Geschichte
Nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), in dem viele Kämpfe zwischen katholischen und protestantischen Staaten stattfinden, entsteht eine Feldkapelle in der Nähe von Ziemetshausen. Dies geschieht im Jahr 1650 und darin findet sich das Vesperbild (Pieta) aus dem 16. Jahrhundert. Im Jahr 1673 wird eine größere Kapelle errichtet. Im Jahr 1725 erfolgt der Bau einer Wallfahrtskirche. Die Konstruktion stammt von Siepert Kramer (1679-1753). Leider ist dieses Bauwerk bald aufgrund des schwachen Fundaments in schlechtem Zustand und im Jahr 1754 erfolgt der Abriss.
Die heutige Pfarrkirche wurde im Rokoko-Stil in den Jahren 1754-1756 erbaut. Architekt ist Johann Georg Hitzelberger (1714-1792). Am 7. August 1756 ist die Kirchweihe. Fresken an den Decken sind vom bayerischen Maler Balthasar Riepp (1703-1764).
Im Jahr 1788 wird der Abriss der Kirche verhindert, indem der Pfarrer von Ziemetshausen der protestantischen, österreichischen Obrigkeit Widerstand leistet. Unter Ludwig I. (1786–1868), König von Bayern (1825–1848), erhält das religiöse Leben wieder Raum.
In der Zeit von 1867-1869 wurden Altäre, Beichtstühle und Kanzel durch ein neuromanisches Interieur ersetzt.
Der Kreuzweg in der Kirche wurde 1948 eingeweiht und von Johann Baumann (1882-1959) gemalt.
Im Jahr 1957, anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Erscheinungen im portugiesischen Fatima, wird eine Fatima-Grotte errichtet. Die Statue der Madonna von Fatima wird vom Bildhauer Ludwig Schuster (1913-1997) geschaffen. In den 80er Jahren wird die Statue von Rudolf Johannes Maria Koppmann (1913-2007), Apostolischer Vikar in Windhoek, der Hauptstadt Namibias (1957–1980) und Seelsorger im Krankenhaus im süd-bayerischen Tutzing (1982–1993), gekrönt.
Die Einrichtung der Kirche wird 1959-1965 erneut verändert. Der gewählte Stil ist der des Rokoko. Das Tabernakel ist ein Geschenk des adligen Politikers Wolfgang Karl Friedrich Joseph Notger (Eugen) von Oettingen-Wallerstein (1885-1969).
Im Jahr 1975/1976 wird die runde “Engelskapelle” (Kapelle der Engel) gebaut und im Jahr 1984 wird ein großes Kreuz aufgestellt.
Neben der Wallfahrtskirche steht ein Haus für Pilger. Im Jahr 1995 wurde dieses “Pilgerhaus” gebaut.
Eine Mariensäule mit der Schutzpatronin von Bayern wird 1986 am Marienbrunnen aufgestellt. Im Jahr 2004 wird die Umgebung der Kirche mit einem Vorplatz und dem Marienbrunnen umgestaltet. Im Jahr 2011 werden die Fatimasteinwand und der daneben liegende Kräutergarten mit Votivgaben renoviert.
Große Renovierung Kirche in 2019-2023 und dies sowohl des Äußeren als auch des Inneren.
Wallfahrtsort
Jährlich besuchen etwa 400.000 Menschen die Wallfahrtskirche mit der Fatimagrotte. Dadurch ist Maria Vesperbild der drittmeistbesuchte Marienwallfahrtsort Deutschlands, und dies nach Altötting und Kevelaer. Maria Vespergild ist die schwäbische Hauptstadt Mariens. Im gesamten deutschsprachigen Teil Europas ist Maria Vesperbild bekannt.
Im Wallfahrtsort werden zwei Gnadenbilder verehrt, nämlich das Vesperbild und das Fatima-Marienbild.
Das Innere der Wallfahrtskirche ist reich verziert.
