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Zimmer

Wallfahrtsorte in Deutschland – Marienfried

Marienfried

Geschichte

Es ist der 13. Mai 1940 und der Zweite Weltkrieg nimmt an Umfang zu. An diesem Tag findet eine besondere Begebenheit statt. Es ist Pfingstmontag … Die 16-jährige Bärbel Reuss macht, wie am Vortag, denselben Spaziergang hin und im Wald bei Pfaffenhofen an der Roth. Am Tag zuvor betet sie den Rosenkranz. Ohne es zu merken, hat Bärbel den Rosenkranz verloren. Sie sucht und sucht, doch sie findet die Perlenkette nicht. Schade, denn sie möchte den Rosenkranz beten. Plötzlich gesellt sich eine Frau zu ihr. Die beiden Frauen kommen ins Gespräch. Die Frau sagt zu Bärbel, dass sie mit ihr einen anderen Rosenkranz beten möchte. Bärbel ist überrascht, dass die Frau weiß, was ihr Gedanke ist. Die Frau sagt, dass Bärbel, wenn sie diesen, anderen Rosenkranz fleißig betet, sie besser kennenlernen wird. Bärbel willigt ein und darauf lehrt sie die Frau “den Rosenkranz der Unbefleckten” beten. Die Frau sagt, dass anstelle der bekannten Rosenkranzgeheimnisse andere Anrufungen gehandhabt werden. Diese Anrufungen sind:
Durch Deine Unbefleckte Empfängnis, rette uns!
-Durch Ihre Unbefleckte Empfängnis, beschützen Sie uns!
Durch Ihre makellose Empfängnis, führe uns!
Durch Deine unbefleckte Empfängnis, heilige uns!
-Durch Ihre unbefleckte Empfängnis, leiten Sie uns!
Die Frau will mit Bärbel diesen Rosenkranz für das Vaterland beten. Nach dem gemeinsamen Gebet geht die Frau weg. Sie geht in eine andere Richtung. Diese Begegnung hinterlässt auf Bärbel einen unvergesslichen Eindruck. Sie will die Frau noch einmal treffen und sie besser kennenlernen. Nach der Begegnung mit der Frau betet Bärbel oft den Rosenkranz der Unbefleckten Empfängnis. Sie behält die Begegnung mit der Frau für sich und mit niemandem teilt sie ihre Erfahrung. Einige Jahre später, nach dem Zweiten Weltkrieg, bekommt dies 1946 eine Fortsetzung …

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Marienstatue im Garten bei Marienfried

Bärbel Reuss ist befreundet mit Anna und ihrem Bruder Martin Humpf. Seit 1943 ist Martin Pfarrer in Pfaffenhofen an der Roth. Anna unterstützt ihn bei seiner Arbeit. Sie ist nicht nur Haushälterin im Pfarrhaus, sondern auch Helferin in der Seelsorge. Seit ihren Jugendjahren ist sie Teilnehmerin der Schönstatt-Bewegung. Diese Organisation ist eine religiöse, apostolische Bewegung, welche das Marienbild der Dreifachen, Wundersamen Mutter als Formungsprinzip verwendet. Anna leitet dort eine Mädchengruppe, und Bärbel Reuss ist Mitglied.
Während einer Predigt im Mai 1944 macht Pfarrer Martin Humpf den Vorschlag, ein Gelübde abzugeben. Angesichts der drohenden Katastrophe des Krieges möchte er Maria ein Gelübde ablegen. Wenn sie die Pfarrei Pfaffenhofen beschützt, soll zum Dank eine Kapelle gebaut werden. Denn Pfaffenhofen ist in großer Gefahr, da feindliche Flugzeuge täglich darüber hinwegfliegen. Viele zurückkehrende deutsche Soldaten kommen an Pfaffenhofen vorbei, um weiter Richtung Berlin zu ziehen. Die Einwohner von Pfaffenhofen fühlen sich in dieser Zeit nicht sicher. Knapp ein Jahr später endet der Zweite Weltkrieg und Pfaffenhofen übersteht den Krieg ohne größere Beschädigungen. Schon seit einiger Zeit hat der Pfarrer eine kleine Marienheiligtum im Sinn. Der Bau einer Kapelle ist daher ein Wunsch. Es kommt ein Bildstock und dieser wird an einen Baum gestellt. Das Bild ist die Mutter Gottes von Schönstatt. Anna Humpf kümmert sich um dieses Bild.

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Kirche zu Marienfried mit Abbildung des Gnadenbildes

Dann wird es 1946 …

1946 erscheint Maria an drei Tagen bei der 22-jährigen Bärbel Reuß. Dies geschieht am 25. April, 25. Mai und 25. Juni.

Am 25. April 1946 gehen Pfarrer Martin Humpf, seine Schwester Anna und Bärbel Reuss nach Pfaffenhofen in den Wald. Sie beten den Rosenkranz und sprechen über die Entstehung von Heiligtümern. Der Pfarrer sagt unter anderem, dass es Maria ist, die oft ein Zeichen gibt, wo ein von Ihr gewünschtes Heiligtum entsteht. Er äußert den Wunsch, dass Anna, Bärbel und er ein solches Zeichen empfangen möchten. Der Pfarrer sagt auch, dass er eine Kapelle bauen möchte. Sie halten an dem Baum am Wegesrand an, an dem ein Marienbildchen hängt. Plötzlich sagt Bärbel: “Es ruft mich jemand.” Sie geht ins Gebüsch. Sieht eine Frau. Martin und Anna Humpf sehen jedoch nichts. Sie hören aber, wie Bärbel mit jemandem spricht. Bruder und Schwester Humpf sagen zueinander, dass Bärbel vielleicht eine Vision hat. Die Erscheinung spricht mit Bärbel über ein mysteriöses Ereignis vor sechs Jahren, und das am Pfingstmontag des Vorjahres. Bärbel fragt die Dame: “Woher wissen Sie das?” Die Erscheinung sagt: “Wenn Ich den Schleier nicht um hätte, würden Sie Mich kennen.” Auch sagt die Dame: “Der Friede Christi wird mit euch dreien und mit allen sein, die hier beten.” Danach verschwindet die Dame. Bärbel geht davon aus, dass die anderen die Dame auch gesehen und gehört haben, aber Martin und Anna verneinen dies. Bärbel erzählt, was gerade passiert ist. Martin Humpf sieht die Begegnung von Bärbel als ein hoffnungsvolles Zeichen. Er weiß nun auch sicher, dass dies der Ort ist, wo eine Kapelle entstehen wird.

