Maria-
Zimmer

Wallfahrtsorte in Deutschland – Bergheim

Geschichte

Die Pfarrkirche St. Remigius wurde 1175 von Philipp I. von Heinsberg (±1130-1191), Erzbischof von Köln (1167-1191), geweiht. Die Kirche befindet sich an der Stelle, an der sich zuvor eine Kapelle befand. Im Zeitraum von 1300-1400 wurde das Langhaus vergrößert.

Im 15. Jahrhundert wurde in der Nähe von Bergheim eine Pietà-Darstellung gefunden. Im Jahr 1500 wird ein Diebstahl begangen und ein Monstranz und Hostien verschwinden. Gotteslästerung wird begangen, indem Hostien verspottet werden. Die Pietà wird in der Nähe von Bergheim an ein Kreuz im Wald gestellt. Kurz darauf wird am Fundort der Darstellung eine kleine Holzkapelle errichtet, die den Namen Bethlehem erhält. Die aus Eichenholz geschnitzte Pietà stammt aus der Zeit um 1480. Im Jahr 1598 wütet die Pest in und um Bergheim und täglich sterben Menschen. Die Bewohner suchen Zuflucht bei Maria und gehen zum Gnadenbild, um zu beten und um Hilfe zu bitten. Die Epidemie verschwindet und dadurch entstehen Wallfahrten.

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Wallfahrtskirche in Bergheim

Im Jahr 1622 und 1623 grassierte die Pest in und um Düsseldorf. Die Bewohner, darunter auch Adlige, flohen nach Bergheim, um das Gnadenbild um Rettung zu bitten. Auch Kranke kamen zum Marienbild und beteten um Heilung. Es geschahen wundersame Heilungen.

Im Jahr 1642 wird die Kirche geplündert und teilweise zerstört.

Die Pilger wachsen an Zahl und im 17. Jahrhundert kommt eine Wallfahrtskirche und ein Kloster für Franziskaner. Die Weihe von Kirche und Kloster findet 1665 statt. Danach wird ein Kreuzweg angelegt, der die Klosterkirche mit Bergheim verbindet.

Seit 1666 organisiert die Bergheim-Bruderschaft aus Leverkusen Wallfahrten nach Bergheim.

Im Jahr 1748 stürzt der Turm ein und im Jahr 1758 kommt ein Gotteshaus auf die alten Fundamente der vorherigen Kirche.

Door de ontkerkelijking en Franse Revolutie (1789-1799) worden bedevaartkerk en klooster gesloten in 1802. Het genadebeeld van de Bedroefde Moeder (piëta) verhuist in 1803 naar de parochiekerk van St. Remigius te Bergheim. In 1873 komt in deze kerk een Mariakapel met het genadebeeld en wordt het met verf gekleurd.

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Buntglasfenster in der Wallfahrtskirche in Bergheim

Im Jahr 1835 wird Ferdinand Franz Josef von den Bongart (1773-1850), Schatzmeister im Heiligen Römischen Reich, Eigentümer des Klosterkomplexes.

Die Schwestern aus Essen-Werden übernehmen 1899 die Organisation der Wallfahrtskirche und des Klosters und gründen eine Haushaltsschule, sowie ein Exerzitienhaus und ein Pflegeheim.

Im Jahr 1928 wird die Sakristei an die Kirche gebaut.

Die Kirche leidet unter Kriegsgewalt während des Zweiten Weltkriegs (1939-1945) und die Restaurierung folgt in der Zeit von 1948-1953.

Im Jahr 1966 verkaufen die Schwestern die Gebäude und Grundstücke des Klosters an die “Rheinische Braunkohle AG”. Die Gebäude werden im Zusammenhang mit dem Braunkohletagebau schrittweise abgerissen. Die Kirche bleibt jedoch erhalten, ist aber in schlechtem Zustand, und es droht Einsturzgefahr. Auf dem Friedhof entsteht eine Notkirche. Die Kirche wird 1989-1994 gründlich renoviert und eine neue Sakristei wird errichtet. 1997 erfolgt die Einweihung einer neuen Orgel.

Wallfahrtsort

Die Pfarrkirche stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die Pieta ist das Gnadenbild und sieht anders aus als an vielen anderen Orten. Hier liegt das Gesicht Jesu nicht im Schoß seiner Mutter, sondern liegt der Körper zu den Füßen Marias.

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Pietà aus ±1480 in der Wallfahrtskirche zu Bergheim

In der Kirche sind Glasfenster zu sehen, auf denen auch Maria dargestellt ist. Ein besonderes Bild ist das Zusammensein von Maria, ihrer Mutter Anna und ihrem Kind.

Der Gedenktag der Sieben Schmerzen Mariä ist am 15. September.

Pilgerfahrten finden immer noch zum Gnadenbild in der Kirche statt.

Neben der Kirche gibt es Parkmöglichkeiten.

