In Wassenaar-Zuid steht die Kirche zum Guten Hirten, die in der Zeit von 1928-1932 erbaut wurde. Die Architekten sind Leonardus (Leo) van der Laan (1864-1942) und sein ältester Sohn Johannes Antonius (Jan) van der Laan (1896-1966). Die neogotische Kirche steht in einer baumbestandenen Umgebung an der Ecke Stoeplaan und Wittenburgerweg.
In der dreischiffigen Kirche, links vom Chor, befindet sich eine große Marienkapelle. Beim Bau der Kirche wurde die Anbringung von 8 Gemälden mit Szenen aus dem Leben Marias (Vita Mariae) berücksichtigt. Zu diesem Zweck wurden 8 flache Nischen von 150 mal 100 Zentimetern in die Mauern eingelassen. Diese Nischen sind durch eine horizontale Reihe glasierter Ziegelsteine am unteren Rand jeder Nische gekennzeichnet.
Seit der Realisierung der Kirche wurde versucht, die Nischen mit Gemälden von Maria zu bereichern. Erst 2011, bei Plänen zur Renovierung der Marienkapelle, kommt eine erfolgreiche Ausschreibung.
In den Nischen dieser Kapelle sind 8 Ölmalereien auf Tafeln angebracht. Die Kunstwerke bilden Vita Mariae, sind von Judith Lansink (*1952) aus Amsterdam geschaffen und in den Jahren 2012-2016 ausgeführt. Die von ihr angewandte Stilrichtung ist “spiritueller Realismus”. Die Wahl der Szenen traf man nach Rücksprache zwischen Künstlerin und Pfarrer Michaël Paulus Jacobus (Michel) Hagen (*1952).

De Vita Mariae zeigt 8 Gemälde mit einem zurückhaltenden Charakter. Die Bilder haben große Bedeutung für Gläubige und Kunstkenner, wobei die Atmosphäre durch die dunklen und hellen Himmel bestimmt wird. Es sind Szenen in der Technik des 17. Jahrhunderts Öl auf Leinwand.
Die Werke sind:
Verkündigung
2. Besuch
3. Die Geburt Jesu
4. Wiederzufinden im Tempel
5. Hochzeit von Kana
6. Stabat Mater
7. Pietà
8. Pfingsten
Seit 1999 ist die Kirche ein staatliches Denkmal.
Während meines Besuchs an einem Sonntagmorgen wird eine Eucharistiefeier auf Französisch abgehalten.
Die Kirche ist Sonntags von 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet.
Adresse: Stoeplaan 2, 2243CZ Wassenaar.
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