Im brabantischen Roosendaal befindet sich De Kapelberg. Hier steht die Marienkapelle, die der Schmerzhaften Mutter Gottes geweiht ist.
Eine Legende erzählt, dass ein Schiffer auf der Steenbergse Vliet fährt. Er gerät am 19. November 1421, dem Tag der Sint-Elisabethsvloed, in Not. Der Schiffer verspricht Maria, eine Kapelle zu bauen, wenn er sicher an Land kommt. Dies geschieht und die Verehrung Mariens beginnt hier.
Im Laufe des 19. Jahrhunderts wird eine Marienstatue auf einem ”Hügelchen” aufgestellt, woraus sich der spätere Name Kapelberg ableitet. Dieses “Hügelchen” war von sieben Hügeln umgeben, und auf jeder Erhebung stand ein Eisernes Kreuz. Die sieben Kreuze sind eine Anspielung auf die Sieben Schmerzen Marias.

Ich stehe vor der Kapelle und erfahre, dass die jetzige, achteckige Marienkapelle in den Jahren 1896/1897 erbaut wurde. Die Kapelle hat einen romanischen Anblick. An der Vorderfront, über dem Eingang, lese ich den Text: “Sancta Dei Matri Consolatrici Afflictorum Sacrum”, was bedeutet “Heiligtum für die Heilige Mutter Gottes, Trösterin der Betrübten”. In der Kapelle sind Aquarell-Gravuren zu sehen, welche die Sieben Schmerzen Mariens darstellen. Auf drei Buntglasfenstern ist die Geschichte des Kapellenbergs abgebildet. Im kleinen Gotteshaus ist eine Kopie der Schwarzen Madonna vom spanischen Wallfahrtsort Montserrat zu sehen.

Die Mariakapelle befindet sich entlang der Autobahn A17, am Rande des Industriegebiets Borchwerf Noord, und zwar an der Deurlechtsestraat 5, 4704 RP Roosendaal. Die Kapelle ist täglich geöffnet und ist ein Unikat in der westbrabantischen, religiösen Landschaft.
