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Geschichte
Im Jahr 1074 wurde von einem Kloster an der Stelle des heutigen Heiligtums berichtet.
Ab 1138 gehört das Kloster dem Benediktinerkloster “Santa María la Real” (Heilige Maria die Königin) in Nájera.
Die heutige Wallfahrtskirche stammt aus dem 13. Jahrhundert, ebenso wie der noch vorhandene Taufstein.
Der gesamte Komplex wird 1431 an Don Fernán Pérez de Ayala (1370-1436) verkauft. Im 15. Jahrhundert gehören Kloster und Kirche also nicht mehr den Benediktinern. Es wird eine Pfarrkirche mit Nebengebäuden.
Mitte des 16. Jahrhunderts ist der gesamte Gebäudekomplex im Besitz des Hospitals von Santiago von Vitoria-Gasteiz.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts übernimmt die Provinz Álava die Gebäude und die Kirche wird restauriert. Das Westportal wird erneuert. Ein neues Klostergebäude wird errichtet.
Im Jahr 1923 kamen hier Benediktinerinnen.
Seit 1941 ist Unsere Liebe Frau von Estíbaliz die Schutzpatronin der Provinz Álava.
Wallfahrtsort
Der Wallfahrtsort trägt den Namen “Santuario de Nuestra Señora de Estíbaliz” (Heiligtum Unserer Lieben Frau von Estíbaliz).
Die Basilika hat zwei Portale, nämlich ein westliches und ein nördliches. Das Dach ruht auf Tragsteinen mit Darstellungen von Tieren, Pflanzen und Figuren.
Das Kirchengebäude hat die Form eines lateinischen Kreuzes mit einem vertikalen Arm, der länger ist als der horizontale, und ist ein charakteristisches Symbol des Christentums. Die Kirche hat ein Kirchenschiff, drei Joche (Kreuzgewölbe) und drei Apsiden (raumförmige Nischen).
In der romanischen, monumentalen Pilgerkirche ist die thronende Maria mit dem Jesuskind aus dem 12. Jahrhundert zu besichtigen. Die Abbildung ist die Schutzpatronin der Provinz Álava.
Das Taufbecken stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist mit Köpfen verziert. Dies bezieht sich auf das himmlische Jerusalem.
Sehenswert ist das südliche Portal “Porta Speciosa” mit dem Marienbild, an dem sie den Erzengel Gabriel trifft, der ihr eine wichtige Botschaft überbringt.
In der Basilika gibt es hohe, kahle Mauern. Hier also wenige Darstellungen und dadurch fällt das Gnadenbild umso mehr auf.
Am ersten Sonntag im Mai wird die Krönung des Gnadenbildes gefeiert.
Der Feiertag Unserer Lieben Frau von Estíbaliz ist der 12. September. Dieses Fest wird in der Basilika am zweiten Sonntag im September gefeiert.
Die Basilika ist täglich geöffnet.
ERHÄLTLICHKEIT
Estíbaliz liegt ein paar Kilometer von Argandoña und gehört zur Gemeinde Vitoria-Gasteiz und zur Provinz Álava/Araba. Argandoña liegt 10 km von Vitoria-Gasteiz im Baskenland entfernt.
Der Wallfahrtsort Estíbaliz befindet sich am Endpunkt der A4159.
Die A4107 bei Argandoña verlassen und dann die A4159 wählen.
Adresse: Villa Franca 2, 01193 Estíbaliz.
Die Webseite des Heiligtums ist www.santuariodeestibaliz.com.
ERLEBNIS
In meinem Reiseprogramm von spanischen Wallfahrtsorten steht auch Estíbaliz. Der Ort ist gut zu finden nach dem Verlassen der Stadt Vitoria-Gasteiz im Baskenland. Die Straßen sind gut befahrbar und die Richtung ist klar ausgeschildert.
Bei Ankunft stellt sich heraus, dass der Parkplatz heute sehr viel Platz bietet. Ich steige aus und schaue mich um. Die Lage des Wallfahrtsortes finde ich wunderschön. Ein Heiligtum in der Höhe mit vielen Bäumen als Schutz! Der Wallfahrtsort liegt also auf einem Hügel in einer waldreichen Gegend. Die Natur ist hier eine Pracht und dann gibt es auch noch einen marianischen Ort. Im Wald sehe ich einige Besucher auf einer Bank sitzen.
Dann ist es, eine Steintreppe hinaufzugehen und die Kirche mit einem Besuch zu beehren. Die romanische Kirche wirkt sehr robust. Sie zeigt die Stärke von Einfachheit, kombiniert mit einer spirituellen Ladung.
Wenn ich die Basilika betrete, fallen mir die hohen, kahlen Mauern auf. Wo sind die Gemälde und großen Statuen? Was mir auch auffällt, sind die drei anwesenden, betenden, jungen Schwestern. Sie geben der Kirche eine Zukunft. Diese jungen Schwestern hier zu sehen, steht in krassem Gegensatz zu Marienwallfahrtsorten, wo meist ältere Schwestern tätig sind. Diese Frauen wohnen im Kloster, das ebenfalls auf dem Gelände des Heiligtums steht.
Im Hochaltar steht das Gnadenbild. Die Darstellung ist eine thronende Madonna mit Kind und beide sind gekrönt. Weiterhin sind einige Skulpturen in der etwas schmalen Kirche aufgestellt.
Bevor ich die Wallfahrtskirche verlasse, zünde ich nur Kerzen an, um Maria zu danken, dass ich hierher kommen durfte. Zu ihr spreche ich auch über einige meiner Freunde. Sie können etwas Unterstützung gebrauchen.
Der Wallfahrtsort liegt heute still da. Nur der Wind ist spür- und hörbar. Leider kann ich hier nichts kaufen, denn der Devotionaliengeschäft ist geschlossen. Glücklicherweise steht das Herz dieses Heiligtums offen.
UMGEBUNG
Von Vitoria-Gasteiz nach Estíbaliz sind es 12 Kilometer nach Osten.
Das Verlassen des Wallfahrtsortes in Murgia, um in Estíbaliz anzukommen, bedeutet eine 30 km lange Reise nach Südosten.
Von Bilbao nach Estíbaliz bedeutet eine Entfernung von 75 km in südöstlicher Richtung zu überbrücken.
Nachdem der Wallfahrtsort mit Maria auf der Säule in Zaragoza besucht worden ist und man nach Estíbaliz reisen möchte, bedeutet dies 272 km nach Nordwesten zu reisen.
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