Maria-
Zimmer

Wallfahrtsorte in Deutschland – Sielenbach

Geschichte

Das Gnadenbild der betrübten Mutter und ihres Sohnes ist eine Holzskulptur aus dem 16. Jahrhundert. Ursprünglich wurde die Darstellung auf einer Bilderstange beim Schloss Stunzberg verehrt.

Während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648), ein groß angelegter Kampf zwischen katholischen und protestantischen Staaten, kommt es zu vielen Zerstörungen in der Region und den Kirchen. Im Jahr 1632 kommen feindliche, schwedische Truppen nach Sielenbach. Sie nehmen das Gnadenbild mit und werfen es weg. Später wird das Bildnis in einem Birnbaum gefunden, und so entsteht der Name “Unsere Liebe Frau im Birnbaum”.

Im Jahre 1658 wird Philipp Jakob von Kaltenthal/Kaltental (1627-1669), Kommandant des Deutschen Ordens. Er ist von Maria inspiriert und hat den Plan, eine Wallfahrtskirche zu bauen. Er finanziert den Großteil der benötigten Gelder für den Bau der Kirche und der Rest wird von Gläubigen aus der Region und Pilgern aufgebracht. Dies wird die heutige Wallfahrtskirche von 1658, an der Baumeister Konstantin Pader (±1596-1681) beteiligt ist. Die Einweihung des Gotteshauses erfolgt im Jahre 1668. Es ist die erste Kuppelkirche nördlich der Alpen. Kurz nach Fertigstellung der Kirche werden Kranke geheilt und Erscheinungen treten auf. Dadurch nimmt der Besuch der Wallfahrtskirche erheblich zu. Nach seinem Tod wird der Ritter Von Kaltenthal in der Kirche beigesetzt. Der Deutsche Orden verwaltet den Wallfahrtsort etwa 200 Jahre lang und das ohne Unterbrechung.

In 1664-1665 wurde der Stuck mit vielen Dekorationen von Matthias/Mathias Schmuzer (1634-1686) ausgeführt.

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Wallfahrtskirche in Sielebach

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts müssen die Mitglieder des Deutschen Ordens die Wallfahrtsstätte verlassen. Dies geschieht auf Befehl der säkularisierten Regierung mit antikatholischen Dekreten, wie der Schließung von Klöstern und der Auflösung von Kongregationen. Dies geht mit politischer Unruhe einher. Die Kirche in Sielenbach wird beschädigt und die Existenz des Wallfahrtsortes gerät in Gefahr. Die Rettung kommt von Bauern aus der Region; sie sichern den Marienort für die Zukunft, indem sie die Kosten für den Unterhalt tragen. In dieser Zeit entsteht “die Bruderschaft der Totenbund und der blaue Bund”. Diese Organisation widmet sich der Verehrung der Schmerzen Mariens und übernimmt auch die Pflege der Gebäude und Wallfahrten.

Von 1867 bis 1984 organisierten Kapuziner das Wallfahrtsort und das also während mehr als 100 Jahre.

Im Jahre 1998 kehren die Mitglieder des Deutschen Ordens nach Sielenbach zurück.

Wallfahrtsort
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Teil des alten Stammes des Birnbaums, dieser steht hinter dem Hochaltar in der Wallfahrtskirche zu Sielenbach

Die Wallfahrtskirche trägt den Namen “Unsere Lieben Frau im Birnbaum” und ist der Schmerzhaften Muttergottes geweiht. Hierher kommen viele Pilger, denn Maria versteht alle Ängste, Nöte und Sorgen der Menschen.

Hinter dem Hochaltar steht ein Teil des ursprünglichen Birnbaums.

Seit 1897 befindet sich unter dem Altar ein Reliquienschrein mit den sterblichen Überresten der Heiligen Liberata von Pavia (+580). Diese italienische Heilige führt ein strenges und bußfertiges Leben als Ordensfrau und stirbt als Märtyrerin. Er wurde von den Schwestern des Klosters St. Josef aus Zangberg gestiftet.

Die Wallfahrtskirche ist jeden Tag geöffnet.

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große Kerzen und Votivgaben in der Wallfahrtskirche zu Sielenbach
ERREICHBARKEIT

Sielenbach liegt östlich von Augsburg.

Die Adresse der Wallfahrtskirche ist Maria-Birnbaum-Straße 51, 86577 Sielenbach.

Aktuelle Informationen sind zu finden auf www.maria-birnbaum.de.

