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Wallfahrtsorte in Italien – Maria Trens

Geschichte

Der Name “Trens” ist römischen Ursprungs und leitet sich von “Torrentes”, dem Gebirgsfluss, ab. In einer Urkunde aus dem Jahr 827 wird dies erwähnt. Im 6. Jahrhundert wird das Christentum zu den Bewohnern der Region gebracht. In alten Dokumenten ist von “Unsere Liebe Frau in Trens an der Lahn” die Rede und es werden Opfer an Maria dargebracht.

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Pilgerkirche mit Friedhofskapelle und Teil des Friedhofs von Maria Trens.

Eine Legende aus dem Jahr 1340 liegt der Wallfahrtsstätte zugrunde. Die Geschichte lautet: Ein Bauer findet an einer Mauer, unter einem Stein, ein hölzernes, unversehrtes Marienbildchen. Dies geschieht während der Umleitung eines Wildbachs, wodurch viel Wasser aus den Bergen die Sicherheit der Umgebung bedroht. Der Mann nimmt das Bildchen mit nach Hause und verehrt es mit seinen Familienmitgliedern. Am nächsten Morgen ist die kleine Bildnis fort und steht in der Dorfkapelle. Der Mann bringt das Bildchen zurück, aber erneut landet es in der Kapelle. Dies wiederholt sich noch zweimal und es wird beschlossen, das Bildchen in der Kapelle stehen zu lassen.

Bereits 1345 wurde den Besuchern von Trens ein Ablass gewährt, die beim Bau einer Kirche helfen. Dies geschah in Avignon, während des Babylonischen Exils der Päpste, durch Clemens VI., Papst von 1342 bis 1352, geboren als Pierre Roger de Beaufort (1291-1352).

Schon im Jahr 1407 wurden von den “Herren von Trautson”, einem Adelsgeschlecht, bezahlte, wöchentliche Messen abgehalten. Die Zahl der Kirchenbesucher stieg stetig an und der Marienwallfahrtsort wurde auch außerhalb der Landesgrenzen bekannt. Die Marienfigur wurde “Unsere Liebe Frau von Trens” genannt. In Wunderbüchern wurden Wunder und besondere, unerklärliche Ereignisse verzeichnet. Als Dank an Maria wurden Votivgaben in der Kirche aufgehängt.

Der Wallfahrtsort hat im 16. und 17. Jahrhundert unter anderem unter der Reformation, dem Bauernaufstand und dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) stark zu leiden. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges lebt die Wallfahrt wieder auf.

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Fresken in der Kuppel der Wallfahrtskirche zu Maria Luggau.

Im Jahr 1653 wird eine Rosenkranzbruderschaft gegründet.

Die heutige Kirche steht an der Stelle der ehemaligen Kirche. Die ältesten Teile der Kirche stammen aus ca. 1350. Im westlichen Portal der Kirche steht die Jahreszahl 1498 und in diesem Jahr wurde das damalige Gebäude vergrößert. Die mittelalterliche Kirchhofkapelle wurde 1648 geweiht.

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Die Gnadenkapelle wurde in den Jahren 1726-1727 verwirklicht. Die Fresken stammen von dem ortsansässigen Kunstmaler Innozenz Anton Warathy Barath (1694-1758). Der Marmoraltar wurde von Cristoforo Benedetti (1657-1740) geschaffen. Die Kirche wurde in den Jahren 1753-1754 von Joseph Adam von Mölck/Mölk (ca. 1714-1794) im Barockstil umgebaut.

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Am 29. März 1728 wurden der Marmoraltar und die Gnadenkapelle von Ferdinand Joseph Gabriel von Sarnthein (1697-1762), Weihbischof von Brixen (1727-1762), geweiht. Einen Tag später wurde das Marienbildnis über dem Altar aufgestellt. Das Gnadenbild ist aus Kiefernholz gefertigt, die Rückseite ist ausgehöhlt, Maria ist gekrönt und trägt einen verzierten Mantel. Sie hält ihr Kind, das mit der linken Hand nach dem weißen Schleier Marias greift. Der Bildhauer Ivo Stigel/Strigl (1430-1516) schuf die Darstellung um das Jahr 1470. Später wurde die Figur in andere, wechselnde Kleidung gekleidet. Die Garderobe des Gnadenbilds ist umfangreich durch Schenkungen, unter anderem von Eleonora Maria Josepha von Österreich (1653-1697), Königin von Polen (1670-1673), Erzherzogin von Österreich, Herzogin von Lothringen, Prinzessin von Ungarn und Böhmen. Die Darstellung wurde 1985 von Giancarlo Pocher aus Brixen restauriert.