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Gedenk- und Kerzenplatz neben der Gnadenkapelle in Marienfried

Am 12. Mai 1946, Erster Pfingsttag, erzählt Bärbel Martin und Anna Humpf, was ihr am 13. Mai 1940 widerfahren ist. Diese Frau hat sie kürzlich, am 25. April, am Waldrand wiedergetroffen. Die Reaktion von Pfarrer Martin Humpf ist vielsagend. Er sagt, diese Frau sei die Gottesmutter.

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Pietà in Kirche zu Marienfried

Die zweite Erscheinung findet am 25. Mai 1946 statt. Früh am Morgen wird Bärbel Reuss von einem Engel aufgefordert, an diesem Tag zum Ort der früheren Erscheinung zu gehen. Dieser Engel ist bereits öfter zu Bärbel gekommen, besonders am Morgen, und hat mit ihr gebetet. Der Engel hat Bärbel die Anliegen genannt, für die sie beten soll. Der Engel nennt sich “der Engel der Großen Mittlerin der Gnaden”.
Später am Tag gehen Bärbel Reuss, Anna Humpf und ihr Bruder Martin in den Wald. Sie nähern sich dem Bildstock. Plötzlich sieht Bärbel den Engel, der ihr eine Richtung weist. Anschließend sieht sie die geheimnisvolle Frau stehen. Die Frau ist ganz in Weiß gekleidet und trägt einen Umhang. Diese Frau hat dunkles Haar mit einem Mittelscheitel. Auch ihre Augen sind dunkel. Die Frau hat einen wunderschönen Glanz in den Augen und das ganze Gesicht zeigt Klarheit, Reinheit und Güte. Die Frau sagt: “Ja, Ich bin die Große Mittlerin der Gnaden.” Die Erscheinung sagt zu Bärbel: “Sie müssen ein Geheimnis bewahren. Jetzt können Sie nichts damit tun. Bringen Sie Geduld auf. Ich werde Sie leiten. Eines Tages werden Sie es verstehen.”
Um Bärbel die Wirklichkeit der Erscheinung zu beweisen, fordert die Dame sie auf, zum Kellerberg zu gehen. Dieser liegt zwischen Pfaffenhofen und Beuren. Sie sagt: “Dort ist ein Mann in großer Not. Geh hin und hilf ihm. Dies ist ein Zeichen für dich, dass du nicht dem Betrug erlegen bist.” Die Erscheinung sagt ferner: “Überall, wo die Menschen meinem Unbefleckten Herzen nicht vertrauen, hat der Teufel die Macht.”
Auch bei der zweiten Erscheinung hört und sieht nur Bärbel die Frau. Anna und Martin Humpf hören und sehen nichts, wohl aber hören sie Bärbel sprechen.
Bärbel geht zu dem Ort, den die Erscheinung angegeben hat. Sie findet dort einen Mann, der gebrochen Deutsch spricht. Bärbel denkt, dass er ein Italiener oder Pole ist. Der Mann nennt sich Mario und scheint völlig verrückt zu sein. Bärbel bemerkt, dass er etwas unter der Kleidung versteckt. Es stellt sich heraus, dass es eine Schnur ist. Der Mann bittet um Hilfe und Bärbel führt ihn zum Ort der Erscheinung. Dort angekommen, versteht der Mann, was ihm fehlt; er hat jemanden von sich Besitz ergreifen lassen. Am Abend gehen einige Mädchen zum Bildstock. Sie kommen zu dem Bild und sehen dort eine Schnur hängen.

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Marienstatue in Kirche in Marienfried

Die letzte, dritte Erscheinung im Jahr 1946 ist am 25. Juni. Martin, Anna und Bärbel sind am Ort der früheren Erscheinungen. Anna schmückt den Bildstock am Wegesrand. Plötzlich sieht Bärbel die Erscheinende. Maria sagt unter anderem: “Ich bin die Große Mittlerin der Gnaden. Ich will, dass die Menschen erfahren, was ich Wort für Wort gesagt habe. Sie können es sich merken.” Bärbel fragt sie, welches Bild in die Kapelle kommen soll. Die Erscheinende weist auf das Bild beim Gebüsch am Straßenrand. Dies nennt sie: “Das Bild der Dreifachen, Wunderbaren Mutter von Schönstatt.” Sie fügt hinzu: “Oft wurde an diesem Bild in Schönstatt gebetet und viele Opfer wurden gebracht.”
Die Erscheinung spricht unaufhörlich. Plötzlich ist eine große Schar Engel um Sie herum. Diese Engel tragen lange, weiße Kleidung. Sie knien, verbeugen sich tief und beten. Laut Bärbel ist die Erscheinung schöner und strahlender als im letzten Monat. Auch dieses Mal sehen und hören Martin und Anna die Erscheinung nicht. Sie hören nur Bärbel sprechen.

