Geschichte
Die Abtei von Averbode hat eine lange Geschichte. Der Ursprung der Abtei von Averbode liegt im Jahr 1134. Auf Initiative von Graf Arnold II. von Loon (1085-1138) wird in diesem Jahr die Abtei gegründet. Sie wird eine Abtei für Prämonstratenser, die aus Antwerpen kommen, wo Norbertus/Norbert von Xanten (ca. 1080-1134) gewirkt hat. Er ist der Gründer der Prämonstratenser und wurde 1582 heiliggesprochen.
Die Gebäude der Abtei zeigen verschiedene Stile, darunter Barock, Gotik und Renaissance.
Ab dem 14. Jahrhundert wird Abteibier gebraut. Auch veröffentlichen die Norbertiner viele Bücher, sind sie im Bildungswesen tätig und verrichten viele Arbeiten in der Landwirtschaft.
In 1664-1672 wird die heutige barocke Abteikirche gebaut. Am 11. Juli 1672 wird die Kirche eingeweiht.
Am Ende des 18. Jahrhunderts hat die französische Besatzungsmacht die Deutungshoheit in Belgien. Am 1. September 1796 bestimmt der französische Besatzer, dass Klöster und Abteien schließen müssen und dadurch schließt die Abtei. Im Jahr 1834 wird das Klosterleben in der Abtei wieder aufgenommen.
Im Jahre 1877 wird die Bruderschaft Unserer Lieben Frau vom Heiligen Herzen gegründet. Diese Organisation ist eine Marien-Gesellschaft. Vor allem durch die vielen Initiativen dieser Bruderschaft wachsen die Abtei und der später angelegte Marienpark zu einem Wallfahrtsort heran.
Die Marienstatue wurde 1912 von Désiré-Joseph Mercier (1851-1926), Erzbischof von Mechelen (1906-1926) und Kardinal (Metropolit von Belgien, 1907-1926), gekrönt. Dann fand auch die Gründung der Krönungskapelle statt, deren Bau 1910 begann. Anlass für die Realisierung der Krönungskapelle war das silberne (25-jährige) Jubiläum der Erzbruderschaft Unserer Lieben Frau vom Heiligen Herzen im Jahr 1912.
Am 29. Dezember 1942 zerstörte ein Großbrand Klostergebäude, doch die Kirche blieb verschont. Die Abteikirche wurde in den Jahren 1969-2001 gründlich restauriert. Es war eine umfangreiche Arbeit sowohl an der Außenseite als auch an der Innenseite. In den folgenden Jahren wurden Aktivitäten abgestoßen, wodurch unter anderem der Verlag durch Verkauf an die Verlagsgesellschaft Plantyn verschwand.
Im Jahr 2018 wurde eine neue Kerzenkapelle eingerichtet, die neben der Kirche gebaut wurde.
Im Wald gegenüber der Abtei, an der Lekdreef, steht die Kapelle des Heiligen Kreuzes aus dem Jahr 1844. Dieses Gebäude wird auch ’t Zwart Kapelleke genannt, weil die Innenwände durch den Rauch der vielen Kerzen, die dort gebrannt haben, schwarz geworden sind. Im Jahr 1844 wurde die Kapelle auf Initiative von Sulpitius De Lespes (1773-1848) erbaut, Oberhaupt der Abtei von Averbode (1843-1848) und davor Pfarrer der Pfarrei dieses Ortes (1824-1843). Ganz in der Nähe dieser Kapelle steht die neugotische Krönungskapelle, deren Grundstein 1912 gelegt wurde. Die Kapelle wurde als Folge der Krönungsfeierlichkeiten der Muttergottes des Heiligen Herzens im Jahr 1910 realisiert. Für den Entwurf und den Bau sorgte Benoît Van Uytvanck (1857-1927), ein Bildhauer aus Leuven. Diese Kapelle steht auf einem Hügel und eine breite Treppe führt Besucher nach oben.