Die aus Holz geschnitzte Vesperfigur, um 1550, steht im Mittelpunkt des Hochaltars, umgeben von Strahlen. Dies ist das Gnadenbild des Wallfahrtsortes und der Schöpfer ist unbekannt. Maria hält ihren toten Sohn traurig im Schoß und deutet mit einem Taschentuch in der Hand hilfesuchend zum Himmel. Jesus deutet mit einem Finger auf den Altar als Kraftquelle und der Arm hängt nach unten. Von dem Gnadenbild wurden Krone, Strahlen und Taschentuch später hinzugefügt.
Der linke Seitenaltar zeigt ein Gemälde mit einem Engel, der Weihwasser aus einer Schale gießt, und Maria ist darunter dargestellt.
An der Seite beim Hochaltar steht eine Fatima-Statue, die in Prozessionen herumgetragen wird.
In der Kirche sind auch Votivtafeln abgebildet, und darunter sind Gemälde mit dem Bild des Vesperbildes. Alte Votivtafeln sind verschwunden oder zerstört durch die Säkularisierung der Regierung. Das älteste Exemplar stammt aus dem Jahr 1821.
Eine alte, barocke Uhr hängt in der Wallfahrtskirche. Sie ist aus dem Jahr 1730 und stammt aus der vorherigen Kirche.
Das zentrale Gewölbe ist bemalt und zeigt die Verehrung des Vesperbildes durch Heilige. Es wurde 1755 von Balthasar Riepp (1703-1764) geschaffen.
Neben der Kirche ist eine Marienquelle und diese Quelle befindet sich an der Stelle, wo vor Jahrhunderten eine Quelle entdeckt wurde. Die Quelle ist gesegnet und viele machen ein Kreuz mit diesem Wasser. Die Quelle ist Maria geweiht, denn Sie ist die Schutzpatronin von Bayern und das seit 1916, als Ludwig III. (1845-1921), König von Bayern (1913-1921), dies bei Benedikt XV., Papst von 1914 bis 1922 und geboren als Marquess Giacomo Giambattista della Chiesa (1854-1922), beantragte.
Beim Wallfahrtskirchlein wurde ein “Pilgerhaus” realisiert.
Gegenüber der Wallfahrtskirche liegt ein Park mit unter anderem einer Darstellung von Pater Pio und einer Fatima-Grotte, die regen Zuspruch findet. Diese Grotte wurde Mitte des 20. Jahrhunderts errichtet. Viele Kerzen und Votivgaben sind hier zu sehen.
Jährlich am 15. August, dem Tag der Aufnahme Marias in den Himmel, gibt es eine Kerzenprozession. Der Umzug endet an der Fatima-Grotte, wo ein Blumenteppich angelegt ist. Während des Jahres gibt es weitere Prozessionen, zum Beispiel im Monat Mai.
Die Wallfahrtskirche ist täglich geöffnet. Jeden Tag gibt es Gottesdienste in der Wallfahrtskirche und die Möglichkeit zur Beichte.
ERHÄLTLICHKEIT
Der Wallfahrtsort Maria Vesperbild liegt in Bayern und gehört zum Bistum Augsburg. Maria Vesperbild liegt südwestlich von Augsburg.
Die Adresse der Wallfahrtskirche “Maria Vesperbild” ist:
Schellenbacher Straße 4, 86473 Ziemetshausen.
Mehr Informationen sind zu finden durch das Besuchen von www.maria-vesperbild.de.
ERLEBNIS
Ein gut besuchter Wallfahrtsort habe ich gelesen und das stimmt, denn bei Ankunft stehen viele Autos und einige Busse geparkt nahe der Kirche. Dies geschieht selbst an einem Freitagmorgen, am Ende des Monats August. An diesem Tag finden sage und schreibe 7 Aktivitäten statt, so steht auf einem großen Schild zu lesen.