Maria hat unter anderem auch zu Bärbel Reuss gesagt:
“Die Welt ist meinem Unbefleckten Herzen geweiht. Ich wünsche, dass die Welt die Hingabe erlebt. Habe ein unbegrenztes Vertrauen in mein Unbeflecktes Herz. Glaube an meine grenzenlose Macht bei meinem Sohn.”
“Wo das größte Vertrauen ist und wo die Menschen lernen, dass ich alles von Gott erhalten kann, da werde ich Frieden bringen. Wenn Menschen an meine Kraft glauben, wird es Frieden geben. Durch einen Stern werde ich ein Zeichen geben.”
“Beten Sie den Rosenkranz. Ich bin die Mittlerin aller Gnaden. Ich möchte im Verborgenen als die große Gnadengabe Mittlerin wirken.”
“Bringe mir viele Opfer; mache dein Gebet zu einem Opfer.”

Der Ort der Erscheinungen wird später “Marienfried” (“Mariafrieden”) genannt. Maria hat nämlich an diesem Ort gesagt: “Ich offenbare Ihnen den Frieden Christi.”

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Miniaturansicht des Kontextes der letzten Tage Jesu in Marienfried

Im Jahr 1944 wurde vom Pfarrer das Versprechen abgegeben, dass, wenn Pfaffenhofen unbeschadet durch die Kriegsjahre kommt, eine Kapelle gebaut wird. Maria sagt dann 1946 zu Bärbel Reuss: “Ich habe Ihren Wunsch erfüllt, halten Sie Ihr Versprechen!” Im Frühjahr 1946 beginnen die Vorbereitungen für den Bau der Kapelle. Der Bauplatz ist ein Geschenk eines Wohltäters. Alle Steine für den Bau der Kapelle stammen aus der Ruine des Hauses des Bürgermeisters von Ulm. Im Jahr 1947 wurde die Marienfriedkapelle eingeweiht. Dies ist die Gnadenkapelle. Im Jahr 1965 wurde die große Wiese östlich der Kapelle ebenfalls dem Gnadenort geschenkt.

Am 4. Juni 1970 ereignet sich eine schreckliche Gotteslästerung durch einen brutalen Raub im Heiligtum. Aus der Kapelle wird viel gestohlen. Es ist ein großer Schlag für das neue Gnadenzentrum.

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Kapelle der Gnade in Marienfried

Im Jahr 1971 kommt ein neuer Altar und beim Chor wird die Kapelle erweitert. Das Tabernakel scheint auf das des Heiligtums zu Schönstatt.

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Kirche in Marienfried

Aufgrund des anhaltenden Pilgerwachstums wird 1972 im Heiligtum eine Kirche gebaut. Diese wird von Rudolf Schmid (1914-2012), Weihbischof von Augsburg (1972-1990), geweiht. Ein Jahr später geht diese neue Holzkirche in Flammen auf. Das Einzige, was übrig bleibt, ist ein in den Trümmern gefundenes Kruzifix. 1974 steht an der Stelle der ausgebrannten Kirche ein neues Gotteshaus. Im selben Jahr beginnt der Bau einer Herberge für Pilger. Auch der Bau eines Wohnhauses für Pfarrer Martin Humpf, den geistlichen Leiter des Heiligtums, wird begonnen.

Anlässlich des 30. Jahrestages des Kriegsgelübdes von Pfarrer Martin Humpf wurde eine Lourdesgrotte in einem Bombenkrater errichtet. Eine Fatimakapelle mit der Fatima-Madonna wird ebenfalls aufgestellt. Die Einweihung dieser Kapelle erfolgt am 13. Juli 1975.

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Lourdesgrotte Marienfried

Am 25. Juli 1976 kommt Rudolf Graber (1903-1992), der mariologische Bischof von Regensburg (1962-1982), nach Marienfried. Dies geschieht anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Erscheinungen. Der Bischof sagt unter anderem, dass “Marienfried” im Einklang mit dem Konzil und der Tradition steht.

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Detail der Lourdesgrotte in Marienfried

1995 stiftete der Bischof des Bistums Augsburg Marienfried als kirchliche Stiftung und verlieh dem Gebetsort den Namen “Maria, Mutter der Kirche”.

Der Altar der Befreiung stand während des großen Glaubenstages des Heiligen Jahres 2000 im Stadion in Augsburg auf der Wiese des Gebetsortes. Am 15. Juli 2000 wurde er hier geweiht.

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Station 13 des Kreuzweges in Marienfried
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Station 4 des Kreuzwegs in Marienfried

Der Kreuzweg wurde in den Jahren 2001-2002 angelegt und am 13. September 2002 geweiht. Die aus Terrakotta gefertigten Darstellungen stammen von Wolfgang Klein aus Ellzee. Theo Krötzinger hat die Darstellungen bemalt. Pilger haben die Kreuzwegstationen gestiftet.

Die Marienfriedkirche “Maria, Mutter der Kirche” wird 2011 umfassend umgebaut und vom Bischof geweiht. Jedoch werden die Erscheinungen in Marienfried vom Vatikan in Rom nicht anerkannt. Ein wichtiger Gesichtspunkt ist, dass eine Anerkennung die Annäherung an die protestantische Kirche gefährdet.

Wallfahrtsort

Marienfried gehört zum Bistum Augsburg und zur Pfarrei Pfaffenhofen. Marienfried bedeutet “Maria Friede”. Der Begriff Friede ist ein sehr großes Verlangen der Menschen im Jahr 1946, kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Der Engel spielt eine wichtige Rolle in Marienfried. Dies ist typisch, denn der Engel ist am Leben von Bärbel Reuss beteiligt und auch an der Übermittlung der Botschaften von Maria. Dieser Engel erscheint Bärbel mehrmals. Es ist auch der Engel der Gnadengabe, der der Seherin aufträgt zu beten. Er sagt ihr auch, für Pfarrer Angelicus zu beten, da dieser große Sorgen hat. Bärbel weiß jedoch nicht, wer diese Person ist. Ihre Freundin Anna Humpf macht ihr klar, dass dieser Pfarrer Papst Pius XII ist und am nächsten Tag das Fest seiner Papstkrönung gefeiert wird.

