Maria-
Zimmer

Wallfahrtsorte in Italien – Maria Weißenstein / Madonna di Pietralba

Geschichte

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Der Ursprung des Wallfahrtsortes Maria Weissenstein liegt im Jahr 1553. Die Heilige Maria erscheint dann dem Großgrundbesitzer Leonhard Weissensteiner. Er leidet an einer üblen, schmerzhaften Krankheit und Maria heilt ihn. Als Dank hierfür bittet sie Leonhard, eine Kapelle mit Turm zu bauen. In dieser Kapelle können dann Gläubige sie um Hilfe bitten. Leonhard verspricht, dem Wunsch nachzukommen. Jedoch, sobald geheilt, vergisst er sein Versprechen. Einige Zeit später fällt Leonhard tief in eine Schacht. Er befindet sich in einer sehr bedrängten Lage und erneut kommt Maria ihm zu Hilfe. Daraufhin macht sich Leonhard wirklich an sein Versprechen. Er lässt die Kapelle mit kleinem Turm bauen. Dieser Marienplatz erhält immer Pilgerbesuch und der Raum ist bald zu klein. Die Notwendigkeit eines größeren Gotteshauses drängt sich auf. Der Bau der Kirche ist eine gigantische Arbeit, auch wegen der Höhe, auf der gearbeitet wird. 1638 werden die Arbeiten begonnen und die Fertigstellung der Kirche ist 1654. Die Kirche ist im Barockstil errichtet. Das Gnadenbild von Maria und Jesus, die Pietà, wird 1885 gekrönt. 1985 wird die Kirche zur Basilika erhoben.

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Wallfahrtsort

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Auf mächtige Weise thront die Wallfahrtskirche mit vielen Fresken über dem Petersberg. Dieses Gotteshaus ist weltweit berühmt als der Dom der Dolomiten und liegt auf 1520 Metern Höhe. Hier gibt es eine herrliche Aussicht auf die Umgebung mit unter anderem dem Weisshorn/Corno Bianco von 2317 Metern Höhe.
In der Basilika steht das Gnadenbild von Maria im Mittelpunkt. Sie ist mit ihrem Sohn auf dem Schoß abgebildet. Dieses Bildnis ist aus weißem Stein gefertigt. Die ursprüngliche Kapelle von Leonhard Weissensteiner, der goldene und silberne Hochaltar, die zahlreichen Fresken und die Gewölbe ziehen seit Jahren viele Pilger an diesen Ort. In einem Seitengang sind hunderte von Votivtafeln zu sehen. Neben der Kirche befindet sich die Kapelle des Heiligen Peregrin Laziosi, des Schutzpatrons der Krebspatienten.
Der spätere Papst Johannes Paul I. genoss hier als Kardinal einen Sommerurlaub. Papst Johannes Paul II. besuchte diesen Wallfahrtsort ebenfalls am 17. Juli 1988. Ein Bild und eine Kerze erinnern an diesen Besuch. Seit diesem Besuch ist Maria Weißenstein bekannter denn je.

In Maria Weissenstein gibt es ein spezielles Gebet durch Maria zu Jesus:
“Gebet zur Gottesmutter von Weißenstein
Herr Jesus,
der Du am Kalvarienberg
Anwesenheit
wurde von der Mutter getröstet
und nach dem Tod
wieder auf ihrem Schoss geruht hast,
Schau auf unser Not
und erhöre unsere Gebete,
die wir durch Maria von Weißenstein
an Dich richten.
Amen!”

Auf Niederländisch ist das:
“Gebet zur Mutter Gottes von Weißenstein
Herr Jesus,
wie Sie auf dem Kalvarienberg
durch die Anwesenheit
von der Mutter getröstet wurde
und nach dem Tod
in ihrem Schoß geruht hat
Schau auf unser Not
en hör unsere Anfragen,
die we via Maria von Weißenstein
an Sie richten.
Amen!”

Der Wallfahrtsort ist weitläufig und bietet unter anderem einen Gasthof, ein Pilgerhaus, eine Jugendherberge, ein Geschäft, eine Bar, einen großen Parkplatz und ein Konferenzzentrum. Es ist der bekannteste Wallfahrtsort Südtirols.

ERHÄLTLICHKEIT

Maria Weißenstein liegt in Deutschnofen/Nova Ponente in Südtirol. Die Wallfahrtskirche ist nur 20 Kilometer östlich von Bozen/Bolzano gelegen. Dieser Ort liegt im Norden des deutschsprachigen Italiens.

Auf der A12 Brenner Autobahn ging es Richtung Bozen. Nach der Ausfahrt Bozen Nord ging es auf die Straße, welche ins Eggental führt. Anschließend wird Deutschnofen erreicht. Das Wallfahrtsort Maria Weissenstein liegt nahe des Petersbergs auf 1520 Meter Höhe.

Adresse: Weißenstein 10, Petersberg, 38036 Deutschnofen.

Für mehr Informationen gibt es die Webseite “www.weissenstein.it”zu besuchen.

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ERLEBNIS

Auf meiner Reise durch das italienisch-deutsche Südtirol besuche ich Maria Weißenstein. Angekommen in der Kirche kommen mir Geschichten über die Entstehung dieses Marienortes in den Sinn. Dieser Wallfahrtsort ist so besonders, denn als Marienort ist dies für Gläubige und Hilfesuchende der kraftspendende Begegnungsort in den Dolomiten. Pilger kommen mit Hoffnung auf die Begegnung mit Maria. Sie legen, wie ich, ihre Sorgen bei Ihr ab. Beten um Heilung und Einsichten, welche Wirklichkeit werden mögen.
Ich bin beeindruckt von diesem Marienplatz. Besonders die Kirche und die tausenden Dankbarkeitsbekundungen berühren mich. Diese Danksagungen an Maria befinden sich neben den Gebetsräumen. Was für ein Ausdruck der Dankbarkeit und dann dargestellt als persönliche Äußerungen von Volkskunst. Wie kreativ doch die Menschen in ihrer Darstellung des Gefühls für die Gottesmutter sind. Danach gehe ich zurück in die Kirche und versinke im Gebet.

Ich danke Maria hier sein zu dürfen und für das Gute, das ich in meinem Leben erfahren darf. Danach verweile ich lange bei der kleinen Kapelle aus dem Jahr 1553, welche sich hinten links in der Kirche befindet.
Bevor ich diesen Wallfahrtsort verlasse, besuche ich den Andenkenladen. Ich kaufe einiges für Freunde und für mich ein Weihwasserbecken mit dem aufgebrachten Bild der Pieta darauf.
Es ist für mich eine sehr schöne Erfahrung voller Erlebnisse, hier sein zu dürfen.

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Veröffentlicht: 8. September 2019
Zuletzt geändert: 11. Februar 2021

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