Der Pilgertourismus wuchs weiter und Anfang des 20. Jahrhunderts entstand in Averbode ein neues Quartier mit Cafés, Hotels, Restaurants, Geschäften und Wohnhäusern. Das Wachstum setzte sich bis Mitte des 20. Jahrhunderts fort und danach gab es einen Rückgang der Besucherzahlen. An den Wochenenden kamen jedoch immer noch viele Besucher.
Der Mariapark, der neben der Abtei in einem Waldgrundstück namens Landduin Smisbos liegt, ist drei Hektar groß. Die Anlage des Parks beginnt 1935 und die letzten Stationen sind 1960 fertiggestellt. Durch den Mariapark erhält Averbode einen großen Impuls zur Stärkung des Wallfahrtsortes. Die Figuren im Andachtspark sind aus Kunstbeton gefertigt. Dadurch ist es ein besonderer Ausdruck von Zementrustik. Am 21. Juni 1936 wurde der Mariapark von Abt Petrus Josephus Gummarus Crets (1858-1944), Abt der Abtei von Averbode (1887-1942), eingeweiht. Der Park ist dann noch lange nicht fertig, aber als erstes Bauwerk ist die Lourdesgrotte vom Felsenbauer (Felsgestalter) Alfons Janssens (1880-1959) aus Westmeerbeek fertiggestellt worden. Später wurde die Grotte von Freddy Janssens (1943), dem Enkel von Alfons, renoviert. Auch Octave Tondeleir (1900-1972) aus Oude God hat an der Lourdesgrotte mitgearbeitet. Die Figuren der Stationen im Mariapark wurden insbesondere von Léon Bressers (1865-1947) aus Gent realisiert. Die Darstellung der Muttergottes mit den drei Kindern in Fatima und dem Schaf wurde 1936 angefertigt. Im Mariapark steht auch die Heilig-Kreuz-Kapelle. Dies ist eine kleine, backsteinerne Saalkirche im neoklassizistischen Stil, mit schlichtem Interieur mit Altar und Kruzifix. Sie wurde 2008 restauriert und neu gestrichen. Das kleine Gebäude wird wegen des Rauchs der vielen Kerzen, die für den Ruß gesorgt haben, auch “schwarzes Kapellchen” genannt. Der Mariapark wurde 1960 fertiggestellt und ist seit 2022 als geschütztes Denkmal anerkannt. Der einzigartige Park wurde in die Liste des Inventars Historische Gärten und Parks von Flandern aufgenommen.
Wallfahrtsort
Im Wallfahrtsort wurden keine Wunder aufgezeichnet. Besucher kommen dort, um die Kirche, andere Gebäude, den Marienpark und die Kapellen im Wald zu genießen. Sie kommen auch wegen der Andacht zu unserer Lieben Frau.
Neben der Abtei liegt der Mariapark zwischen der Abdijstraat und der Herseltsebaan. Es ist ein nahezu vollständig kreisförmiger Prozessionsweg. Dieser religiöse Themengarten mit vielen Bäumen und Sträuchern auf einem hügeligen Gelände von 3 Hektar. Die Stationen im Park sind aus Zement-Rustika, das auch Kunstbeton genannt wird. Die Stationen sind für religiöse Betrachtungen bestimmt. Gezeigt werden Beispiele antiker Kultur mit Nachahmruinen, versteinten Baumstämmen und geheimnisvollen Hieroglyphen, die Darstellungen aus der Zeit der alten Ägypter sind. Im Mariapark kann man einen Rundgang entlang von Figurengruppen machen, die auf die Sieben Schmerzen Mariens und einen Ölberg verweisen. Die Sieben Schmerzen Mariens sind: die Weissagung Simeons, die Flucht nach Ägypten, die Suche nach dem verlorenen Jesus, die Begegnung Mariä mit Jesus und dem Kreuz, Maria unter dem Kreuz, Maria empfängt ihren toten Sohn Jesus und die Grablegung Jesu.