Die Gnadenkapelle von Marienfried ruht auf drei Säulen, nämlich
-die aus marianischer Frömmigkeit entstandene Verpflichtung an die Mutter Gottes, eine Kapelle zu bauen,
die Bemühung der Gründer von Marienfried, die versprochene Kapelle dem Schönstatt-Heiligtum zu widmen, indem sie ein Liebesbündnis mit der “Dreimal wundersamen Mutter von Schönstatt” eingehen,
die Botschaften von Marienfried, in Beziehung zu den Marienerscheinungen, an Bärbel Reuss im Jahr 1946.

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Gnadenbild in der Gnadenkapelle zu Marienfried

Die Verbindung zwischen Marienfried und Schönstatt betrifft nicht nur dasselbe Gnadenbild, sondern auch die geistliche Beziehung zwischen beiden Orten. Maria wird in Ingolstadt, Schönstatt und Marienfried als “Dreimal Wunderbare Mutter” bezeichnet. Ihr Ursprung liegt in Ingolstadt. Dort erhält Pater Jakob Rehm im 16. Jahrhundert eine Ekstase. Als Maria ihn besucht, hört er, dass sie diesen Titel am liebsten hat. Der Titel ist eine Anlehnung an die Lauretanische Litanei, denn hierin kommt unter anderem die Anrufung “Bewundernswerteste Mutter” vor.

In der Gebetsstätte Marienfried gibt es eine Fatima-Kapelle und auch eine Lourdes-Grotte zu besuchen. In der Marienfriedhalle können viele die Gottesdienste besuchen. Zentral in Marienfried steht jedoch die Gnadenkapelle.
In der Marienfriedhalle steht als Inschrift im Altar “DESCENDAT MARIA UT FIAT GERMANIA”. Frei übersetzt bedeutet dies “Steige nieder Maria, damit Deutschland ein heiliges Marienland werden möge”. Auch ist auf dem Altar zu lesen “ICH BIN DIE GROSSE GNADENVERMITTLERIN” oder auch “Ich bin die große Mittlerin der Gnaden”. Das Gemälde der “Dreimal Wunderbaren Mutter”, das in der Marienfriedhalle über dem Altar hängt, ist gemalt von Otto Rückert (1888-1959), der Kunstmaler und Lehrer ist.

Links von der “Gnadenkapelle” steht die Votivtafel, mit der hier die Marienverehrung begonnen hat.

Im Laufe der Jahre nimmt das Interesse an Marienfried zu und immer mehr Pilger begeben sich dorthin auf Wallfahrt. Die wachsende Anteilnahme der Gläubigen ist auch auf den Einsatz großer Marienbewegungen zurückzuführen, wie die von Schönstatt, der Blauen Armee Mariens, der Legion Mariä und dem Fatima-Apostolat.

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Bron zu Marienfried

Die Erscheinungen in Marienfried wurden von der katholischen Kirche (noch) nicht anerkannt. Als Kriterium für die Echtheit der Erscheinungen wird ein Wunder verlangt. Den kirchlichen Autoritäten wird es 1950 vom Pfarrer Martin Humpf verboten, über die Erscheinungen zu kommunizieren. Für die Einwohner von Pfaffenhofen ist dies eine wahre Prüfung. Dies erinnert an die Worte Marias an Bärbel Reuss: “Es wird eine Zeit kommen, da wirst du ganz allein stehen und entsetzlich verleumdet werden, denn der Teufel weiß Menschen zu verblenden, dass sich selbst die Besten täuschen lassen.” Dies tritt also ein! Doch das religiöse Leben in Pfaffenhofen blüht wie nie zuvor. In den 20 Jahren nach den Erscheinungen gab es in der Pfarrei nicht weniger als 20 Berufungen zum Priester. Nach Jahren wurden die Einschränkungen durch die Kirche aufgehoben und seit 1966 darf in der Kapelle die Eucharistie wieder gefeiert werden.

In der Wallfahrtskirche in Marienfried befindet sich eine große Passionskrippe, die die Besucher zu den wichtigsten Ereignissen der christlichen Geschichte mitnimmt. Im Mittelpunkt stehen die Kreuzigung und die Auferstehung Jesu in der Zeit von Karfreitag bis zum Ostermorgen. Die Darstellungen stehen auf einem Plateau von etwa 4 Metern Breite. Die Darstellungen wurden vom Krippenverein aus Friedrichshafen in knapp 2 Monaten angefertigt. Im Hintergrund der Darstellung steht ein Teil der Stadtmauern mit Türmen von Jerusalem. Die Figuren des Kreuzweges wurden von der Firma Heide aus Gröden (Südtirol) gefertigt, die 1970 von Heinrich Demetz gegründet wurde. Er eröffnete 2012 ein Krippenmuseum in der Nähe seines Ateliers.

In Marienfried geschieht das Wunder, dass bei Pilgern mit Hilfe Mariens an der Seele gewirkt wird. Wo jedoch Zweifel und Ablehnung herrschen, kann Maria nicht wirken. Menschen, die voller Glauben an sie sind, erfahren das Wunder der seelischen Arbeit. Dadurch kann die Bedeutung Mariens für die Welt und die Katholische Kirche anerkannt werden.

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Fatima-Statue in der Fatima-Kapelle in Marienfried

Das Heiligtum von Marienfried bedeutet für manchen Pilger eine gegenwärtige Verbindung der Marienverehrung. Es ist eines der marianischen Heiligtümer, wo die Gottesmutter auf vielfältige Weise verehrt wird. Für Pilger ist Marienfried eine Wissensquelle, wie Gott durch Maria Botschaften gibt. So hat John Venancio, Bischof von Leiria-Fatima und internationaler Vorsitzender der Blauen Marienlegion, gesagt, Marienfried sei eine Botschaft an die Welt.