ERLEBNIS

Beim Nähern der Wallfahrtskirche bekomme ich den Eindruck, dass das Gebäude eine orthodoxe Kirche ist. Bei Nachfrage stellt sich heraus, dass das Aussehen der Kirche von der italienischen Baukunst aus jener Zeit abgeleitet ist. Das Exterieur der Wallfahrtskirche verdanken wir dem Initiator Philipp Jakob von Kaltenthal. Er hat viele Auslandsreisen unternommen und dadurch entsteht seine Vision für das Aussehen des Gebäudes.

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Teil des Innenraums der Wallfahrtskirche zu Sintelenbach

Das Innere der Kirche ist prächtig mit Verzierungen an der Kuppel, den Decken und den Wänden. Was für Ausdrucksformen besonderer Gaben von Künstlern sind das!

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Pietà in der Wallfahrtskirche zu Sielenbach

Bij het hoogaltaar zie ik het genadebeeld dat een en al verdriet toont. Dit genadebeeld is een vesperbeeltenis met de bedroefde Maria en haar dode Zoon. Hierboven is de kruisafname van Jezus weergegeven.

In der Wallfahrtskirche sind große, alte Kerzen ausgestellt, und daneben ist eine große Menge Votivgaben zu sehen. Diese Fliesen und Gemälde sind ein Beweis großer Dankbarkeit gegenüber der Heiligen Maria.

Ein schönes Retabel finde ich die Malerei von Maria, Josef und dem kleinen Jesus, mit darüber einem runden Gemälde von Mutter Anna und ihrer Tochter Maria. Josef hält den Kleinen fest, Maria schaut zu und ein solches Szenario ist nicht so oft abgebildet.

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Retabel mit der Heiligen Familie und darüber Mutter Anna mit Tochter Maria in der Wallfahrtskirche zu Sielenbach

Hinter dem Hochaltar sehe ich den dicken Stamm des alten Birnbaums stehen. Was hat dieser große Überrest des Baumes viel zu erzählen! Nochmals gehe ich vor dem Hochaltar stehen und danach ist es noch eine Runde durch die Kirche machen. Was gibt es hier viel zu sehen an Geschichte, Schönheit und Devotion. Ein besonders schönes Erlebnis, um es ins Herz zu schließen.

UMGEBUNG

In der Umgebung von Sielenbach sind Pilgerwanderungen und Radtouren ausgeschildert.

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Torhaus in Aichach mit Abbildung von Maria

Von Aichach nach Sielenbach sind es 9 km in südlicher Richtung. In dem touristischen Ort sind unter anderem alte Stadttore, Wandmalereien und Kirchen zu sehen. Ein besonderes Gebäude ist die Spitalkirche (Heilig-Geist-Kirche). Diese Krankenhaus-Kirche zum Heiligen Geist stammt aus der Mitte des 15. Jahrhunderts.

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drie Andreaskruisen met 3 groene heuvels, in het midden rechts, verwijzen naar Bergen op Zoom, schilderij is bevestigd aan de voorgevel van de kerk te Aichach

Tegen de gevel hangt een schildering met wapens van bezittingen van het Huis Wittelsbach in 1777, waaronder het wapen van het Nederlandse Bergen op Zoom, de stad waar ik ben geboren en woon. In de kerk is ook een piëta te zien. Verder afbeeldingen van Maria met onder andere het tafereel dat Zij staat onder het kruis en een groot hart toont. Boven het retabel is een glaswerk van Maria met Kind. Hierbij staat dat Maria de patroonheilige van Beieren is en dat Zij beschermt. In de kerk bevindt zich een grote plafondschildering met Maria, een engel en de Heilige Geest. Op het middelste altaar staat een houten beeldengroep met de kroning van Maria door de Drievuldigheid.

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Pietà in der Kirche zu Aichach

An einem alten Stadttor von Aichach ist eine Malerei von Maria und einem Ritter, der ein Blatt mit dem Text hält: Erlöse uns von allen Plagen. In der Stadt sind auch Malereien an Fassaden zu sehen.

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Torhaus mit alten Gebäuden im historischen Zentrum von Aichach

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Augsburg verlassen, um nach Sielenbach zu gelangen, bedeutet, 33 km nach Osten zurückzulegen.

Von München nach Sielenbach zu fahren, erfordert 54 km nach Nordwesten zu überwinden.

Von Ingolstadt nach Sielenbach bedeutet 65 km nach Südwesten gehen.

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Datum erste Veröffentlichung: 18. Februar 2026
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