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Wallfahrtsorte in Österreich – Dolina

Geschichte

Im Jahr 1849 erschien Maria dreimal drei slowenischen jungen Schäferinnen, die sich mit ihren Tieren im Wald bei Dolina aufhielten. Dies geschah am 17., 18. und 19. Juni 1849. Da Maria im Wald erschien, wurde der Wallfahrtsort später “Maria im Walde” genannt. Während der Erscheinungen betonte die Erscheinung die Buße und die Umkehr. Am 19. Juni 1849 gab sich die Erscheinung als die Unbefleckte Jungfrau zu erkennen.

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Die Betonkonstruktion der Wallfahrtskirche in Dolina

Die drei Hirtenmädchen erzählen von den Erscheinungen. Dadurch entsteht sofort nach den Erscheinungen ein Andrang von Interessierten in den Wald, wo die Gottesmutter erschienen ist. Die örtliche Bevölkerung sammelt Geld von den Pilgern, um eine kleine Kirche bauen zu können. Im Jahr 1861 erlaubt Valentin Wiery, der von 1858 bis 1880 Bischof von Gurk ist, den Bau einer Kirche. In diesem Jahr beginnt der Bau der Kirche, die nie fertiggestellt wurde, wobei der Architekt Anton Bierbaum (1825-1907) beteiligt ist. Im Jahr 1863 wird der erste Teil der gebauten Kirche geweiht.

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Das Gemälde der Erscheinung Marias mit Kind an die drei Hirtenmädchen

Der Kunstmaler Albert Chmielowski Tosf (1845-1916) fertigt das Gemälde von Maria im Wald an, nämlich die “Madonna del Bosco”. Dies tut er, nachdem er von den drei Hirtenmädchen die notwendigen Informationen erhalten hat. Dieses Kunstwerk wird das bekannteste Bild dieses Heiligtums.

Im Jahr 1882 erhält die Kirche einen Turm, der 1889 einstürzt und einen Teil der Kirche zerstört. Nur der Chorraum wird nicht zerstört. Die Pilger kommen weiterhin, auch wenn die Kirche größtenteils zu einer Ruine geworden ist. Der Wiederaufbau lässt viele Jahre auf sich warten. 1957 ist das Kirchenschiff fertig und die erweiterte Kirche wird geweiht.

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ex voto in der Wallfahrtskirche zu Dolina

Im Inneren der Kirche befindet sich eine Holzstatue der Madonna mit Kind aus der Zeit um 1420, die später überarbeitet wurde. Der slowenische Kreuzweg wurde Ende des 19. Jahrhunderts geschaffen. Der barocke Hochaltar zeigt die Erscheinung der Jungfrau Maria gegenüber den drei Hirten. Das Kunstwerk stammt aus dem Jahr 1906 und ist vom slowenischen Maler Peter Markovic (1866-1929). Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Tabernakel mit Gold verziert.

In 1999-2000 haben zwei Architekten aus Graz, Certov/Morianz, die Kirche umgestaltet, indem sie mit einem Betonbau aufwarteten. Es wird eine Kirche nahe der Autobahn, nämlich eine Autobahnkirche. Es ist die erste Autobahnkirche in Österreich. Einige Malereien aus dem Jahr 1999 stammen von Johanes Zechner (1953). Im Jahr 2000 wurden zwei Glasfenster von Giselbert Hoke (1927-2015) entworfen.

Wallfahrtsort

Vor der Wallfahrtskirche liegt ein großer Platz, auf dem sehr viele Pilger Platz nehmen können. Diese Kirche ist eine Autobahnkirche, aber das Geräusch der Autobahn ist nicht zu hören.

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Vorterrain der Kirche in Dolina

In dem großen, betonnen Kirchengebäude empfängt das Gnadenbild täglich Besuch. Die Abbildung von Madonna mit Kind ist alt, denn sie ist um 1420 gemacht worden.

Der barocke Hochaltar zeigt ein Kunstwerk mit der Erscheinung den drei Hirten. Das Gnadenbild der Muttergottes mit Kind steht an der rechten Seite des Hochaltars. Die gekrönte Maria hält ihr Söhnchen und ein Zepter.

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Der Hauptaltar in der Wallfahrtskirche von Dolina

In der Kirche ist ein Kreuzweg zu sehen, der um 1880 gefertigt wurde. Auch hängen hier eine ganze Menge Votivgaben, die Ausdruck des Dankes an die Jungfrau Maria sind.

ERHÄLTLICHKEIT

Dolina liegt zwischen den Orten Grafenstein und Poggersdorf. Dolina gehört zum Bundesland Kärnten und ist Teil des Bezirks Klagenfurt-Land im Süden Österreichs. Die Kirche steht nahe der Autobahn A2, Ausfahrt 298.

Die Adresse der Kirche “Maria im Walde” ist Dolina 34/3, 9131 Dolina.

Über “www.kath-kirche-kaernten.at” erhältliche aktuelle Informationen.

ERLEBNIS
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Seitenansicht der Kirche in Dolina

Ganz in der Nähe der Autobahn steht eine Autobahnkirche. Sie ist die erste Kirche in Österreich, die ganz in der Nähe einer Autobahn gebaut wurde.

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Erlebnis in einem dunklen Gang neben der Kirche in Dolina

Das große, Betongebäude steht fest zwischen Bäumen und macht einen starken Eindruck auf mich. Die Außenseite der Wallfahrtskirche ist ganz in Weiß gestrichen.

Neben der Kirche ist es möglich, ein dunkles Erlebnis zu haben. Für mich ist es ein ziemliches Bücken, um etwas mehr als 10 Meter weiter zu kommen.

Daraufhin betrete ich die Wallfahrtskirche und das Innere kommt mir geräumig und warm vor. Die rote Farbe der Wände und der Decke tragen sicherlich dazu bei. Ich mache einen Rundgang und komme vorne zum Gnadenbild und zum Hochaltar. Dort verweile ich länger als nur einen Moment. Ich sehe die Malerei der Erscheinung für die drei Hirtenmädchen. Welche Geschichte wird hier dargestellt.

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Inneneinrichtung der Wallfahrtskirche von Dolina

Zum Schluss nehme ich auf einer der Betonbänke mit Holzlehnen Platz. Es ist Zeit, zur Heiligen Maria zu beten, und dabei kommen mir Gedanken an Freunde. Der eine kämpft mit einer schleichenden Krankheit und ein anderer macht sich Sorgen um seine Tochter. Was für eine Unterstützung von Maria könnten sie gebrauchen.

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Das Gnadenbild zeigt die Heilige Maria mit Kind und Zepter in der Wallfahrtskirche von Dolina

Veröffentlicht: 30. November 2022

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