Um die Bedeutung der Erscheinungen in Marienfried zu unterstreichen, sind Beziehungen zu anderen Erscheinungsorten darzustellen:
Es gibt eine Verwandtschaft zwischen den Erscheinungen in Marienfried an Bärbel Reuss und denen in Paris im Jahre 1830 an Catherine Labouré. An beiden Orten spricht Maria zu einer Person mit großer Hingabe zu Ihr. Beide Seherinnen haben in ihren Jugendjahren ihre Mutter verloren. Die Hilfe Mariens ist sowohl in Marienfried als auch in Paris geistlicher Natur. Es geht um die Rettung von Seelen. Die Gottesmutter zeigt sich in Marienfried und Paris auf dieselbe Weise mit auseinander gespreizten Händen, aus denen Strahlen hervorkommen. Diese Strahlen sind das Sinnbild der Gnaden, die Sie auf diejenigen richtet, die danach fragen. In Paris bittet Maria, dass die Menschen die Wunderbare Medaille tragen und in Marienfried den Unbefleckten Rosenkranz beten. Hieraus folgt, dass Maria in Marienfried bestätigt, was Sie in Paris gesagt hat. Dadurch ist Marienfried die Fortsetzung von Paris.
Eine andere Beziehung besteht zwischen den Erscheinungen in Marienfried und denen in La Salette. Die Marienerscheinungen in Marienfried geschahen genau 100 Jahre nach jenen im französischen La Salette (1846). Sowohl in Marienfried als auch in La Salette beklagt Maria, dass ihre Kinder sie verlassen. An beiden Orten ist Marias Gesicht sehr traurig.
Zwischen den Erscheinungen in Marienfried und denen in Lourdes gibt es auch einen Zusammenhang. In Lourdes sagt Maria, dass sie die Unbefleckte Empfängnis sei, und in Marienfried führt sie den Unbefleckten Rosenkranz ein. In Lourdes möchte die Gottesmutter körperlich Kranken helfen und in Marienfried psychisch Kranken.
Es gibt auch Übereinstimmungen zwischen den Erscheinungen in Marienfried und den Marienbesuchen in Fatima. Die erste Marienerscheinung in Fatima ist im Jahr 1917, genauer gesagt am 13. Mai. In Marienfried ist der erste Besuch Marias im Jahr 1940, ebenfalls am 13. Mai. Sowohl in Marienfried als auch in Fatima gehen die Erscheinungen Marias mit Besuchen eines Engels einher, wobei für die Heilige Dreifaltigkeit gebetet wird. In Fatima zeigt Maria ihr wundervolles Herz, und in Marienfried schenkt Sie Ihr Herz, um an der Rettung der Seelen zu arbeiten. In Marienfried wird weiter auf die Worte Marias in Fatima eingegangen. In Marienfried und Fatima bittet Maria darum, den Samstag zu Ihr zu halten. Im portugiesischen Fatima erscheint Maria in der Cova da Iria (Tal des Friedens) und in Deutschland in Marienfried (Maria Friede).
-Dann gibt es noch eine Verbindung zwischen den Erscheinungen in Marienfried und den Marienbesuchen in Amsterdam. Sowohl in Marienfried als auch in Amsterdam spricht Maria darüber, dass Deutschland gerettet werden muss. In Marienfried und Amsterdam spricht Maria über Untreue zum Glauben. Maria hebt in Amsterdam zuerst 3, dann 4 und schließlich 5 Finger empor. Im dritten Monat, März, 1945 beginnen die Botschaften in Amsterdam. Im vierten Monat gibt es die erste Erscheinung in Marienfried, nämlich am 25. April 1946. Am 5. Mai 1945, dem 5. des 5. Monats, endet der Zweite Weltkrieg in den Niederlanden. In Amsterdam sind die Botschaften für alle Völker, und dies ist auch in Marienfried der Fall.
Basierend auf den Übereinstimmungen zwischen den Marienbesuchen in Marienfried und den Erscheinungen in Paris, La Salette, Lourdes, Fatima und Amsterdam kann die Schlussfolgerung gezogen werden, dass Marienfried einer der wichtigsten Erscheinungsorte Marias ist.

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Grundriss für eine Entdeckungswanderung in Marienfried
ERHÄLTLICHKEIT

Marienfried liegt in der Nähe von Pfaffenhofen an der Roth. Die großen Städte Augsburg und Ulm befinden sich in der Nähe. An der A7 ist es bei Neu-Ulm die Richtung Nersingen auszuhalten und die Ausfahrt 121 zu nehmen. Anschließend ist es dem Weg nach Pfaffenhofen an der Roth zu folgen.

Adresse: Gebetsstätte Marienfried, Marienfriedstraße 62, D-89284 Pfaffenhofen an der Roth.

Webseite: www.marienfried.de und hier sind die notwendigen Informationen zu lesen.

ERLEBNIS
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Kirche zu Marienfried

Es ist der 15. August, der Tag Mariä Himmelfahrt, der große Feiertag Unserer Lieben Frau. Um 8.00 Uhr besuche ich die Eucharistiefeier in der Kirche “Maria, Mutter der Kirche”. Es ist eine Kirche mit leuchtenden Farben und die Decke ist mit hellblauen Wolken gefüllt. Es fühlt sich an, als dürfe ich in den Himmel schauen. Das Gotteshaus wirkt sehr modern und einladend. Ich erfahre, dass diese Kirche im Jahr 2011 geweiht wurde. Die vielen Bilder machen das Gebäude warm und sofort vertraut. Die Bänke in dieser recht neuen Kirche bieten Platz für rund 700 Besucher. Ich schätze, dass derzeit 100 Plätze besetzt sind. Unter den Anwesenden bemerke ich auch einige Schwestern, die fast ganz in Hellgrau gekleidet sind, denn nur ihre Schuhe und ihr Jackett sind schwarz. Ein oder zwei Brüder sehe ich ebenfalls. Sie tragen eine schwarze Kutte mit einem grünen Seil. Der Name dieser Kirche ist wohl bezeichnend: Mutter der Kirche. Ich interpretiere das als die Mutter von allen. Sie steht dann allen Menschen offen und jeder ist bei ihr willkommen. Für alle gibt es die Hoffnung, dass sie eine himmlische Mutter haben. Für mich ist sie dann die Mama des allerhöchsten Wertes.