Im Jahr 1805 kommt ein neuer Hochaltar mit den Statuen von Joachim, Johannes dem Täufer, Josef und Zacharias. Das Altargemälde “Mariä Himmelfahrt” ist vom Kunstmaler Josef Schöpf (1745–1822).

Das Gnadenbild wird bei der 200-Jahr-Feier der Gnadenkapelle im Jahr 1928 gekrönt. Im Jahr 1952 finden Restaurierungsarbeiten statt und alte Fresken werden sichtbar gemacht.

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Fresco in der Kirche zu Maria Trens.

Umfangreiche Restaurierungsarbeiten des Äußeren und Inneren der Kirche fanden 1995 statt. Im Jahr 2000 wurde der etwa 60 Meter hohe Kirchturm restauriert.

Maria Trens liegt auf fast 1000 Metern über dem Meeresspiegel und im Dorf ist der Wallfahrtsort der Anziehungspunkt für Besucher. Der Ort zählt über 1000 Einwohner.

Wallfahrtsort

Das Heiligtum von Maria Trens ist, nach Maria Weissenstein, der wichtigste Wallfahrtsort in Südtirol. Jährlich werden Wallfahrten abgehalten, insbesondere am 15. August, dem Tag Mariä Himmelfahrt. Die Wallfahrt gehört zu den ältesten und bedeutsamsten marianischen Ausdrucksformen im Land Südtirol.

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Die spätgotische Wallfahrtskirche, gelegen auf dem Friedhofsgelände, zeigt den Besuchern viel. In der Friedhofskapelle steht eine Darstellung von Maria als Rosenkranzkönigin.

Über dem Haupteingang der Kirche befindet sich eine Marmorstatue von Maria mit Kind. Der Text handelt von der Wallfahrt und aus den Buchstaben lässt sich das Jahr 1728 ableiten.

Die Besucher kommen in die Kirche hauptsächlich wegen des Gnadenbildes.

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Gemälde des Josephsaltars in der Kirche zu Maria Trens.

Ein Fresko in der Kirche ist von Johann Baptist Oberkofler (1895-1969), der Priester und Kunstmaler ist. Dieses Werk zeigt die Entstehung der Wallfahrt. Über dem Altarraum befindet sich ein Fresko der Himmelfahrt Mariens.

Ein großes Gemälde ist dem heiligen Josef gewidmet und wurde von Josef Renzler (1770-1842) geschaffen.

In der Kirche gibt es Votivgaben, darunter eine Danksagung für die Wiederbelebung eines totgeborenen Kindes. Das Kind wurde vor das Gnadenbild gelegt und zum Leben erweckt. Die Garderobe des Gnadenbildes wurde um mehrere Mäntel erweitert. In den vergangenen Jahrhunderten wurde dem Gnadenbild vieles geschenkt, wie Kleidung, Kronen, Schmuck und Juwelen.

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Es gibt einen Pilgerweg von über 2 km mit verschiedenen Stationen.

Es gibt in Trenzano Wallfahrten zu Fuß bei Nacht am 13. eines jeden Monats Mai, Juni, Juli, August, September und Oktober. Die Wallfahrten stehen in Beziehung zu den Erscheinungen von Fatima im Jahr 1917.

Die Wallfahrtskirche ist täglich geöffnet.

ERHÄLTLICHKEIT

Der Wallfahrtsort Maria Trens liegt in der Provinz Bozen in Südtirol, im Norden Italiens. Nach dem Brennerpass ist es die Ausfahrt Sterzing zu nehmen. Der Marienort liegt in geringer Entfernung südlich der Stadt Sterzing. Maria Trens gehört zur Gemeinde Freienfeld. Mit dem Zug geht die Reise bis ins nahe gelegene Freienfeld.