Die Wallfahrtskirche hat mich beim Betreten sofort gepackt. Ganz von selbst gehe ich zum Gnadenbild und schaue lange auf die Pietà. Wie ergreift mich diese Darstellung! Maria ist gekrönt und viele goldene Strahlen, Putten und Blumen machen das Bild noch intensiver erlebbar. Das Tüchlein in ihrer linken Hand ist aussagekräftig. Die Seitenaltäre zeigen auch hier, wie schön Darstellungen der Muttergottes sind. Welches wundersame Ereignis widerfährt mir hier.
Dan schaue ich nach oben und sehe das Kirchengewölbe. Es ist mit Kreuzszenen bemalt und Maria steht ohnmächtig da. Wie muss das wehtun!
In der Wallfahrtskirche stehen viele Statuen, darunter auch eine Fatima-Statue. Unsere Liebe Frau von Fatima hat an diesem Wallfahrtsort einen besonderen Platz.
Auch sind es viele Votivgaben in der Kirche zu sehen. Es sind unzählige Zeugnisse von Dankbarkeit. Was hat Maria oft geholfen!
In dieser Wallfahrtskirche steht Maria auch auf einer blauen Kugel. Sie hat ein Zepter in der linken Hand und die rechte Hand hält Sie auf dem Herzen. Auch hier stehe ich etwas länger still. Der Künstler möchte etwas sagen und dann ist es mir, mich in den Schöpfer des Bildes zu versetzen.
Ein anderes Bild trifft mich auch, nämlich Flammen, Menschen, auch ein Engel und Maria oben. Sie rettet jemanden aus dem Feuer. Würde ich jemals auch so von Ihr Hilfe erhalten?
Nach dem Besuch der Kirche fahre ich in den Naturpark. Der Weg führt vorbei an einem Kruzifix und Kreuzweg, einem Freialtar, einer Statue von Pater Pio, unzähligen Votivgaben und dann komme ich zu einem großen Blumenteppich. Was für ein schönes Erlebnis! Hinter dem Blumenmeer steht die Statue unserer Lieben Frau von Fatima. Dies ist der zweite Höhepunkt dieses Wallfahrtsortes. Hier brennen viele Kerzen und weitere kommen jetzt hinzu, um Maria zu danken. Ich erzähle ihr auch etwas über Freunde. Dann wird gebetet, wie so viele hier beten.
Das Kunstwerk mit den strahlenden Blumen zieht viel Aufmerksamkeit von den Pilgern und auch von mir. Am meisten beeindruckt mich die Fatima-Statue. Was hat Maria einnehmendes Gesicht! Wie bildschön sie wiedergegeben ist! Es fühlt sich wie ein großes Geschenk an, sie hier zu betrachten. Dann versinke ich wieder im Gebet; so viel passiert mit allerlei Gedanken.
Nachdem ich die Wallfahrtskirche und den Park mit der Fatima-Grotte besucht habe, gehe ich in den Andenkenladen, um etwas für Freunde zu kaufen.
UMGEBUNG
In der Umgebung von Maria Vesperbild gibt es Wander- und Radfahrmöglichkeiten.
Von dem nahegelegenen Ziemetshausen nach Maria Vesperbild sind es 2 km nach Süden gehen.
Die Entfernung von Krumbach nach Maria Vesperbild beträgt 18 km nach Nordosten.
Von Günzburg nach Maria Vesperbild zu fahren, erfordert eine 40 km südöstlich.
Augsburg verlassen, um nach Maria Vesperbild zu gelangen, bedeutet 35 km in südwestlicher Richtung zu fahren.
Von Stuttgart nach Maria Vesperbild sind es 150 km in südöstlicher Richtung.
Besonders sehenswert ist Schwabegg, in der Nähe von Schwabmünchen, mit der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Von Schwabegg nach Maria Vesperbild sind es 25 km nach Nordwesten.
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