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Kapelle der Gnade in Marienfried

Nach der Messe besuche ich “die Gnadekapelle”, die Gnadenkapelle. Vor der Kapelle steht ein Christusbild. Unter dem großen Kruzifix befindet sich eine Darstellung der Maria von La Salette. Es scheint, dass Maria damit sagen möchte, dass die Menschen in Marienfried eine Brücke bauen, um das Reich Gottes leichter zu begreifen und offen für ihren Sohn zu sein. Die Kapelle ist das Zentrum des geistigen Mittelpunkts in Marienfried. Ich betrete die Kapelle. Langsam gehe ich nach vorne und komme zum Altar. Ich lese die Texte: “Servus Mariae nunquam perbit”, Ingolstadt 1914 – Schönstatt 1919“ und ”Ich bin die Große Gnadenspenderin“.
Nachdem ich Maria begrüßt und ihr für diesen Tag gedankt habe, nehme ich hinten in der Kapelle Platz. Ich lasse die gewonnenen Eindrücke auf mich wirken. Danach kommen mir Gedanken an liebe Menschen, wie meine verstorbenen Eltern, meine gestorbene Tante und gute Freunde, mit denen ich viel teile. Dann nehme ich den Rosenkranz ...

Nach dem Besuch der Gnadenkapelle möchte ich in dem reichhaltigen Geschäft mit allerlei Glaubensprodukten einkaufen. Es gibt viele Andachtsgegenstände zu kaufen, wie Heiligenfiguren, Bücher, Kerzen, Karten und Weihwasserbecken. Ich kaufe zwei kleine Bücher über die Erscheinungen in Marienfried; eins auf Englisch für meinen guten Marienfreund und eins für mich selbst auf Deutsch. Ich kaufe auch einige Kerzen, ein Marienbild zum Aufhängen an die Wand und zwei Bronzetafeln vom Heiligen Nikolaus. Schließlich bin ich als Vorsitzender eng mit der St. Nikolaus Gesellschaft Niederlande verbunden.

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Buntglasfenster in der Kapelle der Gnade in Marienfried

Es ist sonniges Wetter mit einem fast wolkenlosen Himmel. Ich mache einen Rundgang durch die Gebetsstätte und treffe sofort Pater Pio. Das Bild von ihm ist etwa zwei Meter hoch und steht in einem kleinen Schrein. Ich lese, dass dieses Bild ein Geschenk von jemandem aus Weißrussland/Belarus ist. Anschließend komme ich zu einer kleinen Statue des Heiligen Josef, die in einen Baumstamm eingearbeitet ist. Ich habe erfahren, dass Josef der zweite Schutzpatron von Marienfried ist. Ich lese, dass dies nicht die erste Statue von Josef ist. Auch hier wurde ein Dieb vom Teufel vereinnahmt.

Ungefähr 50 Meter weiter, nahe der Kirche, sehe ich eine Lourdesgrotte. Ich habe gelesen, dass diese Grotte ungefähr 30 Jahre nach einem Bombenangriff im Jahr 1944, in dem dadurch entstandenen Krater, gebaut wurde. Im oberen Teil der Grotte wurde Platz für Maria und Bernadette geschaffen. Darunter stehen Blumen und hängen Tafeln mit Dankesschreiben an Maria.

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Bild der Verkündigung im Garten von Marienfried

Nach der Grotte gehe ich zum “Rosenkranzweg”. Dort sind 15 Bilder zu sehen mit Darstellungen der Rosenkranzbasilika von Lourdes. Auf dem langen “Immakulata-Weg” sehe ich ein Schild, auf dem zu lesen ist, dass Bärbel Reuss, die Seherin, hier gewesen ist und zwar am Pfingstmontag 1940. Sie trifft hier die Frau, die mit ihr den “Immakulata-Rosenkranz” gebetet hat. Ich setze meinen Rundgang fort und komme zur schweizerischen “Gedenkstätte”. Diese Gedenkstätte ist von der Maria Frauen- und Mütterbewegung der Schweiz. Dort stehen drei Bilder. In der Mitte steht Maria mit Kind. Daneben ist eine Darstellung von Bruder Klaus, als Dank für die hier gefundenen Berufungen. Das andere Bild ist von Pater Rupert Mayer, als Erinnerung an den mutigen “Apostel von München”, nämlich für das Aussprechen des Rechts auf Freiheit des Menschen und der Kirche im Dritten Reich.

Der Kreuzweg wurde am Rande des Waldes angelegt. Die Bilder des Kreuzwegs sind eindrucksvoll mit einer Größe von über 2 mal 2 Metern. Was die Stationen voller Gefühl und viel Erlebnis auf mich wirken. Während des Kreuzwegs treffe ich den “Freialtar”. Dieser Altar hatte einen wichtigen Platz beim großen Glaubenstag im Heiligen Jahr 2000 in Augsburg. Danach wurde der große Altar nach Marienfried überführt und auf einem Hügel von etwa 5 Metern Höhe wieder aufgebaut. Auf einer freien Stelle am Rande des Waldes komme ich zur Fatima-Grotte. Diese Grotte wurde 1994 vom Fatima-Apostolat erbaut. Das Marienbild ist lebensgroß. Links und rechts von diesem Bild sind Aussprüche der Gottesmutter verzeichnet, darunter “täglich den Rosenkranz beten” und “am Ende wird mein unbeflecktes Herz triumphieren”. Dann denke ich an die Erscheinung in Fatima am 13. Juli 1917.