Im Devotionspark gibt es auch eine Lourdesgrotte. Diese befindet sich am höchsten Punkt des Parks. Die Grotte ist genauso groß wie das Original im französischen Lourdes und wirkt auf die Besucher beeindruckend. An der Lourdesgrotte ist Platz für Feiern.
In der Apsis der Krönungskapelle hängt ein Basrelief mit dem Thema der Krönung Mariens im Himmel. Vier Glasfenster zeigen Bilder von musizierenden Engeln, dem Heiligen Josef und dem Heiligen Gummarus. In der Kapelle steht ein kleiner Steinaltar.
Gegenüber der Abtei liegt ein Wald und am Lekdreef sind zwei Kapellen zu besichtigen, nämlich ’t Zwart Kapelleke und die Kroningskapel.
Im Laden der Abtei sind viele Produkte erhältlich, wie zum Beispiel Abteibier, Bücher, Brot, Karten, Käse und Lebkuchen.
ERHÄLTLICHKEIT
Die Adresse der Abtei ist Abdijstraat 1, 3271 Averbode und der Mariapark liegt neben der Abtei, ebenfalls an der Abdijstraat. Averbode gehört zur Gemeinde Scherpenheuvel-Zichem.
Aktuelle Informationen sind zu finden im Internet: www.abdijaverbode.be.
ERLEBNIS
Die berühmte Abtei von Averbode ist einen Besuch mehr als wert. In der Kirche stehen schöne Marienbilder und das Gebet dazu geschieht an einem besonderen Ort. Nach einem Rundgang durch die Kirche gehe ich zur Kerzenkapelle, um einige Lichter anzuzünden, und dabei habe ich Anliegen für einige gute Freunde, die mit ihrer Gesundheit zu kämpfen haben, und für ihre nächsten Angehörigen, die gut zu ihnen sind.
In der Kirche sehe ich ein Blatt mit dem Text eines Gebets für die Heilige Maria, das Herz von Jesus. Ich lese den Text, und er berührt mich. Besonders der Satz ”Erlange für die Welt Hoffnung und Frieden, Barmherzigkeit und Heil“ spricht mich an.”
Anschließend besuche ich zwei Kapellen, die auf der anderen Seite der Abtei in einem Wald liegen. Zuerst geht es zum ’t Zwart Kapelleke und danach führt eine große Treppe den Hügel hinauf zur Kroningskapel. Diese beiden Kapellen erinnern mich an die reiche Vergangenheit dieses Wallfahrtsortes.
Im weitläufigen Mariapark mache ich einen Rundgang. Die Lourdesgrotte ist beeindruckend, aber ich vermisse die Darstellung von Bernadette Soubirous. Später erfahre ich, dass unter Vandalismus die Statuen im Park sehr leiden. So sind bei der Darstellung der Erscheinungen Mariens in Fatima im Jahr 1917 nur zwei der drei Seher anwesend. Schade, dass dieser Park so verkommen ist. Vandalismus hat hier freies Spiel, denn der Mariapark ist nicht abgeschlossen und jeder kann ihn zu jeder Tageszeit betreten.
Naast de Lourdesgrot heb ik een mooi uitzicht op kerk en bijgebouwen van de abdij van Averbode.
Nach dem Besuch der Abtei, der Kapellen und des Marienparks verbringe ich einige Stunden im Geburtshaus von Ernest Claes, einem der bekanntesten Schriftsteller Flanderns. Zum Abschluss des Tages steht die Marienvesper in der Basilika von Scherpenheuvel auf dem Programm.

UMGEBUNG
Die Basilika von Scherpenheuvel liegt in der Nähe. Von der Abtei von Averbode zur Basilika Unserer Lieben Frau von Scherpenheuvel sind es 7 km zu reisen. Das Geburtshaus des großen flämischen Schriftstellers Ernest Claes ist jetzt das Besucherzentrum-Museum Huize Ernest Claes und liegt 2 km von der Abtei in der Ernest Claesstraat 152 in Zichem entfernt. Die alte, geschichtsträchtige Stadt Diest ist 11 km von der Abtei von Averbode entfernt.
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