Geschichte

Im Zentrum von Renkum in Gelderland steht die Kirche der Aufnahme Mariens in den Himmel. Es ist eine dreischiffige neugotische Kirche, die vom Architekten Joseph Cuypers (1861-1949) entworfen wurde. Die Kirche wurde 1922 gebaut und ein Jahr später wurde das Gotteshaus geweiht und in Gebrauch genommen. In diesem Gebäude steht die Marienstatue von Renkum. Diese Darstellung befindet sich auf dem Altar des westlichen Seitenschiffs. Die Statue ist aus Eichenholz gefertigt und polychromiert. Das Marienbild ist 63 Zentimeter hoch. Maria sitzt auf einer Bank, trägt eine goldfarbene Krone und ein weißes Kopftuch. Das kleine Jesuskind hält dieses Tuch fest.

Die Marienstatue hat eine jahrhundertealte Geschichte, die bis ins Jahr 1380 zurückreicht. Die Holzstatue von Maria von Renkum steht damals in einer Kapelle in der Nähe von Renkum. Unsere Liebe Frau trägt das Jesuskind auf dem Arm. Die Statue wird “Unsere Liebe Frau von den Kapellen” genannt.
Im Jahr 1401 schenkt der französische König Karl VI. (1368-1402) Wilhelm I. (1364-1402), Herzog von Geldern und Jülich, zwei Reliquien als Dank für eine politische Vereinbarung, nämlich einen Splitter vom Kreuz Jesu und eine Dornenranke von der Dornenkrone Jesu. Von diesem Jahr an wird das Dorf Renkum zu einem Wallfahrtsort.

Das Gnadenbild genießt große Bekanntheit, dies kommt vor allem durch die Wunder, die sich hier ereignet haben. Viele Pilger besuchen das Marienbildnis. Eine bekannte Besucherin ist Maria von Geldern (1380-1429), Herzogin von Geldern. Im Jahr 1406 ist sie die erste Pilgerin von Namen, die vor dem Bildnis von Maria von Renkum betet. Maria von Geldern ist in Frankreich geboren als Marie d’Hacourt und ist eine Nichte des französischen Königs Karl VI. (1368-1422). Marie wird an den Herzog von Geldern, Reinald/Reinoud IV. von Geldern (1365-1423), verheiratet. Er lässt die Kapelle, in der das Gnadenbild von Maria steht, abbrechen und verlegt es in ein neues Kloster im Dorf Reyncom, das später den Namen Renkum erhält. Maria von Geldern kommt mehrmals nach Renkum und nach 1406 ist das in den Jahren 1407, 1409 und 1418. Sie ist sehr gläubig und verrichtet viele Werke der Nächstenliebe. Dies ist ihr insbesondere durch die Andacht zu Frau Holle eingeflößt. Die Herzogin lässt im Jahr 1415 ein Gebetbuch anfertigen, das ein Meisterwerk aus dem 15. Jahrhundert geworden ist. Nach dem Tod ihres Ehemannes Reinald IV. wird Maria von Renkum aus dem Herzogtum Geldern verstoßen. Die adlige Frau geht nach Gullik, wo sie ein Stück Land besitzt. Sie heiratet erneut den 20 Jahre jüngeren Ruprecht von Jülich-Berg (±1400-±1431).

Nach Renkum wurden auch “Strafwallfahrten” unternommen. Pilger wurden hierher als Strafe für ein begangenes Verbrechen geschickt.
Renkum ist seit vielen Jahrhunderten ein katholischer Ort, denn im 9. Jahrhundert gab es dort bereits eine Kapelle. Eine weitere Kapelle wurde 1183 erbaut. 1405 wurde neben der Kapelle ein Kloster der Augustinerinnen errichtet, um die vielen Pilger aufzunehmen. Während der Reformation wurde das Kloster zerstört und 1710 abgerissen. Das Marienbild wurde jedoch rechtzeitig von den Klosterfrauen in Sicherheit gebracht. Etwa 350 Jahre lang befand sich das Bild unter anderem in Arnhem und Utrecht. 1928 kehrte das Bild nach Renkum zurück und wurde in der katholischen Kirche aufgestellt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Marienbild vor den Besatzern vorübergehend in Ede versteckt. Das Marienbild wurde in die Liste des nationalen Kulturerbes aufgenommen.
Im Jahre 1925 wurde hinter der Kirche ein Prozessionspark angelegt. Im Laufe der Jahre verfiel der Park. Im Jahre 2012 wurde ein neuer Wallfahrtsort mit dem Namen “Rosarium Mariae” realisiert.
Im Jahr 2020 wurde die Kirche Unserer Lieben Frau Himmelfahrt zur gastfreundlichsten Kirche Ost-Niederlandes gewählt.
Die Kirche, die ein kommunales Denkmal ist, wird mit Schließung bedroht. Die Stiftung Maria van Renkum versucht, die Kirche zu retten.
Wallfahrtsort

In einer Kapelle der Kirche Mariä Himmelfahrt steht die viel verehrte Marienstatue, die viele Jahrhunderte Geschichte geschrieben hat. Ein Rundgang in der Kirche zeigt viele Besonderheiten. Der Besuch dieses Gotteshauses ist sehr zu empfehlen!
Das Rosarium Mariae bietet Besuchern eine schöne Gelegenheit, die Pracht des Parks zu genießen.
Die Kirche ist ein städtisches Denkmal und ein nationales Kulturerbe.
ERHÄLTLICHKEIT
Die Kirche Mariä Himmelfahrt befindet sich in der Utrechtseweg 153, 6871 DP Renkum.
Auf www.mariavanrenkum.nl sind aktuelle Informationen zu finden.
ERLEBNIS

Wenn ich in die Kirche komme, gehe ich sofort nach vorne, um das berühmte Marienbild aus der Nähe zu begrüßen. Dies ist das Marienbild mit einer langen Geschichte. Schon 1380 stand es in einer Kapelle. Dies ist der Moment, um hier in Gedanken bei Maria zu sein. Ich bekomme Bilder von einigen Jahrhunderten Reformation, dass die Darstellung an einigen Orten in Sicherheit gebracht wurde. Glücklicherweise ist das Marienbild wieder nach Renkum zurückgekehrt. Ich erfahre, dass dies 1928 geschah. Jetzt hat es einen auffälligen Platz in dieser Kirche. Das Gnadenbild ist aus Holz und hat eine feinsinnige Ausstrahlung. Dadurch übt Maria eine große Anziehungskraft auf mich aus.
In der Kirche gibt es mehr zu sehen als das Marienbild, wie Statuen, Gemälde und die besondere Baustil. Die Kirche ist ein Juwel in der Region.

Zum finalen Entschluss mache ich einen Spaziergang im Rosarium Mariae. Was ist das ein schöner Marienpark!
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