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Fatima-Kapelle bei Marienfried

Ich gehe zurück in die Gnadenkapelle. Rechts neben der Kapelle steht ein Gedenkstein von Pater Josef Kentenich, dem Gründer der Schönstatt-Bewegung. Links von dieser Kapelle ist der Ort, wo Maria dreimal an Bärbel Reuss erschienen ist. Dort hängen viele Dankplatten mit Texten wie “Maria hat geholfen”, “Danke Maria für Deine Hilfe” und “Die Mutter Gottes hat geholfen”. Ich zünde eine Kerze an und knie an diesem Ort, wo viele Blumen hingebracht wurden. Mit dem Anzünden der Kerze habe ich Anliegen für eine gute Bekannte, die mit der Gesundheit kämpft und für meine Freunde in den Niederlanden.

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Bild von Maria mit Kind an der Kirchenfassade in Marienfried

Der Besuch von Marienfried ist für mich wichtig, weil ich der Bedeutung der Erscheinungen an Bärbel Reuss großen Wert beimesse.

UMGEBUNG

Von Marienfried sind es 70 km ostwärts gehen um die schöne Stadt Augsburg zu besuchen.

AUGSBURG – DIÖZESANMUSEUM ST.AFRA

Das “Diözesanmuseum St. Afra” befindet sich in der Kornhausgasse 3-5, neben dem Dom, im Zentrum von Augsburg. Das bischöfliche Museum ist auch über den Dom erreichbar, nämlich durch den etwas dunklen Domkreuzgang einzugehen. Auf www.museum-st-afra.de finden sich aktuelle Infos.

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Marienstatue im Diözesanmuseum in Augsburg

Das Museum bietet in einigen Sälen eine große Vielfalt an Kunstschätzen und die Heilige Maria ist durch Skulpturen und auf Gemälden zu sehen. Daneben steht im Museum die ehemalige, romanische, Bronzetür des Doms aus dem 11. Jahrhundert. Weiterhin sind unter anderem Gegenstände aus Augsburger Silber, Gewänder des Heiligen Ulrich und Reliquien zu sehen.

Im Jahr 2000 wurde nach einer umfassenden Renovierung das Museum wiedereröffnet. Der Ausstellungsraum hat teilweise eine Glaskonstruktion und einen alten Teil, der zum Dom gehört. Im hinteren Teil des Museums befindet sich ein Saal, in dem die ursprünglichen Fundamente des Doms sichtbar gemacht wurden.

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Altaraufsatz im Bischöflichen Museum in Augsburg

Ein zweiseitiger, hölzerner Altaraufsatz (ca. 1490) ist farbenfroh bemalt mit auf der einen Seite Darstellungen aus dem Leben Mariens und auf der anderen Seite Stadien des Lebens des Heiligen Nikolaus. Die vier Gemälde Mariens betreffen die Darbringung im Tempel, die Heimsuchung, die Geburt Jesu und den Tod.

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Brüsseler Wandteppich im Bischöflichen Museum zu Augsburg (ca. 1580)
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Madonna mit Kind (ca. 1400) im Diözesanmuseum in Augsburg

Ein Brüsseler Wandteppich aus Wolle und Seide (ca. 1580) mit farbenfrohen Blumenmotiven zeigt Darstellungen von Afra und Ulrich, den Schutzheiligen des Bistums, sowie Maria als Patronin des Doms.

Madonna mit Kind (um 1400) ist böhmisch von Farbe auf Holz. Die Darstellung “schöne Madonna” stammt aus dem Dom.

Vier houten, donkerbruine panelen tonen onder andere beelden van Maria.

Ein Gemälde “Schlacht am Lechfeld” (955) ist aus Öl auf Leinwand (±1696) gemacht. Es zeigt eine wichtige Tatsache aus dem Leben von Ulrich. Ein Engel hat Ulrich ein Kreuz gegeben, um über die Ungarn zu triumphieren. Maria ist über den Kämpfern abgebildet.

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Kniende und betende Maria auf Kissen im Bischöflichen Museum in Augsburg

Ein Kunstwerk von um 1540 gibt die Abbildung von Maria, geschaffen vom deutschen Bildhauer Jörg Lederer (ca. 1470-ca. 1550) aus Kaufbeuren. Maria kniet auf einem Kissen und betet. Es ist auf Lindenholz gemalt und vergoldet.

Ein Teil eines Diptychons ist auf Nadelholz gemalt von Leonhard Beck (ca. 1480-1542) aus Augsburg. Es ist ein Thomas Fackler Triptychon (Diptychon) von etwa 1520. Der rechte Teil zeigt Maria mit Kind und zwei Engel. Daneben ist die Heilige Elisabeth von Thüringen abgebildet, die einem Bettler zu trinken gibt. Zu Marias Füßen kniet die Stifterin Elisabeth Fackler mit ihrem Wappen.

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Maria-Altar (um 1540) im Bischöflichen Museum in Augsburg

Ein Maria-Altar aus rund 1540 ist aus Holz, Kalkstein, teilweise vergoldet und polychromiert. Die Madonna ist aus Holz gefertigt. Die Darstellungen des Schreins zeigen von links oben nach rechts die Verkündigung, Heimsuchung, Geburt Jesu, Anbetung der Könige, Auferstehung Jesu, Himmelfahrt, Pfingsten und Tod Marias.

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Detail eines Reliquienaltars im Bischöflichen Museum in Augsburg

Ein Reliquienaltar (um 1630) ist vom Maler Johann Matthias Kager (um 1575-1634), Silberschmied Jeremias II Flicker (um 1610-1647) oder Bildhauer Tobias Zeiler (+1666). Er ist aus Ölfarben, Kupfer, Silber und Holz gefertigt. Die Anbetung durch Hirten ist dargestellt.