Die Kirche ist während der Gottesdienste zugänglich und hat ansonsten begrenzte Öffnungszeiten.

ERHÄLTLICHKEIT

Bergheim liegt im Rhein-Erft-Kreis und gehört zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Adresse der St. Remigiuskirche: Kirchstraße 45, 50126 Bergheim.

Weitere Informationen finden Sie auf www.katholisch-in-bergheim.de.

ERLEBNIS

Aus großer Entfernung sehe ich auf einem Plateau die Kirche liegen. Die Türme reichen bis hoch in den Himmel hinauf. Was wird dieser Besuch mir erfahren lassen?

Neben der Kirche wurde ein Parkplatz angelegt und dort ist noch genug Platz, denn ich bin sehr früh zur Messe. Das Auto hat einen Platz ausgesucht und danach geht es in die Kirche. Leider ist die Tür noch zu, dann wird eben ein Spaziergang um die Kirche gemacht. Als ich die Runde fast beendet habe, sehe ich zwischen Kirche und Parkplatz eine dunkle Marienstatue stehen. Der Text bei der Statue lautet: “Fern von mir ist mein Tröster”. Auf Niederländisch bedeutet das: “Mijn trooster is ver van mij”.

Etwas nach halb elf öffnet sich die Kirche, die dem Heiligen Remigius geweiht ist. Diese katholische Pfarrkirche ist eine Wallfahrtskirche für die Heilige Maria, wo um 11:00 Uhr die Eucharistiefeier beginnt. Es ist also noch Zeit, eine Runde durch die Kirche zu drehen. Ich komme zu einer Kapelle, wo die Pieta steht, es ist eine besondere Darstellung von Maria und ihrem verstorbenen Sohn. Jesus liegt nicht auf Marias Schoß, sondern zu ihren Füßen. Dies ist eine seltene Darstellung einer Pieta. Welch ein auffälliges Gnadenbild!

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Pietà aus ±1480 in Wallfahrtskirche zu Bergheim

In der Kirche sehe ich auch eine Darstellung von Anna, ihrer Tochter Maria und Enkelkind Jesus. Anna hat ein Buch auf dem Schoß und Jesus sitzt auf Marias Oberschenkeln.

Es gibt hier auch Buntglasfenster, darunter Bilder der Jungfrau Maria. Was für eine Farbenpracht!

Dan stehe ich etwas länger vor einem großen Bildnis Unserer Lieben Frau und dann ist die Führung beendet. Ich setze mich hinten in die Kirche und die Feier beginnt.

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Mutter Anna, Tochter Maria und Enkelkind Jesus in der Wallfahrtskirche zu Bergheim

Nach der Messe zünde ich einige Kerzen an und bete für Freunde und gute Bekannte. Dies führt dazu, dass ich als einer der Letzten die Kirche verlasse und etwas später geht die Kirchentür wieder zu.

UMGEBUNG
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Himmelfahrt Mariens in der St. Nikolauskirche zu Brauweiler

Von Brauweiler nach Bergheim sind es 25 km nach Westen.
In Brauweiler steht der große Komplex der ehemaligen Abtei mit Klostergebäuden, Garten und Kirche. Die Kirche ist dem Heiligen Nikolaus geweiht und zeigt Darstellungen insbesondere von Maria und Nikolaus. Im Jahr 1024 erteilt Benedikt VIII., Papst von 1012 bis 1024, geboren als Theophylactus von Tusculum (+1024), die Erlaubnis zur Gründung eines Klosters. Die Genehmigung hierzu erhalten Ehrenfried III., Ezzo von Lothringen (±955-1034), und seine Ehefrau Mathilde (979-1025), Tochter von Kaiser Otto II. (955-983) und Kaiserin Theophanu (960-991). Sie gründen die Abtei Brauweiler. In der Abtei wohnen keine Geistlichen mehr und das Gebäude ist an der Außenseite tadellos instand gehalten. Die St. Nikolaus-Kirche zeigt schöne Skulpturen von Maria und ein großes Gemälde mit der Himmelfahrt Mariens.
Hinter der Kirche befindet sich eine Marienkapelle aus dem Jahr 2006 mit einer weißen Pietà.

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Pietà in der Kapelle hinter der St. Nikolauskirche in Brauweiler

Abreise aus Leverkusen, um in Bergheim anzukommen, erfordert eine 42 km südwestliche Reise.

Köln/Cologne verlassen, um nach Bergheim zu gelangen, bedeutet eine 35 km westliche Fahrt.

Von Dortmund nach Bergheim zu fahren bedeutet, 120 km nach Südwesten zurückzulegen.

Düsseldorf hinter sich zu lassen, um nach Bergheim zu gelangen, bedeutet, 46 km nach Süden zu fahren.

Van Aken naar Bergheim reizen bedeutet 59 km ostwärts überbrücken.

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Datum der Erstveröffentlichung: 10. April 2026
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