rot gekleidet. Von Anfang an ist die Statue bereits bekleidet. Darunter sind drei Engelsköpfe angebracht. Zwei Engel über Maria halten eine Krone.

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Altar mit Gnadenbild in der Wallfahrtskirche von Maria Schnee

Maria ist hier die Schirmherrin aller, die gesund werden wollen, an Körper und Geist, aller, die sich ein Kind wünschen, und aller Touristen und Sportler.

Im Chorumgang sind viele Votivgaben angebracht, die aus Dankbarkeit an Maria gespendet wurden.

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Ex-vota in der Prozession der Wallfahrtskirche von Maria Schneiberg

Im Kreuzgang befindet sich ein Museum, das die Geschichte des Wallfahrtsortes erzählt. Hier gibt es auch eine große Weihnachtskrippe mit Figuren zu sehen.

Ende Juni zieht die alljährliche Prozession von Wölfelsdorf/Wilkanów zum Wallfahrtsort Maria Schnee. Am letzten Sonntag im Juni findet die feierliche Erinnerung an die Krönung des Gnadenbildes am 21. Juni 1983 statt.

Jährlich ist am 5. August das Fest Maria Schnee. Dies wird am ersten Sonntag im August gefeiert.

Im Wallfahrtsort sind Devotionalien zu verkaufen und das Heiligtum ist täglich zugänglich.

ERHÄLTLICHKEIT

Der Wallfahrtsort “Maria Sniezna” liegt in Niederschlesien, auf fast 800 Metern über Meereshöhe, unterhalb des 845 Meter hohen Gipfels des Berges Góra Igliczna. Die letzten Kilometer zum marianischen Ort verlaufen stark ansteigend. Auf etwa 400 Metern Entfernung zum Heiligtum sind Parkplätze vorgesehen.

Die Adresse des Wallfahrtsortes
Góra Igliczna 1, 57-500 Góra Igliczna.

Mehr Informationen sind zu finden auf www.sanktuariummariasniezna.pl und auch auf www.mariasniezna.pl.

ERLEBNIS
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Wegweiser zu Wallfahrtsorten mit den zurückzulegenden Entfernungen am Wallfahrtsort Maria Sniezna

Nachdem das Auto einen Stellplatz gefunden hat, ist es zum Heiligtum gehen und auf einer Tafel mit Schildern lese ich, dass es noch eine Weile gehen ist. Auch erfahre ich, dass die Wallfahrtskirche auf 781 Meter über dem Meeresspiegel steht. Weiter sind die Entfernungen zu bekannten Wallfahrtsorten wie Mariazell und Gietrzwald angegeben. Auf dieser Höhe gibt es eine schöne Aussicht auf die Umgebung. Was für eine weite Aussicht!

Der Wallfahrtsort kennt einige Gebäude und als Erstes gehe ich in die Kirche. Hierher kommen Pilger, um Maria um Schutz und Rat zu bitten. Auch um Freude im Herzen zu erlangen, kommen sie hierher.

Das kleine Gnadenbild steht im Retabel auf dem Altar. Sehr passend finde ich das, nämlich “klein ist fein”.

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Gnadenbild vom Wallfahrtsort Maria Schnee

Im Glasfenster des Chores sehe ich die Bilder der Eltern Marias, nämlich von Anna und Joachim.

In der Kirche sehe ich viele Malereien, darunter ein Gemälde der Verkündigung mit dem Besuch des Engels bei Maria. Im Umgang sind Votivbilder zu sehen und es wird von der Geschichte des Wallfahrtsortes erzählt. Eine große Weihnachtskrippe ist aufgebaut mit vielen kleinen Figuren.

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große Ausstellung von Weihnachtskrippen in der Umrundung der Wallfahrtskirche von Maria Schnee

Nach reiflicher Überlegung statte ich dem kleinen Geschäft, in dem Artikel wie Figürchen, Karten und Medaillons verkauft werden, einen Besuch ab. Ich kaufe jetzt etwas, um nach meiner Heimkehr etwas zu verteilen. Dann ist mein Besuch hier beendet und mit schönen, gewonnenen Eindrücken reise ich weiter.

UMGEBUNG

In der Umgebung des Wallfahrtsortes sind viele Wanderungen möglich, und auch für Radfahrer ist es eine Herausforderung, in einem hügeligen Gebiet sportlich aktiv zu sein.

Von Międzygórze sind es 5 km nach Nordwesten, um nach Maria Śnieżna zu gelangen.

Der Aufbruch vom Wallfahrtsort Bardo/Wartha zur Ankunft in Maria Sniezna bedeutet eine 45 km lange Reise nach Süden.

Die Entfernung von der Wallfahrtsstätte Wambierzyce/Albendorf beträgt 55 km nach Südosten, um nach Maria Sniezna zu gelangen.

Von der Wallfahrtsstätte in Krzeszów/Grüssau nach Maria Sniezna zu gehen, bedeutet, 90 km nach Südosten zu fahren.

Die Entfernung vom Wallfahrtsort Piekary Śląskie nach Maria Śnieżna beträgt 242 km in westlicher Richtung zu legen.

Veröffentlicht: 26. Februar 2025

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