Eine Minnekiste aus etwa 1315 ist aus Eisen, Eichenholz, Hartlack und Metall gefertigt. Die Kiste, mit Darstellungen von unter anderem Maria, ist ein Liebesgeschenk im höfischen Umfeld.

AUGSBURG – KATHEDRALE

Der Dom kennt eine lange Geschichte und die ältesten Teile datieren aus dem 11. Jahrhundert. Die romanisch-gotische Kathedrale hat zwei Zugänge, die mit vielen Figuren verziert sind. Das Südportal oder Mariaportal ist aus dem 14. Jahrhundert und der Mittelsäule zeigt Maria. Im drei Reihen hohen Tympanon zeigt das dreieckige Giebelfeld Phasen aus dem Leben Unserer Lieben Frau.

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Augsburger Dom

Der Dom hat die ältesten Glasmalereien der Welt, Fresken, Tafelbilder und Krypta.

Spätgotische Glasmalerei-Fenster (ca. 1480) von Peter Hemmel von Andlau (ca. 1420-1506) stellen Szenen aus dem Leben Mariens dar.

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Dom von Augsburg, Krypta

Unsere Liebe Frau ist häufig in der Kathedrale abgebildet. Im nördlichen Seitenschiff befindet sich die mit Fresken und Stuck verzierte, imposante Marienkapelle (1721). Die Fresken stammen vom Augsburger Maler Johann Georg Bergmüller (1688-1762).

In der Kathedrale stehen einige Tafeln, die Teile des Lebens Marias zeigen (1493–1494). Diese wurden von Jörg Stocker (±1461–±1527) aus Ulm und Hans Holbein dem Älteren (±1460–1524) aus Augsburg geschaffen.

Im Dom wird Ulrich von Augsburg (890-973), Bischof und Ratgeber des Kaisers, beigesetzt.

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Dom von Augsburg, Kreuzgang

Die Wolfgangkapelle zeigt einen Altar mit Bildern, unter anderem von Maria, der Schutzpatronin des Bistums Augsburg, und wurde 1554 vom Augsburger Porträtmaler Christoph Amberger (±1505-1562) geschaffen.

Der Kreuzgang, der zum Bischöflichen Museum führt, zählt mehr als 400 Grab- und Gedenkplatten.

AUGSBURG – BASILIKA ST. ULRICH – ST. AFRA
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Basilika in Augsburg

Am Ulrichplatz steht die imposante, katholische Basilika, die dem Heiligen Ulrich und der Heiligen Afra geweiht ist. Es ist ein spätgotisches Bauwerk mit großen, barocken Altären und Kapellen. An die Basilika angebaut ist die evangelische Ulrichskirche.

Im Jahre 1467 wurde mit dem Bau der heutigen Basilika begonnen, genau an der Stelle, wo zuvor ein Gotteshaus gestanden hat. In der Basilika befinden sich die Gräber des Heiligen Ulrich und der Heiligen Afra. Darüber hinaus gibt es viele Darstellungen der Gottesmutter.

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Basilika mit Hochaltar in Augsburg

In der Georgskapelle ist die Altarbildgestalt eine Malerei mit der gekrönten Maria, dem Kind und Engeln, unter anderem. Sie wurde in der Zeit von 1587-1594 vom Hofmaler Christoph Schwarz (ca. 1545-1592) und Peter Candid (ca. 1548-1628), auch Peter de Witte genannt, geschaffen. Der Auftrag für das Kunstwerk wurde 1585 von Octavian Secundus Fugger (1549-1600) aus der einflussreichen Handelsfamilie Fugger erteilt.

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Bild von Maria und Jesus von Friedrich Koller in der Pietakapelle der Basilika zu Augsburg

Die Pietakapelle zeigt eine spätgotische Pietà mit Maria, die auf ihrem Schoß den Körper ihres Sohnes betrauert. Das Bild hat einen goldenen, runden Rahmen und wurde Ende des 20. Jahrhunderts vom Bildhauer Friedrich Koller (1931) geschaffen.

Der hohe Hochaltar stammt aus den Jahren 1604/1606 und zeigt die Anbetung des neugeborenen Jesus durch Hirten. Darüber ist die Krönung Mariens dargestellt.

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Gemäldegalerie in der Georgskapelle von Christoph Schwarz und Peter Candid in der Basilika zu Augsburg

Gegen einen breiten Pfeiler steht eine überlebensgroße Skulptur der Mutter Gottes und Jesu als nackter Säugling. Dies ist eine der wenigen gotischen Skulpturen, die die Zerstörungen während des Bildersturms überlebt hat. Die Skulptur wurde um 1495 von Gregor Erhart (ca. 1465-1540) geschaffen.

In der Benediktuskapelle hängt ein Gemälde von Peter Candid. Es zeigt Maria mit Kind und die Heiligen Benedikt und Franziskus.

Im Chor befindet sich unter anderem die Verkündigung an Maria und ist ein Werk aus dem Jahr 1608 von Hans (Johann) Rottenhammer (1564-1625).

Die Bartholomäuskapelle zeigt einen Altar mit einem Gemälde der Krönung Mariä. Es wurde um 1596 von Hans von Aachen (1552-1615) gemalt. In dieser Kapelle hängt auch eine Ikone der Maria mit Kind (1597).

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Marienstatue mit dem kleinen Jesus in der Basilika Augsburg, geschaffen von Georg Erhard

Gegen einen Pfeiler ist das Maria-Hilf-Bildnis platziert. Es hat den Stil des Rokoko und wurde 1762 in die Basilika gestellt.

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Datum erste Veröffentlichung: 14. Mai 2020
Datum der letzten Änderung: 19. Juni 2025
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