Adresse des Wallfahrtsortes: Innozenz-Barat-Straße, 39040 Campo de Trens (Bozen).

Aktuelle Informationen sind zu finden auf www.mariatrens.com.

ERLEBNIS

Gerade eben den Brennerpass hinter uns gelassen und nun bin ich im Norden von Italien. Der erste Ort ist Sterzing/Vipiteno. Dort die Autobahn verlassen und nach Sterzing fahren, um dann etwas südlich nach Maria Trens zu gelangen. Maria Trens ist ein beliebter Marienwallfahrtsort. Es fühlt sich sehr besonders an, gleich in Italien die Maria zu besuchen.

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Die Wallfahrtskirche steht mit Friedhofskapelle auf einem ummauerten Friedhof mit gut gepflegten Gräbern. Für die Verstorbenen wird hier gut gesorgt, denn die meisten Gräber sind mit Blumen geschmückt. Was für Liebesbeweise!

Die Kapelle bei der Kirche besuche ich voll Interesse, denn das Innere soll sehr schön sein, habe ich gelesen. Wenn ich in der Kapelle bin, stimmt meine Information. Was für eine Marienstatue! Was für eine Intimität spüre ich hier! Die Vergangenheit drückt sich durch Gebäude, Bilder und Atmosphäre aus. In dieser Kapelle ist es, still zu bewundern, Kerzen anzuzünden und mit Gedanken bei unserer Lieben Frau zu sein.

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Im Anschluss gehe ich zur Wallfahrtskirche und lasse mich überraschen. Zuerst gehe ich zum Seitenaltar mit der Gottesmutter. Hier steht das Gnadenbild. Dies ist ein ausgewählter Gebetsort und davon mache ich dankbar Gebrauch.

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Schilderungen an der Außenseite des Hauses von Innozenz Anton Warathy Barath in Maria Trens.

Das Gnadenbild im Hochaltar packt mich fest. Was für ein gelungenes Kunstwerk! Diese Kirche werde ich noch mehr schätzen lernen, wenn ich all das betrachte, was Menschen erschaffen durften. Was für begnadete Kinder Marias sind Künstler.

Nach dem Kirchgang werde ich das Dorf erkunden. Manch ein Haus ist mit einem Bild der Heiligen Jungfrau geschmückt, und so auch das Haus des Künstlers Innozenz Anton Warathy Barath (1694-1758).

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Gemälde in der Entdeckungskapelle mit dem Fund des Marienbildes in Maria Trens.

Ich sehe eine Menge Darstellungen und Gemälde. Nach weiterem Bummeln komme ich zu einer kleinen Kapelle mit Geschichte. Es ist die Entdeckungs-Kapelle mit einem Bild der Legende aus dem Jahr 1340. Hier erzählt die Geschichte von der Auffindung einer Marienstatue in Bergbach an der Lahn, die zur Kirche gebracht wird. Zu ihrer Erinnerung wurde 1838 die Kapelle am Bach gebaut und 1998 hierher verlegt. Durch das Finden der Marienstatue hat sich dieses Dorf verändert.

UMGEBUNG

In der Nähe von Maria Trens kann man Wanderungen und Radtouren unternehmen. Die Aussicht ist beeindruckend mit hohen Bergen, wie dem Höllenkragen von 2387 Metern und der Trenser-Joch-Hütte von 1998 Metern.

Sterzing liegt 5 km von Maria Trens entfernt. Diese Stadt hat viele schöne Fassaden, viele Geschäfte und einige Restaurants. Es gibt auch religiöse Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.

Vom Wallfahrtsort Maria Weissenstein sind es 88 km nach Norden und von Bozen nach Maria Trens sind es 64 km nordwärts.

Vom Wallfahrtsort Spiazzi, nahe dem Gardasee, sind es 206 km nach Norden, um Maria Trens zu erreichen.

Von der österreichischen Stadt Innsbruck ist die Entfernung 60 km nach Süden, um nach Maria Luggau zu gelangen.

Gepostet: 16. Juni 2024

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